Die Stadtwerke Wörgl nennen sich Bürgerstadtwerk und versorgen die Stadt in sechs Sparten. Für die Sparte Wasser haben wir in der Zusammenarbeit eine Kampagne für einen Wasserleitungsmonteur aufgesetzt, die seit 27. Mai 2026 läuft. Die Story zeigt, wie wir im Tiroler Unterland nach Technikern suchen, die nahe genug wohnen, und wie unser Team jeden Kandidaten vorab prüft.
Sechs Sparten, ein Team und ein enger Arbeitsmarkt
Hinter dem Bürgerstadtwerk stehen Strom samt Photovoltaik, Wasser und Abwasser, Abfall und Recycling, Fernwärme, das Glasfasernetz wörglWEB und das E-Carsharing floMOBIL. Ein Versorger dieser Breite braucht Fachkräfte für jede einzelne Sparte.
Im Inntal suchen Industrie, Seilbahnen und Handwerk dieselben Hände. Dazu kommt ein Bereitschaftsdienst, den nicht jeder leisten will. Der Kreis geeigneter Menschen, die nahe genug wohnen, ist überschaubar, und die meisten davon haben eine Stelle.
Was die Zahlen zum Fachkräftemangel sagen
Im WKO Fachkräfte-Radar mit über 2.100 befragten Betrieben geben über drei Viertel an, den Fachkräftemangel zu spüren, 56 Prozent davon stark oder sehr stark. Ebenfalls 56 Prozent melden Umsatzeinbußen, weil Personal fehlt. Ein Versorger kann darauf nicht mit weniger Leistung antworten, denn Wasser muss fließen.
Die bundesweite Mangelberufsliste 2026 umfasst 64 Berufe. Als Mangelberuf gilt ein Beruf, wenn auf eine beim AMS gemeldete offene Stelle weniger als 1,5 Arbeitsuchende kommen. Je enger ein Markt ist, desto weniger bringt es, auf Bewerbungen zu warten. Man muss die passenden Leute selbst ansprechen.
Was wir für die Stadtwerke Wörgl umgesetzt haben
Wir haben die Kampagne für den Wasserleitungsmonteur gestaltet und Ende Mai 2026 gestartet. Ausgespielt wird sie über mehr als 30 Kanäle im Umkreis von Wörgl. Unser System sucht zusätzlich direkt nach Profilen mit passendem Hintergrund, damit wir auch Fachkräfte erreichen, die nicht aktiv suchen.
Den Wohnort haben wir von Anfang an als hartes Kriterium behandelt. Wegen der Bereitschaft zählt er hier doppelt: Wer im Störungsfall ausrücken soll, darf nicht eine Stunde entfernt wohnen. Unser Team ruft jede Person an, die sich meldet, und klärt Eignung, Wohnort, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung. Den Lebenslauf holen wir vorab ein und übergeben ihn mit einer Gesprächsnotiz.
- AdVentory durchsucht 850.000 Profile im DACH-Raum nach passendem Hintergrund im Umkreis von Wörgl.
- Ausspielung über mehr als 30 Kanäle: Wir haben die Stelle dort gezeigt, wo Monteure nach Feierabend sind.
- Kurzbewerbung ohne Anschreiben, in wenigen Klicks am Handy.
- Telefonische Vorqualifizierung: Unser Team hat bei jedem Gespräch auch die Bereitschaft und die Nähe zum Einsatzgebiet abgefragt.
- AdVentory OS bündelt alle Bewerbungen und Gesprächsnotizen an einem Ort.
Vorqualifizierte Kandidaten für den Wasserleitungsmonteur
Jede Bewerbung kommt mit Lebenslauf in unser System. Die Kampagne läuft weiter, die Stelle ist in Besetzung. Die Stadtwerke bekommen von uns keine ungeprüften Unterlagen, sondern Kandidaten mit Lebenslauf und Notiz aus dem Telefonat.
Die zuständige Spartenleitung sieht damit sofort, wer fachlich passt und wer im Störungsfall schnell vor Ort sein kann. Was wir für die Sparte Wasser aufgebaut haben, lässt sich bei Bedarf auf Strom, Fernwärme oder Glasfaser übertragen, jeweils mit eigener Anzeige.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Bereitschaft offen ansprechen
Ein Bereitschaftsdienst schreckt manche ab und stört andere gar nicht. Nennen Sie ihn in der Anzeige und sagen Sie, wie oft er anfällt. Dann melden sich jene, für die er passt.
Nach Sparte getrennt suchen
Ein Wasserleitungsmonteur und ein Elektrotechniker lesen unterschiedliche Anzeigen. Schreiben Sie jede Stelle einzeln aus, auch wenn mehrere gleichzeitig offen sind.
Den Versorgungsauftrag als Argument nutzen
Wer bei einem Stadtwerk arbeitet, sieht jeden Tag, wofür. Zeigen Sie, was Ihr Team für die Stadt leistet. Für viele Techniker wiegt das mehr als ein großer Firmenname.



