Die meisten Betriebe planen oder fertigen. Wiesinger in Statzendorf macht beides: Das Ingenieurbüro für Maschinenbau, Metallbau und Schweißtechnik führt eine eigene Werkstatt für Schlosserei und Stahlbau. In der Zusammenarbeit mit Wiesinger haben wir eine Recruiting-Kampagne aufgesetzt und geschaltet. Unser Team hat jeden Kandidaten dabei telefonisch vorqualifiziert. Die Story zeigt, wie wir für ein so spezielles Umfeld gesucht haben.
Normenwissen und Handwerk in einem Betrieb
Wiesinger ist nach EN 1090 als Hersteller im Stahl- und Metallbau zertifiziert, arbeitet bis zur Ausführungsklasse 3 und ist Schweißfachbetrieb nach EN ISO 3834. Dazu kommen Schweißaufsicht, zerstörungsfreie Prüfung, Konformitätsbewertungen von Maschinen und Gutachten.
Wer dort arbeitet, bewegt sich zwischen Zeichnung und Schweißnaht. Menschen, die Normen sicher anwenden und zugleich die Werkstatt verstehen, sind im Raum St. Pölten fast immer in fester Anstellung. Eine gewöhnliche Stellenanzeige erreicht sie kaum, weil sie keine Anzeigen lesen.
Fachkräfte mit Prüfungen sind selten frei
Die bundesweite Mangelberufsliste 2026 nennt 64 Berufe. Maßgeblich ist das Verhältnis am Arbeitsmarkt: Kommen auf eine beim AMS gemeldete offene Stelle weniger als 1,5 Arbeitsuchende, gilt der Beruf als Mangelberuf. Wo zusätzlich gültige Prüfungen und Normenkenntnis verlangt werden, schrumpft die Auswahl weiter.
Wie verbreitet das Problem ist, zeigt der WKO Fachkräfte-Radar mit über 2.100 befragten Betrieben. Über drei Viertel spüren den Fachkräftemangel, 56 Prozent stark oder sehr stark. 56 Prozent geben an, dass ihnen dadurch Umsatz entgeht. Für ein Ingenieurbüro mit Werkstatt heißt das, dass die Suche geplant werden muss wie ein Projekt.
Das haben wir für Wiesinger gemacht
Wir haben mit Wiesinger herausgearbeitet, was den Betrieb für Techniker und Handwerker interessant macht. Es ist die Verbindung: Wer hier arbeitet, sieht, wie aus einer Berechnung ein Bauteil wird, und hat mit Gutachten und Prüfungen Aufgaben, die es in einer reinen Schlosserei nicht gibt. Diese Verbindung haben wir zum Kern der Kampagne gemacht.
Geschaltet haben wir die Kampagne im Umkreis von Statzendorf. Unser System hat gezielt nach Menschen mit Erfahrung in Stahlbau, Schweißtechnik und Konstruktion gesucht. Unser Team hat die Bewerbungen danach am Telefon vorbereitet, damit im Ingenieurbüro die Zeit für Projekte und Prüfungen bleibt. Die Kampagne ist inzwischen beendet.
- AdVentureKI: Vor dem Start haben wir mit über 100 Datenpunkten gerechnet, wie wahrscheinlich und wie schnell eine Besetzung im Raum St. Pölten ist.
- AdVentory: Wir haben 850.000 Profile im DACH-Raum nach Schweißprüfungen, Stahlbauerfahrung und Konstruktionspraxis durchsucht und die Stelle über mehr als 30 Kanäle ausgespielt.
- Kurzbewerbung ohne Anschreiben, damit sich auch Beschäftigte nach Feierabend melden.
- Telefonische Vorqualifizierung: Unser Team hat Eignung, Wohnort, Gehaltsvorstellung und Verfügbarkeit geklärt.
- AdVentory OS als Ort, an dem Wiesinger jede Bewerbung und den nächsten Schritt sieht.
Vorqualifizierte Kandidaten für ein Ingenieurbüro mit Werkstatt
Jede Bewerbung über unsere Kampagne für Wiesinger kam mit Lebenslauf zu uns. Sie liegen mit den Angaben aus dem Telefonat in unserem System. Wiesinger konnte dadurch fachliche Gespräche führen, statt Unterlagen zu sortieren.
Für den Betrieb ist außerdem ein Auftritt entstanden, der die Arbeit zwischen Büro und Werkstatt verständlich macht. Das ist bei einem Unternehmen mit diesem Zuschnitt die halbe Arbeit, denn wer die Stelle nicht versteht, bewirbt sich nicht.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Zertifizierungen übersetzen
EN 1090 und EN ISO 3834 sagen Fachleuten viel, anderen wenig. Erklären Sie in einem Satz, was das für die tägliche Arbeit heißt, etwa anspruchsvollere Bauteile und geprüfte Abläufe.
Beide Arbeitsplätze zeigen
Wenn Büro und Werkstatt zusammengehören, gehören beide ins Bild. So melden sich Menschen, die genau diese Mischung suchen.
Gültige Prüfungen früh abfragen
Klären Sie im ersten Kontakt, welche Schweißprüfungen vorhanden und noch gültig sind. Das spart beiden Seiten ein Gespräch, das an einem Zertifikat scheitert.

