Der Sozial- und Gesundheitssprengel Telfs und Umgebung pflegt und betreut Menschen in sechs Gemeinden in ihren eigenen vier Wänden. In der Zusammenarbeit haben wir den Sprengel als Arbeitgeber aufbereitet und eine Kampagne geschaltet, über die jede Bewerbung mit Lebenslauf in unser System kam. Die Story zeigt, wie wir Pflege- und Betreuungskräfte im Tiroler Oberland angesprochen haben.
Sechs Gemeinden, ein Sprengel
Telfs, Flaurling, Oberhofen, Pettnau, Pfaffenhofen und Rietz: In diesen Gemeinden bietet der Sprengel Hauskrankenpflege, Heimhilfe, Haushaltshilfe, Tagesbetreuung an zwei Standorten und Beratung. Im Telfer Ortszentrum steht das neue Sprengelhaus.
Dafür braucht es diplomierte Pflegekräfte, Pflegeassistenz, Heimhilfen und Betreuungspersonal. Draußen beim Klienten arbeitet jede Kraft allein und entscheidet selbst. Jede Tour braucht jemanden, der sie fährt, und die Pflegedienstleitung muss mit verlässlichen Angaben planen können.
Krankenhäuser und Heime suchen dieselben Berufe
64 Berufe stehen 2026 auf der bundesweiten Mangelberufsliste. Die Schwelle dafür ist klar definiert: weniger als 1,5 Arbeitsuchende je offener Stelle, die beim AMS gemeldet ist. Im Tiroler Oberland und in Innsbruck suchen Krankenhäuser und Heime dieselben Berufe wie der Sprengel.
Für den WKO Fachkräfte-Radar wurden über 2.100 Betriebe befragt. Über drei Viertel spüren den Fachkräftemangel, 56 Prozent stark oder sehr stark. Ebenfalls 56 Prozent melden Umsatzeinbußen durch fehlendes Personal. Die mobile Pflege muss in diesem Umfeld erklären, was sie anders macht als ein Stationsdienst.
Was wir für den Sprengel umgesetzt haben
Wir haben mit dem Sprengel herausgearbeitet, was die mobile Pflege auszeichnet: selbstständiges Arbeiten, Zeit beim einzelnen Menschen und ein Einsatzgebiet in der eigenen Umgebung. Daraus ist die Botschaft unserer Kampagne entstanden.
Unser System hat Menschen mit Pflege- und Betreuungsausbildung im Umkreis von Telfs angesprochen, auch jene, die nicht aktiv suchen, etwa nach einer Familienpause. In den Telefonaten hat unser Team neben den üblichen Eckdaten nach Stundenausmaß und Führerschein gefragt. Lebenslauf und Gesprächsnotiz haben wir gemeinsam übergeben.
- Arbeitgeberauftritt: Wir haben die Vorteile der mobilen Pflege gegenüber dem Stationsdienst verständlich gemacht.
- AdVentory hat 850.000 Profile nach Pflege- und Betreuungsausbildung im Umkreis von Telfs durchsucht.
- Telefonische Vorqualifizierung: Unser Team hat Eignung, Wohnort, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung geklärt, dazu Stundenausmaß und Führerschein.
- AdVentory OS hat die Bewerbungen für Pflege, Heimhilfe und Tagesbetreuung an einem Ort gezeigt.
Vorqualifizierte Kandidaten: Die Kampagne für den Sprengel Telfs ist umgesetzt
Über die Kampagne kam jede Bewerbung mit Lebenslauf in unser System. Bei jeder standen Wohnort und gewünschte Stunden fest, bevor ein Gespräch stattfand. Die Kampagne ist inzwischen abgeschlossen.
Für die Pflegedienstleitung war genau das der Nutzen: Sie konnte abschätzen, welche Tour zu wem passt, ohne erst nachfragen zu müssen. Die Übersicht lag in unserem System. In der Pflege geht es selten um große Bewerberzahlen. Wichtig war uns, dass jede einzelne Rückmeldung schnell einen Anruf bekommt, denn Pflegekräfte haben meist mehrere Angebote gleichzeitig. Die Gesprächsnotiz hat für den Sprengel festgehalten, in welcher der sechs Gemeinden jemand wohnt, wie viele Stunden gewünscht sind und ob ein Führerschein vorhanden ist.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Wiedereinsteiger ansprechen
Viele ausgebildete Pflegekräfte arbeiten nach einer Familienpause nicht mehr im Beruf. Sprechen Sie diese Gruppe ausdrücklich an und nennen Sie mögliche Stundenmodelle.
Stunden und Führerschein zuerst klären
In der mobilen Pflege entscheidet das Stundenausmaß über den Tourenplan. Fragen Sie es im ersten Telefonat ab, zusammen mit dem Führerschein.
Selbstständigkeit als Stärke zeigen
Wer allein beim Klienten arbeitet, trägt Verantwortung. Für viele Pflegekräfte ist das ein Grund zu wechseln. Stellen Sie es als Vorteil dar.



