Die Tischlerei von Manfred Oberhauser in Schoppernau baut Küchen, Holzfenster, Türen und Möbel nach Maß und stattet Schulen, Kindergärten und Arztpraxen aus. In der Zusammenarbeit haben wir eine Recruiting-Kampagne für Tischler umgesetzt und jeden Kandidaten telefonisch vorqualifiziert. Die Story zeigt, wie wir über das Tal hinaus gesucht haben.
Im Bregenzerwald ist Tischlern eine Haltung
Feinjährig gewachsen und astfrei muss das Holz sein, Fichte, Tanne, Lärche oder Eiche. So beschreibt die Tischlerei Oberhauser ihr Material für Fenster und Türen. Der Betrieb fertigt Maßküchen, Wandschränke, Täfelungen und Deckenverkleidungen, arbeitet mit Altholz und im Objektbau. Die Zusammenarbeit mit Architekten gehört dazu.
Gebraucht werden Tischler, die vom Fenster bis zur Küche sauber arbeiten. Der Bregenzerwald ist für sein Holzhandwerk bekannt. Das bedeutet auch: Fast jeder gute Tischler hat hier schon einen Betrieb, dem er verbunden ist.
Für einen Meisterbetrieb dieser Größe ist die Suche außerdem eine Zeitfrage. Wer in der Werkstatt steht und Aufträge mit Architekten abstimmt, kann nicht nebenbei Bewerber aus anderen Regionen anrufen und klären, ob sie überhaupt kommen würden.
Viele gute Tischlereien teilen sich wenige Tischler
Der WKO Fachkräfte-Radar, für den über 2.100 Betriebe befragt wurden, kommt zum selben Bild: Mehr als drei Viertel spüren den Fachkräftemangel, 56 Prozent stark oder sehr stark. 56 Prozent berichten von Umsatzeinbußen durch fehlendes Personal.
Für 2026 weist die bundesweite Mangelberufsliste 64 Berufe aus. Die Schwelle ist klar definiert: weniger als 1,5 Arbeitsuchende je offener Stelle, die beim AMS gemeldet ist. Im hinteren Bregenzerwald zeigt sich das im Kleinen. Wer nur im eigenen Tal sucht, spricht immer dieselben Leute an. Die Suche muss also weiter reichen und zugleich klären, ob jemand in Schoppernau arbeiten und leben will.
So haben wir für die Tischlerei Oberhauser gesucht
Gemeinsam mit Manfred Oberhauser haben wir die Kampagne über das Material und die Arbeit erzählt: Holzfenster, Maßküchen, Altholz und Objekte, die mit Architekten entstehen. Das unterscheidet den Betrieb für einen Tischler deutlicher als jede Aufzählung von Zusatzleistungen.
Unser System hat nach Profilen aus Tischlerei, Fensterbau und Innenausbau im Umkreis von Schoppernau gesucht, und wir haben die Stelle über mehr als 30 Kanäle an Tischler in Anstellung ausgespielt. Am Telefon hat unser Team Eignung, Wohnort, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung geklärt, auch ob ein Umzug in den Wald denkbar ist. Danach ging der Lebenslauf mit Gesprächsnotiz an den Meister.
- Profilsuche: AdVentory hat 850.000 Profile im DACH-Raum nach Tischlerei, Fensterbau und Innenausbau durchsucht.
- Einschätzung vorab: Mit AdVentureKI haben wir gerechnet, wie realistisch die Besetzung in dieser Lage ist.
- Kurzbewerbung: Ein paar Klicks haben für den ersten Kontakt gereicht.
- Telefonische Vorqualifizierung: Unser Team hat neben den Eckdaten die Umzugsbereitschaft abgefragt.
- AdVentory OS: Alle Bewerbungen waren für die Tischlerei an einem Ort einsehbar.
Vorqualifizierte Kandidaten für einen Betrieb in Schoppernau
Über die Kampagne kam jede Bewerbung mit Lebenslauf in unser System. Die Kampagne ist abgeschlossen. Der Meister hat zu den vorqualifizierten Bewerbern Lebenslauf und Notiz von uns erhalten und wusste vor dem Kennenlernen, ob Wohnort oder Umzug geklärt sind.
Für eine Tischlerei im hinteren Bregenzerwald ist das der entscheidende Punkt. Fachlich passende Bewerber gibt es auch außerhalb des Tals, sie müssen aber kommen wollen.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Über das Material sprechen
Tischler achten darauf, womit ein Betrieb arbeitet. Beschreiben Sie Holz, Verarbeitung und die Art der Aufträge.
Den Umzug zum Thema machen
In abgelegenen Lagen entscheidet der Wohnort. Fragen Sie im ersten Telefonat danach und sagen Sie, wobei Sie helfen können.
Über die eigene Region hinaus suchen
Im Ort kennt jeder jeden. Neue Bewerber finden Sie, wenn Sie den Suchradius bewusst größer ziehen.



