Die Wallpach Metallwarenfabrik GmbH in Golling an der Salzach verbindet Metallverarbeitung und Werkzeugbau. In der Zusammenarbeit mit Wallpach haben wir drei Stellen besetzt: einen Betriebselektriker und zwei Lehrlinge im Metallbereich. Die Story zeigt, warum ein Betrieb Fachkräfte und Nachwuchs unterschiedlich ansprechen muss, wie wir das umgesetzt haben und was andere Produktionsbetriebe daraus mitnehmen können.
Ein Metallbetrieb braucht Fachkräfte und Nachwuchs zugleich
Wallpach sitzt in Golling an der Salzach im Land Salzburg und verweist auf über 80 Jahre Erfahrung. Gefertigt werden Stanz- und Biegeteile, Zinkdruckguss, Schleuderguss und Drahtbiegeteile, dazu kommen Oberflächenveredelung und der eigene Werkzeugbau.
Ein Betriebselektriker hält Maschinen und Anlagen am Laufen. Fällt er aus, steht im Zweifel die Produktion. Elektriker mit Industrieerfahrung werden von vielen Betrieben gleichzeitig umworben. Bei Lehrlingen liegt die Schwierigkeit woanders: Jugendliche und ihre Eltern müssen den Betrieb und den Lehrberuf überhaupt erst kennen. Mit beiden Aufgaben kam Wallpach zu uns.
Fachkräfte fehlen heute, Nachwuchs entscheidet über morgen
Die bundesweite Mangelberufsliste 2026 umfasst 64 Berufe. Als Mangelberuf gilt ein Beruf, wenn auf eine beim AMS gemeldete offene Stelle weniger als 1,5 Arbeitsuchende kommen. Für einen Produktionsbetrieb ist ein Elektriker in der Instandhaltung keine Stelle, die lange offen bleiben darf.
Im WKO Fachkräfte-Radar mit über 2.100 befragten Betrieben spüren über drei Viertel den Fachkräftemangel, 56 Prozent stark oder sehr stark. Ebenfalls 56 Prozent melden Umsatzeinbußen, weil Personal fehlt. Bei Lehrlingen wirkt der Mangel zeitversetzt. Wer heute keine Jugendlichen ausbildet, sucht in einigen Jahren die Fachkräfte am freien Markt. Ein Betrieb in einer Gemeinde wie Golling muss deshalb beides gleichzeitig tun: erfahrene Leute abwerben und Junge für den Beruf gewinnen.
Was wir für Wallpach umgesetzt haben
Wir haben zwei Zielgruppen getrennt angesprochen. Für den Betriebselektriker hat AdVentory 850.000 Profile im DACH-Raum nach elektrotechnischem Hintergrund im Umkreis von Golling durchsucht. Elektriker ohne Wechselabsicht und Jugendliche vor der Berufswahl haben wir über mehr als 30 Kanäle, die Karriereseite und Empfehlungen erreicht, jeweils mit eigener Botschaft.
Im Vorgespräch am Telefon hat unser Team Eignung, Wohnort und Verfügbarkeit geklärt, beim Elektriker auch die Gehaltsvorstellung. Lebenslauf und Gesprächsnotiz gingen an Wallpach. Bei den Lehrstellen haben wir darauf geachtet, dass die Jugendlichen wissen, was im Metallbereich auf sie zukommt, bevor sie zum Gespräch in den Betrieb kommen.
- Zwei Ansprachen haben wir aufgesetzt, eine für den Betriebselektriker und eine für die Lehrstellen im Metallbereich.
- AdVentory hat 850.000 Profile im DACH-Raum nach elektrotechnischem Hintergrund im Umkreis von Golling durchsucht.
- Kurzbewerbung in wenigen Klicks und ohne Anschreiben hat Jugendlichen und Fachkräften den Einstieg leicht gemacht.
- Telefonische Vorqualifizierung durch unser Team hat Eignung, Wohnort und Verfügbarkeit geklärt, beim Elektriker auch die Gehaltsvorstellung.
- AdVentory OS hat Wallpach alle offenen Stellen und jede Bewerbung an einem Ort gezeigt.
Drei Stellen besetzt: ein Betriebselektriker und zwei Lehrlinge
Wallpach hat einen Betriebselektriker und zwei Lehrlinge im Metallbereich eingestellt. Wenige, geprüfte Bewerbungen haben dafür gereicht. Zwei der drei Besetzungen sind Lehrstellen und damit eine Investition in die Fachkräfte, die der Betrieb in einigen Jahren braucht.
Mit dem Betriebselektriker ist zugleich die Stelle besetzt, an der ein Ausfall am schnellsten teuer wird. Aus unserer Sicht war die Trennung der beiden Suchen der entscheidende Schritt. Ein Elektriker mit Berufserfahrung und ein Fünfzehnjähriger vor der Berufswahl haben wenig gemeinsam, außer dass beide den Betrieb erst kennenlernen müssen.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Fachkraft und Lehrling getrennt suchen
Ein erfahrener Elektriker fragt nach Aufgabe, Gehalt und Arbeitszeit. Ein Jugendlicher will wissen, was er lernt und wie der Alltag aussieht. Schreiben Sie zwei Anzeigen.
Den Lehrberuf erklären
Viele Jugendliche können sich unter Metallbearbeitung wenig vorstellen. Zeigen Sie Werkstücke, Maschinen und die Menschen, die ausbilden. Das spricht auch die Eltern an.
Schlüsselstellen zuerst besetzen
Prüfen Sie, bei welcher offenen Stelle ein Ausfall die Produktion trifft, und beginnen Sie dort. In vielen Betrieben ist das die Instandhaltung.



