Wograndl Druck in Mattersburg wurde 1956 von Josef Wograndl gegründet und arbeitet heute mit 22 Druckwerken und rund 50 Mitarbeitern. Der Beruf, von dem die Druckerei lebt, wird immer seltener gelernt. Gemeinsam mit Wograndl Druck haben wir eine Recruiting-Kampagne umgesetzt und das Familienunternehmen als Arbeitgeber im Burgenland gezeigt. Unser Team hat jeden Kandidaten telefonisch vorqualifiziert.
Vom Bogen bis zum Versand bleibt alles im Haus
Offsetdruck, Digitaldruck, Werbetechnik, Veredelung und Versandlogistik laufen am Druckweg 1 zusammen. Produziert werden Bücher, Kataloge, Kalender, Folder und Gemeindezeitungen, und zwar im Schichtbetrieb.
Im Burgenland gibt es für die Arbeit an Druckmaschinen, in der Vorstufe und in der Weiterverarbeitung nur wenige ausgebildete Leute. Wer das Handwerk beherrscht, ist in der Regel beschäftigt. Dazu kommt die Schicht: Nicht jeder, der fachlich passt, kann oder will in diesem Modell arbeiten. Beides zusammen macht die Gruppe der möglichen Kandidaten klein.
Ein kleiner Markt in einem Land mit breitem Mangel
Mehr als drei Viertel der österreichischen Betriebe spüren laut WKO Fachkräfte-Radar den Fachkräftemangel. Befragt wurden über 2.100 Unternehmen. 56 Prozent nennen den Mangel stark oder sehr stark, 56 Prozent verzeichnen deshalb Umsatzeinbußen. In einer Druckerei mit Schichtbetrieb heißt fehlendes Personal, dass Maschinen stehen, obwohl Aufträge da sind.
64 Berufe stehen 2026 auf der bundesweiten Mangelberufsliste. Aufgenommen wird ein Beruf, wenn auf eine beim AMS gemeldete offene Stelle weniger als 1,5 Arbeitsuchende kommen. Wer in einem seltenen Handwerk sucht, kann sich auf eingehende Bewerbungen nicht verlassen und muss selbst aktiv werden.
Wie wir für Wograndl Druck vorgegangen sind
Wir haben uns zuerst mit der Druckerei angesehen, was sie von anderen Arbeitgebern in der Region unterscheidet: ein Familienunternehmen mit fast 70 Jahren Geschichte, ein Maschinenpark mit 22 Druckwerken und eine Produktion, in der vom Bogen bis zum Versand alles im Haus bleibt. Für Menschen, die gern an Maschinen arbeiten, ist das ein handfestes Argument.
Darauf haben wir die Kampagne gebaut und im Umkreis von Mattersburg geschaltet. In der Zusammenarbeit war uns wichtig, die Schichtbereitschaft früh zu klären, damit die Druckerei keine Gespräche führt, die am Arbeitszeitmodell scheitern. Unser Team hat diese Frage am Telefon gleich mit gestellt. Die Kampagne ist inzwischen abgeschlossen.
- Suche nach Berufsbild: Unser System AdVentory hat 850.000 Profile im DACH-Raum nach Erfahrung an Druckmaschinen, in Vorstufe und Endfertigung im Umkreis von Mattersburg durchsucht.
- Ausspielung über mehr als 30 Kanäle: So haben wir auch Fachkräfte in fester Anstellung erreicht.
- Vorqualifizierung am Telefon: Unser Team hat Eignung, Wohnort, Schichtbereitschaft, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung abgefragt.
- AdVentory OS: Die Druckerei hat alle Bewerbungen und nächsten Schritte an einem Ort verfolgt.
Vorqualifizierte Kandidaten, die Produktion lief weiter
Jede Bewerbung über unsere Kampagne für Wograndl Druck kam mit Lebenslauf in unser System. In einem Berufsfeld, in dem es im Burgenland nur wenige ausgebildete Leute gibt, ist jede einzelne davon ein konkreter Kontakt, mit dem die Druckerei arbeiten kann.
Während wir gesucht haben, lief die Produktion weiter. Die Druckerei musste keine Unterlagen sichten, sondern konnte sich auf Gespräche mit Menschen beschränken, die das Handwerk kennen und zum Schichtmodell passen. Der Arbeitgeberauftritt steht und lässt sich für weitere Stellen im Haus nutzen.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Das Schichtmodell offen nennen
Verstecken Sie die Arbeitszeiten nicht im Kleingedruckten. Wer die Schicht von Anfang an kennt und sich trotzdem meldet, bleibt eher.
Den Maschinenpark zeigen
Drucker und Maschinenführer interessiert, woran sie arbeiten. Fotos aus der Halle und die Zahl der Druckwerke sagen mehr als ein Absatz über das Betriebsklima.
Quereinsteiger aus der Produktion mitdenken
Wenn gelernte Drucker fehlen, lohnt der Blick auf Maschinenführer aus anderen Branchen. Legen Sie fest, was Sie im Haus einschulen können.



