Die Vöcklakäserei stellt in Pöndorf in Oberösterreich Käse aus regionaler Milch her. Gemeinsam mit uns hat der Betrieb einen Milchtechnologen eingestellt. Die Story zeigt, wie wir in der Zusammenarbeit eine Stelle besetzt haben, für die es nur wenige ausgebildete Fachkräfte gibt.
Käse aus regionaler Milch und ein Lehrberuf, den kaum jemand ausbildet
Die Käserei sitzt in Fellern in der Gemeinde Pöndorf und blickt auf mehr als 90 Jahre Erfahrung zurück. Hergestellt werden unter anderem Emmentaler, Bergkäse, Gouda sowie Vöcklataler Schnittkäse und Vöcklataler Mondseer. Die Milch kommt von kleinen bäuerlichen Familienbetrieben aus der Region.
Ein Milchtechnologe steuert und überwacht die Verarbeitung der Milch. Das ist ein spezialisierter Lehrberuf, den nur wenige Betriebe ausbilden. Entsprechend klein ist die Zahl der Fachkräfte, und die meisten sind in einer Molkerei oder Käserei fest beschäftigt.
Fachkräfte fehlen in drei von vier Betrieben
Der WKO Fachkräfte-Radar mit über 2.100 befragten Betrieben kommt zu einem deutlichen Ergebnis. Über drei Viertel spüren den Fachkräftemangel, 56 Prozent stark oder sehr stark. 56 Prozent sagen, dass ihnen durch fehlendes Personal Umsatz entgeht.
Die bundesweite Mangelberufsliste 2026 enthält 64 Berufe. Ein Mangelberuf ist ein Beruf, bei dem auf eine beim AMS gemeldete offene Stelle weniger als 1,5 Arbeitsuchende kommen. In einem kleinen Spezialberuf wie jenem des Milchtechnologen ist der Markt aus einem zweiten Grund eng: Es gibt von vornherein nur wenige, die ihn gelernt haben.
Was wir für die Vöcklakäserei umgesetzt haben
Bei einem so seltenen Beruf haben wir gezielt gesucht statt breit gestreut. Unser System hat Profile mit Hintergrund in Molkerei und Käserei gesucht und diese Menschen direkt angesprochen, auch wenn sie nicht auf Jobsuche waren. In der Ansprache haben wir gezeigt, was die Vöcklakäserei von einem Großbetrieb unterscheidet: Milch von kleinen Familienbetrieben, bekannte Sorten, ein überschaubares Team.
Unser Team hat mit den Kandidaten telefoniert. Wir haben nach Ausbildung und bisherigen Stationen gefragt und Wohnort, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung geklärt. Die Käserei hat den Lebenslauf vorab bekommen, dazu unsere Gesprächsnotiz. Eignung und Eckdaten waren damit vor dem ersten Gespräch bekannt.
- Gezielte Profilsuche: AdVentory hat 850.000 Profile im DACH-Raum nach Erfahrung in der Milchverarbeitung durchsucht.
- Ansprache von Wechselwilligen: Wir haben Fachkräfte erreicht, die fest beschäftigt sind und keine Stellenanzeigen lesen.
- Kurzbewerbung: Ein Kontakt in wenigen Klicks, ohne Anschreiben, hat den ersten Schritt leicht gemacht.
- Telefonische Vorqualifizierung: Unser Team hat Ausbildung, Wohnort, Gehaltsvorstellung und Verfügbarkeit geklärt.
- AdVentory OS: Die Käserei hat Bewerbungen und nächste Schritte an einem Ort gesehen.
Eine Stelle besetzt: ein Milchtechnologe hat in Pöndorf begonnen
Die Vöcklakäserei hat einen Milchtechnologen eingestellt. Die Stelle, für die wir gesucht haben, ist besetzt.
In diesem Beruf ist schon ein einziger passender Kandidat ein gutes Ergebnis. Für die Käserei bedeutet die Einstellung, dass die Verarbeitung der Milch wieder in ausgebildeten Händen liegt und das Wissen im Betrieb bleibt. Vor dem Start hatten wir die Stelle mit AdVentureKI anhand von über 100 Datenpunkten geprüft, damit beide Seiten wussten, worauf sie sich einlassen.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Seltene Berufe gezielt suchen
Bei einem Lehrberuf mit wenigen Absolventen bringt Reichweite allein nichts. Suchen Sie nach Menschen mit genau dieser Ausbildung und sprechen Sie sie persönlich an.
Die eigene Größe als Vorteil erzählen
Ein kleiner Betrieb bietet kurze Wege und Verantwortung für das ganze Produkt. Sagen Sie das ausdrücklich, denn viele Fachkräfte kennen nur die Arbeit in großen Werken.
Selbst ausbilden mitdenken
Wo der Markt so klein ist, lohnt sich der Blick auf die eigene Lehrlingsausbildung. Jede Fachkraft, die Sie ausbilden, müssen Sie später nicht suchen.



