TUPACK produziert in Wien-Simmering und Parndorf Tuben für internationale Kosmetikmarken, außerhalb der Branche kennt den Namen aber kaum jemand. Gemeinsam mit uns hat das Unternehmen sechs Stellen besetzt: drei Maschineneinsteller, einen Mechatroniker, einen Drucker und einen Gebäudemanager. Die Story zeigt, wie wir in der Zusammenarbeit die Unbekanntheit zum Aufhänger gemacht haben.
Tuben für Weltmarken, aber kaum jemand kennt den Namen
TUPACK produziert seit 1955 Kunststofftuben und Lippenpflegestifte für Kosmetik, Pharma, Chemie und Lebensmittel. Das eigentümergeführte Unternehmen sitzt in Wien-Simmering und betreibt mit MARETO eine zweite Produktion in Parndorf im Burgenland. Die Exportquote liegt nach eigenen Angaben bei 99,9 Prozent, zu den Kunden zählen L’Oréal, Beiersdorf, Clarins und Estée Lauder.
Gebraucht wurden Menschen, die Produktionsanlagen einrichten, warten und bedienen, oft im Schichtbetrieb. Der Maschinenpark läuft mit hoher Auslastung, jede offene Stelle an der Linie ist sofort spürbar. In Wien konkurriert TUPACK um diese Leute mit Industriebetrieben, deren Namen jeder kennt.
In Wien gibt es viele Arbeitsuchende, aber kaum freie Fachkräfte für die Produktion
Im August 2026 waren in Wien laut AMS 124.728 Menschen arbeitslos vorgemerkt, mehr als in jedem anderen Bundesland. Für eine Tubenfertigung hilft das wenig, denn gesucht sind Fachkräfte mit Lehrabschluss oder technischer Schule. Laut WKO Fachkräfte-Radar 2026 sind genau Stellen mit Lehrabschluss am schwierigsten zu besetzen, in der Industrie spüren 58 Prozent der Unternehmen den Mangel.
Kunststofftechniker, Schlosser, Maschinenschlosser und Techniker im Maschinenbau stehen auf der bundesweiten Mangelberufsliste 2026. Der Nachwuchs schrumpft. Ende 2025 waren in der Sparte Industrie laut WKO 16.169 Lehrlinge in Ausbildung, 4,5 Prozent weniger als ein Jahr davor. Wer heute eine Anlage sicher führt, ist fest beschäftigt und muss aktiv angesprochen werden.
Was wir für TUPACK umgesetzt haben
Wir haben für TUPACK fünf Kampagnen aufgesetzt und geschaltet: für den technischen Gebäudemanager, für Maschineneinsteller, für Mechatroniker, für Drucker und für Kunststofftechniker. Als Aufhänger haben wir genommen, was TUPACK besonders macht. Fast jeder hatte schon eine Tube von dort in der Hand, ohne es zu wissen. Wer in Wien oder im nördlichen Burgenland an Anlagen arbeitet, hat von uns erfahren, dass ein paar Kilometer weiter Verpackungen für internationale Kosmetikmarken entstehen.
Angesprochen haben wir Fachkräfte im Pendelradius beider Werke, auch jene, die gerade nicht suchten. In den Vordergrund haben wir Präzision, einen modernen Maschinenpark, eine hohe Investitionsquote und Kundenbeziehungen über Jahrzehnte gestellt. Im Telefonat hat unser Team geklärt, an welchen Anlagen jemand gearbeitet hat, ob Schichtbetrieb passt, wie lang der Anfahrtsweg ist und ab wann ein Start möglich wäre.
- Fünf Kampagnen haben wir für Technik und Produktion aufgesetzt, jede mit eigener Botschaft für die jeweilige Position.
- AdVentory hat Fachkräfte für Produktion und Technik gefunden, die gerade nicht suchten, und die Stellen im Umkreis beider Werke ausgespielt.
- Kurzbewerbung in wenigen Klicks und ohne Anschreiben, auch direkt nach der Schicht.
- Telefonische Vorqualifizierung durch unser Team hat Anlagenerfahrung, Schichtbereitschaft, Wohnort und Verfügbarkeit geklärt.
- AdVentory OS hat TUPACK jede Bewerbung mit Lebenslauf und den Stand jeder Besetzung gezeigt.
Sechs Stellen besetzt, darunter drei Maschineneinsteller
In der Zusammenarbeit mit TUPACK sind sechs Stellen besetzt worden: drei Maschineneinsteller, ein Mechatroniker, ein Drucker und ein Gebäudemanager. Über alle Kampagnen kam jede Bewerbung mit Lebenslauf in unser System. Gelesen hat TUPACK davon nur einen Bruchteil. Unser Team hat alle Bewerber am Telefon auf Eignung, Wohnort, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung geprüft und nur eine Handvoll weitergegeben: jene, die Produktionsanlagen kennen und zur Stelle passten. Die Verantwortlichen in Simmering mussten keine Bewerbungen sichten, sie haben mit den wenigen gesprochen, die infrage kamen.
Für einen Hersteller, der fast alles exportiert, zählt jede Woche, in der eine Anlage wieder voll besetzt läuft. Bewerbungen, die schon im Telefonat nicht passten, haben die Produktion keine Minute gekostet.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Das bekannte Produkt zeigen, nicht nur den Firmennamen
Industriebetriebe ohne bekannte Marke stellen oft Dinge her, die jeder kennt. Wenn Sie das sichtbar machen, wecken Sie Interesse bei Fachkräften, die Ihren Firmennamen noch nie gehört haben.
Mit der Ausstattung werben
Anlagenprofis achten auf Maschinenpark und Investitionen, weil das ihren Arbeitsalltag bestimmt. Konkrete Angaben zu Ihren Anlagen wirken stärker als allgemeine Vorteile.
Pro Werk eigene Radien ziehen
Zwei Werke in unterschiedlichen Regionen brauchen zwei Suchgebiete. Eine gemeinsame Anzeige spricht sonst Menschen an, für die einer der beiden Wege zu weit ist.



