Ulrich Etiketten ist mit rund 200 Beschäftigten von Wien nach Höbersdorf im Weinviertel übersiedelt und braucht dort erfahrene Drucker. In der Zusammenarbeit haben wir die Kampagne für Produktionsmitarbeiter Druck aufgesetzt, sie läuft seit 30. September 2026. Die Story zeigt, wie wir das neue Einzugsgebiet erschlossen haben und was Produktionsbetriebe mit Schichtarbeit daraus mitnehmen können.
Neuer Standort, neues Einzugsgebiet, dieselben Ansprüche
Ulrich wurde 1868 gegründet und wird in fünfter Generation geführt. Das Unternehmen produziert Selbstklebe- und Spezialetiketten sowie flexible Verpackungen für rund 1.300 Kunden aus Pharma, Lebensmittel, Chemie und Kosmetik. Mit einer Investition von rund 20 Millionen Euro ist der Betrieb von Wien-Strebersdorf nach Höbersdorf in der Gemeinde Sierndorf übersiedelt.
Gesucht sind Produktionsmitarbeiter Druck in Vollzeit mit 37,5 Stunden im Dreischichtbetrieb von Sonntag 22 Uhr bis Freitag 22 Uhr. Voraussetzung sind mindestens zwei Jahre Erfahrung im Druck, Deutsch auf B2-Niveau und der Wunsch, langfristig zu bleiben. Die bisherigen Wege zu Fachkräften stammen aus der Wiener Zeit. Der neue Standort ist moderner, aber für viele bisherige Kontakte weiter weg. Im Weinviertel muss das Einzugsgebiet neu erschlossen werden, und erfahrene Drucker stehen dort an den Maschinen anderer Betriebe.
Erfahrene Drucker sind selten und fest angestellt
Laut Fachkräfte-Radar der WKO spüren in der Herstellung von Waren 58 Prozent der Betriebe einen Fachkräftemangel. Österreichweit fehlen rund 155.000 Fachkräfte, und 48 Prozent der befragten Betriebe sagen, dass fehlendes Personal Innovation und Entwicklung bremst. Für einen Betrieb, der gerade 20 Millionen Euro in einen neuen Standort investiert hat, wiegt das schwer.
Im Etikettendruck kommen eigene Hürden dazu. Erfahrung an Flexo-, Sieb-, Digital- oder Offsetmaschinen bieten nur wenige Betriebe in der Region. Der Schichtbetrieb schließt viele Interessierte aus, bevor sie weiterlesen. Und wer als Drucker gut ist, wird von seinem Arbeitgeber gehalten und sucht nicht aktiv. Jobportale erreichen deshalb vor allem Menschen ohne die nötige Erfahrung. Wer den Schichtplan nicht erklärt, verliert genau die Menschen, für die freie Wochenenden ein Grund zum Wechsel wären.
So haben wir das neue Einzugsgebiet für Ulrich erschlossen
Gemeinsam mit Ulrich haben wir zuerst gesammelt, welche Fragen sich ein Drucker vor einem Wechsel stellt, und die Kampagne darauf aufgebaut. Verdiene ich mehr? Wer mehr Maschinen beherrscht, verdient mehr, und ein eigener Ausbilder im Haus zeigt den Weg. Arbeite ich an alten Anlagen? Nein, an modernen Maschinen für vier Druckverfahren. Dazu kommen Mittagessen um 2 Euro, ein Julius Meinl Café, ein Pausenraum mit Gemüsegarten, im ersten Jahr kostenloses Laden fürs E-Auto und freie Wochenenden trotz Schicht.
Für die Anzeigen haben wir Bilder aus der eigenen Produktion in Höbersdorf verwendet, mit Mitarbeitenden im ulrich-TEAM-Shirt statt Stockfotos. Unser System spielt die Stelle an Druckfachkräfte im Weinviertel und Umgebung aus, die gerade woanders arbeiten. Wer sich meldet, wird von unserem Team angerufen. Dabei klären wir Druckerfahrung, Deutschniveau, Schichtbereitschaft, Wohnort und ob jemand langfristig bleiben will.
- AdVentureKI hat die Stelle vorab mit über 100 Datenpunkten geprüft und gerechnet, wie realistisch sie im neuen Umkreis zu besetzen ist.
- AdVentory spielt die Kampagne an Druckfachkräfte im Weinviertel aus, die nicht aktiv suchen.
- Kurzbewerbung: Interessierte melden sich in wenigen Klicks, ein Anschreiben haben wir bewusst weggelassen.
- Telefonische Vorqualifizierung: Unser Team klärt Druckerfahrung, Deutsch auf B2, Schichtbereitschaft und Wohnort vor jedem Termin.
- AdVentory OS zeigt Ulrich jede Bewerbung und den nächsten Schritt an einem Ort.
Kampagne läuft, jeder Kandidat wird vorqualifiziert
Kurz nach dem Start hat unser Team die ersten Kandidaten telefonisch vorqualifiziert. Die Stelle ist in Besetzung, die Kampagne läuft weiter. Die Produktionsleitung bekommt von uns Kandidaten mit Lebenslauf, bei denen zwei Jahre Druckerfahrung, Deutschniveau und Schichtbereitschaft schon geklärt sind.
Wir gehen dabei in Schritten vor: zuerst erfahrene Drucker aus dem direkten Umkreis gewinnen, die der hauseigene Ausbilder dann auf weitere Maschinen schult. Für die bestehenden Teams im Dreischichtbetrieb bedeutet jede besetzte Maschine weniger Einspringen, und der neue Standort kann mit voller Mannschaft laufen.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Den Weg zu mehr Verdienst sichtbar machen
Mehr Maschinen, mehr Gehalt ist für Fachkräfte greifbarer als jedes allgemeine Versprechen. Eine klare Stufenlogik gehört in die Anzeige.
Die Schichtfrage offen beantworten
Schichtarbeit schreckt ab, freie Wochenenden ziehen an. Wer den Schichtplan konkret nennt, gewinnt die, für die er passt, und spart Gespräche mit allen anderen.
Nach einem Umzug neu suchen
Ein neuer Standort hat ein neues Einzugsgebiet. Alte Kanäle und Kontakte greifen dort nicht mehr, die Ansprache muss im neuen Pendelradius von vorne aufgebaut werden.



