Die Stadtwerke Bruck an der Mur suchten einen Facharbeiter für das Stromverteilnetz. Um dieses Profil werben Installationsbetriebe, Industrie und Photovoltaikfirmen gleichzeitig. In der Zusammenarbeit haben wir die Stelle über mehr als 30 Kanäle ausgespielt, jeden Kandidaten telefonisch vorqualifiziert, und die Stelle wurde besetzt.
Ein kommunaler Versorger sucht jemanden für 20 kV
Die Stadtwerke versorgen Bruck an der Mur seit 1903 mit Strom und zählen mit rund 170 Beschäftigten zu den größten Arbeitgebern der Stadt. Neben Strom gehören Gas, Wasser, Wärme und Elektroinstallationen zum Angebot.
Gesucht war ein Facharbeiter oder eine Facharbeiterin für das Stromverteilnetz, Vollzeit mit 38,5 Stunden. Die Arbeit umfasst Nieder- und Mittelspannung bis 20 kV, Trafostationen, Kabelausbau, Hausanschlüsse, Fehlersuche und Elektroprüfbefunde. Voraussetzung sind eine Ausbildung als Elektroinstallationstechniker und Führerschein B. Das KV-Mindestgehalt liegt bei 3.393,77 Euro brutto, mit Bereitschaft zur Überzahlung. Eine klassische Anzeige erreicht bei so einem Profil nur den kleinen Teil der Elektriker, der gerade aktiv sucht.
Elektriker werden von der Energiewende doppelt gebraucht
Elektroinstallateure und Elektromonteure sowie Techniker für Starkstromtechnik stehen auf der bundesweiten Mangelberufsliste 2026. Im Arbeitskräfteradar 2025 der Wirtschaftskammer lagen Elektro- und Energietechniker mit 77 Nennungen unter den meistgesuchten Berufen, knapp hinter Lkw-Fahrern mit 78.
Photovoltaik, Ladeinfrastruktur und der Ausbau der Verteilnetze brauchen dieselben ausgebildeten Elektriker. Ein Netzbetreiber konkurriert also mit Installationsbetrieben, Industrie und PV-Firmen um einen Kreis, der in der Obersteiermark ohnehin klein ist. Dazu kommen Erfahrung mit Mittelspannung, Arbeit bei jedem Wetter im Freien und körperliche Belastbarkeit. Wer das mitbringt, hat meist einen sicheren Job und keinen Grund, Inserate zu lesen.
Was wir für die Stadtwerke umgesetzt haben
Vor dem Start haben wir die Stelle mit AdVentureKI geprüft und gerechnet, wie wahrscheinlich und wie schnell sie zu besetzen ist. Danach haben wir die Suche nach dem Facharbeiter im Stromverteilnetz aufgesetzt und im Umkreis von Bruck über mehr als 30 Kanäle ausgespielt. Angesprochen haben wir ausgebildete Elektroinstallationstechniker aus der Obersteiermark, die heute bei Installationsbetrieben, in der Industrie oder im Photovoltaikbereich arbeiten.
Das Bildmaterial haben wir selbst aufbereitet. Sie zeigen den echten Alltag im Netz der eigenen Stadt, mit Bildern von Trafo-Einhebung, Kabelbaustelle und Muffenarbeit. Dazu haben wir Videos auf Basis des Kraftwerksvideos der Stadtwerke erstellt und Anfang August 2026 übergeben. Gewünscht war ein farbiger, grafischer Auftritt in Blau, Rot und Anthrazit, der sich von den Anzeigen der Mitbewerber abhebt. In der Botschaft stand, was ein Versorger bieten kann: geregelte Arbeitszeiten, ein stabiles Traditionsunternehmen, Weiterbildung und Ausrüstung am Letztstand.
- AdVentureKI hat die Stelle vorab mit über 100 Datenpunkten geprüft und gerechnet, wie wahrscheinlich und wie schnell die Besetzung gelingt.
- Bild- und Videomaterial haben wir aus echten Aufnahmen der Stadtwerke aufbereitet, darunter Videos auf Basis des Kraftwerksvideos.
- AdVentory hat Elektriker im Umkreis von Bruck erreicht, die gerade nicht aktiv suchten.
- Telefonische Vorqualifizierung durch unser Team hat Ausbildung, Führerschein, Erfahrung mit Mittelspannung, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung geklärt.
- AdVentory OS hat den Stadtwerken Bewerbungen und nächste Schritte an einem Ort gezeigt.
Eine Stelle besetzt: der Facharbeiter für das Stromverteilnetz
Die Stadtwerke haben aus unseren vorqualifizierten Kandidaten einen Facharbeiter für das Stromverteilnetz eingestellt. Gesprochen haben sie nur mit Kandidaten, die fachlich passten, in der Nähe wohnten und die Eckdaten vom Gehalt bis zum Eintritt kannten. Das hat Gespräche erspart, die an der ersten Frage zur Mittelspannung gescheitert wären.
Die Zusammenarbeit geht weiter. Die Kampagne für das Stromverteilnetz läuft, und wir haben zusätzlich eine zweite Kampagne für einen Elektroinstallationstechniker gestartet. Diese Stelle ist derzeit in Besetzung.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Gehalt in die Anzeige schreiben
Elektriker vergleichen Angebote. Wenn Sie das KV-Gehalt und die Bereitschaft zur Überzahlung offen nennen, werden Sie ernst genommen und sparen Gespräche, die am Geld scheitern.
Stabilität als Argument nutzen
Gegen Installationsbetriebe und PV-Firmen punktet ein Versorger mit geregelten Arbeitszeiten, sicherem Arbeitsplatz und moderner Ausrüstung. Das gehört in die ersten Sekunden der Anzeige.
Einarbeitung statt Idealprofil
Wenn Sie nur Bewerber mit Mittelspannungserfahrung akzeptieren, suchen Sie in einem winzigen Kreis. Gute Installateure mit Lernbereitschaft und ein klarer Einarbeitungsplan öffnen ihn.



