Die Spenglerei Bensmann in Hirschegg arbeitet seit 2015 im Kleinwalsertal und im angrenzenden Allgäu. In der Zusammenarbeit haben wir den Arbeitgeberauftritt des kleinen Betriebs aufgebaut. Die Story zeigt, wie wir in einem Tal vorgegangen sind, in das nur eine Straße führt, und die kommt aus Deutschland.
Schnee, Höhe und ein kleiner Kreis an Spenglern
Das kleine Team deckt Metalldächer, dichtet Flachdächer ab, baut Dachentwässerungen und fertigt Verblechungen, im Neubau wie in der Sanierung. Verarbeitet wird unter anderem Prefa. Dächer im Gebirge tragen viel Schnee und verzeihen keine Ungenauigkeit.
Dafür braucht es Spengler, Dachabdichter und Lehrlinge. Im Tal selbst wohnen wenige davon, und wer hier arbeiten soll, muss in der Nähe wohnen. Der realistische Suchraum reicht deshalb ins Oberallgäu, über die Staatsgrenze hinweg. Der Chef steht dabei selbst auf der Baustelle und hat für die Suche nur die Abende.
Wie knapp Handwerker bundesweit sind
Über 2.100 Betriebe haben für den WKO Fachkräfte-Radar Auskunft gegeben. Mehr als drei Viertel spüren den Fachkräftemangel, 56 Prozent sogar stark oder sehr stark. 56 Prozent büßen Umsatz ein, weil ihnen Leute fehlen.
Dazu passt die bundesweite Mangelberufsliste 2026 mit 64 Berufen. Ein Beruf gilt als Mangelberuf, sobald auf eine beim AMS gemeldete offene Stelle weniger als 1,5 Arbeitsuchende kommen. In einem abgeschlossenen Tal ist die Auswahl noch einmal kleiner.
Unser Vorgehen für die Spenglerei Bensmann
Wir haben mit dem Betrieb besprochen, wer überhaupt infrage kommt. Das sind Spengler und Dachhandwerker aus dem Tal und aus dem Oberallgäu, die einen jungen Betrieb mit kurzen Wegen einem großen vorziehen. Für sie haben wir den Arbeitgeberauftritt geschrieben: Arbeit im Gebirge, hochwertiges Material und ein Chef, der selbst mit am Dach steht.
Den Auftritt haben wir über mehr als 30 Kanäle im Umkreis von Hirschegg ausgespielt, das Allgäu eingeschlossen. Unser System sucht im gesamten DACH-Raum und macht an der Staatsgrenze nicht halt. Mit dem Betrieb haben wir zudem vereinbart, dass unser Team die ersten Telefonate führt.
- Arbeitgeberbotschaft: Wir haben sie auf Gebirgsdächer, Material und das kleine Team zugeschnitten.
- Grenzüberschreitende Ansprache: Wir haben den Auftritt im Kleinwalsertal und im Oberallgäu gezeigt.
- AdVentory durchsucht 850.000 Profile im DACH-Raum nach Spenglern und Dachhandwerkern im Umkreis von Hirschegg.
- Telefonische Vorqualifizierung: Unser Team klärt Eignung, Wohnort, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung.
- AdVentory OS zeigt dem Meister jede Rückmeldung an einem Ort.
Employer Branding umgesetzt: sichtbar im Tal und im Allgäu
Die Spenglerei Bensmann ist jetzt als Arbeitgeber auf beiden Seiten der Grenze sichtbar. Ein Spengler in Oberstdorf oder Sonthofen erfährt, dass es wenige Kilometer weiter einen Betrieb gibt, der Leute wie ihn braucht.
Der Meister bleibt am Dach. So haben wir den Ablauf gemeinsam angelegt: Eine vorbereitete Bewerbung soll ihn ein Gespräch kosten und keine Abende.
Der Auftritt ist kein Selbstzweck. Sobald eine bestimmte Stelle zu besetzen ist, lässt sie sich mit unserer AdVentureKI vorab prüfen: Über 100 Datenpunkte zeigen, wie wahrscheinlich und wie schnell die Besetzung ist. Erreicht die Rechnung 85 Prozent, steht die Einstellung als Garantie im Vertrag. Die Spenglerei Bensmann hat dafür die Vorarbeit erledigt, denn wer den Betrieb schon kennt, reagiert eher auf ein konkretes Angebot als auf einen unbekannten Namen.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Den Suchraum ehrlich ziehen
Fragen Sie sich, von wo jemand täglich zu Ihnen fahren würde. Staats- oder Bezirksgrenzen spielen dafür keine Rolle.
Die Größe als Stärke nennen
In einem kleinen Team sieht jeder, was er geleistet hat. Sagen Sie das offen, viele Handwerker suchen genau das.
Lehrlinge mitdenken
Wer heute einen Lehrling aus dem Tal gewinnt, hat in einigen Jahren einen Gesellen, der bleibt. Sprechen Sie Jugendliche und Eltern eigens an.



