Tritscheler baut im Innviertel Rollläden, Raffstores, Markisen und Pergolen. Mitten im Generationenwechsel hat das Familienunternehmen gemeinsam mit uns sechs Stellen besetzt, mit Monteuren und Produktionsmitarbeitern. Die Story zeigt, was wir in der Zusammenarbeit umgesetzt haben und warum der Blick auf Nachbarberufe wie Schlosser, Elektriker und Spengler dabei der wirksamste Hebel war.
Ein Hersteller im Generationenwechsel braucht Mannschaft
Die Geschichte von Tritscheler beginnt 1962 in einer Garage bei Passau, 1967 folgte mit vier Mitarbeitern der Betrieb in Schärding. Heute arbeiten laut Unternehmen rund 100 Menschen am Standort in St. Marienkirchen bei Schärding, dazu rund zehn im Außendienst. Das Sortiment reicht von Rollläden und Raffstores über Markisen, Pergolen und Glasdächer bis zu smarten Steuerungen. 2024 hat die nächste Generation der Familie die Führung übernommen.
Ein Hersteller, der selbst produziert, montiert und berät, braucht Fachkräfte in Fertigung und Montage. Fertige Sonnenschutztechniker gibt es wenige, und eine Anzeige mit diesem Titel erreicht nur einen kleinen Kreis.
Der Beruf verbindet vier Fächer, und alle Nachbarberufe sind knapp
Der Branchenverband SONNE-LICHT-SCHATTEN beschrieb im September 2025 einen deutlichen Fachkräftemangel im Sonnenschutz. Der Beruf hat sich vom klassischen Jalousien-Monteur zu einem Mix aus Mechanik, Elektrik, Bauphysik und Kundenberatung entwickelt. Ausgebildet wird in einer dreieinhalbjährigen Lehre, die Berufsschule liegt in Villach. Wer bereits eine verwandte Lehre abgeschlossen hat, kann nach einer Prüfung direkt ins dritte Lehrjahr einsteigen.
Die angrenzenden Berufe sind selbst knapp. Schlosser, Elektroinstallateure, Elektromechaniker und Spengler stehen auf der bundesweiten Mangelberufsliste 2026. In Oberösterreich stieg die Zahl der offenen Stellen im August 2026 um 7,3 Prozent, obwohl auch die Arbeitslosigkeit zunahm. Der Wettbewerb um Handwerker bleibt damit hoch.
Was wir für Tritscheler umgesetzt haben
Wir haben für Tritscheler zwei Kampagnen aufgesetzt und geschaltet, eine für Sonnenschutzmonteure und eine für die Lagerlogistik. Beide liefen bis März 2026. Statt auf fertige Sonnenschutztechniker zu warten, haben wir Menschen angesprochen, die heute als Schlosser, Elektriker, Spengler oder Mechaniker arbeiten, im Innviertel rund um St. Marienkirchen und Schärding. Arbeit am Standort und Montage beim Kunden haben von uns eigene Botschaften bekommen, weil sie unterschiedliche Menschen ansprechen.
Die Geschichte dahinter haben wir aus dem Betrieb genommen: eine Familie, die seit 1962 Rollläden baut, und eine neue Generation an der Spitze. Für die Montage hat unser Team am Telefon geklärt, wie sicher jemand mit Elektrik und Steuerungen umgeht, ob Kundenkontakt Freude macht und wie groß das gewünschte Einsatzgebiet ist. Den verkürzten Lehrweg ins dritte Lehrjahr haben wir in die Ansprache aufgenommen, weil er Quereinsteigern zeigt, dass ihr Abschluss zählt.
- Zwei Kampagnen haben wir aufgesetzt und geschaltet, für Sonnenschutzmonteure und für die Lagerlogistik.
- AdVentory hat unter 850.000 Profilen im DACH-Raum Schlosser, Elektriker und Spengler gefunden, auch wenn sie gerade nicht suchten.
- Kurzbewerbung in wenigen Klicks und ohne Anschreiben für Handwerker aus Nachbarberufen.
- Telefonische Vorqualifizierung durch unser Team hat Elektrik, Steuerungen, Freude am Kundenkontakt und das gewünschte Einsatzgebiet geklärt.
- AdVentory OS hat Tritscheler alle offenen Stellen und den Stand jeder Besetzung an einem Ort gezeigt.
Sechs Stellen besetzt für die nächste Generation
In der Zusammenarbeit mit Tritscheler sind sechs Stellen besetzt worden, mit Monteuren und Produktionsmitarbeitern. Für ein Familienunternehmen, das gerade den Generationenwechsel vollzogen hat, ist das die Mannschaft, mit der die nächsten Jahre beginnen. Produktion und Montage haben mehr Kapazität, wenn in der Saison viele Kunden gleichzeitig Beschattung wollen.
Für die neue Führung hieß das auch Entlastung. Anzeigen schalten und Bewerbungen sortieren haben wir übernommen. Die Gespräche im Betrieb fanden mit Menschen statt, deren Eignung, Wohnort und Verfügbarkeit bereits geklärt waren.
Was andere Betriebe daraus lernen können
In Nachbarberufen suchen
Wenn es den Wunschberuf kaum am Markt gibt, suchen Sie bei Schlossern, Elektrikern und Spenglern. Schreiben Sie ausdrücklich in die Anzeige, dass diese Berufe willkommen sind.
Den verkürzten Lehrweg nutzen
Wer eine verwandte Lehre hat, kann im Sonnenschutz direkt ins dritte Lehrjahr einsteigen. Bieten Sie Quereinsteigern diesen Weg aktiv an.
Werkstatt und Kundentermin getrennt ausschreiben
Nicht jeder gute Monteur will beim Kunden beraten. Trennen Sie Fertigung und Montage in eigene Stellen, dann passen die Bewerbungen besser.



