Winkler F&S Transport ist ein Familienunternehmen aus Hörsching mit rund 60 Mitarbeitern und 40 eigenen Zugmaschinen. Wir haben für den Betrieb eine Recruiting-Kampagne für einen LKW-Fahrer im Wechselkofferverkehr aufgesetzt und geschaltet, sie läuft derzeit. Die Story zeigt, wie wir in der Zusammenarbeit an eine Fahrerstelle herangegangen sind, um die im Zentralraum viele Betriebe werben.
Eigenes Equipment braucht eigene Fahrer
Winkler F&S Transport besteht seit 1961 und setzt auf eigenes Equipment statt auf fremde Kapazität. Gefahren werden Stückgut, Teil- und Komplettladungen in Österreich, Tschechien, Deutschland, der Schweiz und Italien. Disposition, Werkstatt und Gefahrgutorganisation liegen im eigenen Haus.
Das sichert gleichbleibende Qualität, macht den Betrieb aber von den eigenen Leuten abhängig. Eine Zugmaschine ohne Fahrer verdient nichts. Rund um den Flughafen Linz sitzen viele Speditionen und Logistiker, die dieselben Berufskraftfahrer suchen. Ein Fahrer kann sich seinen Arbeitgeber dort aussuchen.
Fehlendes Personal kostet Betriebe Umsatz
Der WKO Fachkräfte-Radar beruht auf über 2.100 befragten Betrieben. Über drei Viertel spüren den Fachkräftemangel, 56 Prozent stark oder sehr stark, und 56 Prozent melden Umsatzeinbußen durch fehlendes Personal. Im Transport lässt sich das einfach nachrechnen, denn jede Tour, die nicht gefahren wird, fehlt in der Abrechnung.
Die bundesweite Mangelberufsliste 2026 zählt 64 Berufe. Ein Mangelberuf liegt vor, wenn auf eine beim AMS gemeldete offene Stelle weniger als 1,5 Arbeitsuchende kommen. Der Arbeitsmarkt ist in vielen Berufen so eng, dass Betriebe ihre künftigen Mitarbeiter bei anderen Arbeitgebern suchen müssen.
So haben wir die Fahrerstelle ausgeschrieben
Gemeinsam mit Winkler haben wir die Stelle so beschrieben, dass ein Fahrer sofort versteht, worum es geht: Wechselkoffer, eigener Fuhrpark, ein Familienbetrieb mit eigener Werkstatt und Disposition im Haus. Unser System zeigt die Stelle Fahrern im Umkreis von Hörsching, auch jenen, die gerade bei einer anderen Spedition fahren.
Die Bewerbung haben wir für das Handy gebaut, denn Fahrer sitzen selten am Schreibtisch. Danach ruft unser Team an und klärt Führerscheinklassen, Erfahrung, Wohnort, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung. Der Lebenslauf geht mit Gesprächsnotiz an Winkler.
- AdVentureKI hat die Fahrerstelle vor dem Start mit über 100 Datenpunkten geprüft und die Besetzungswahrscheinlichkeit berechnet.
- AdVentory hat die Stelle rund um Hörsching über mehr als 30 Kanäle ausgespielt und 850.000 Profile im DACH-Raum nach Berufskraftfahrern durchsucht.
- Kurzbewerbung: Fahrer melden sich in wenigen Klicks vom Handy aus, ohne Anschreiben.
- Telefonische Vorqualifizierung: Unser Team fragt Scheine, Wohnort, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung ab.
- AdVentory OS hält für Winkler jede Bewerbung und jeden nächsten Schritt an einem Ort fest.
Die Kampagne für den LKW-Fahrer Wechselkoffer läuft
Die Kampagne ist live, die Stelle ist in Besetzung. Winkler sieht in AdVentory OS, wer sich gemeldet hat und wie weit wir mit der Prüfung sind. Gespräche gibt es nur mit Kandidaten, deren Scheine, Wohnort und Vorstellungen zum Betrieb passen.
Die Disposition plant damit weiter Touren und keine Bewerbungsgespräche. Für einen Betrieb mit 40 Zugmaschinen ist die Fahrersuche keine einmalige Sache. Der Aufbau, den wir für diese Stelle erstellt haben, steht für die nächste bereit.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Die Tour beschreiben, nicht nur den Schein
Fahrer wollen wissen, welche Strecken, welche Fahrzeuge und welche Zeiten auf sie warten. Je genauer Sie das schreiben, desto passender sind die Bewerbungen.
Den eigenen Fuhrpark zeigen
Gepflegte Fahrzeuge und eine eigene Werkstatt sind für Fahrer ein handfestes Argument. Zeigen Sie beides auf Fotos, statt nur davon zu erzählen.
Schnell zurückrufen
Ein Fahrer, der sich heute bewirbt, hat morgen vielleicht schon woanders zugesagt. Legen Sie fest, wer sich innerhalb eines Tages meldet.



