Skotnik & Company in Puch bei Hallein führt drei Gewerke: Dachdeckerei, Spenglerei und Glaserei samt Flachglasschleiferei. In der Zusammenarbeit haben wir den Arbeitgeberauftritt des Betriebs aufgebaut. Die Story zeigt, wie wir drei kleine Arbeitsmärkte auf einmal angegangen sind.
Drei Lehrberufe, drei kleine Arbeitsmärkte
Die meisten Betriebe decken ein Gewerk ab, Skotnik & Company gleich drei. Der Betrieb ist bei der Salzburger Landesinnung als Lehrbetrieb für Dachdecker eingetragen. Gebraucht werden Dachdecker, Spengler, Glaser und Vorarbeiter, die Wetter und Höhe gewohnt sind.
Jeder dieser Berufe hat wenige Lehrlinge. Im Tennengau kommt die Nähe zur Stadt Salzburg dazu, wo viele Baufirmen dieselben Fachkräfte suchen. Wer bleibt, ist meist seit Jahren beim selben Arbeitgeber. Drei Berufe bedeuten außerdem drei Suchen zur selben Zeit, während die Partien am Dach stehen.
Knappheit mit Definition: weniger als 1,5 Arbeitsuchende je Stelle
So grenzt die Mangelberufsliste ab, welche Berufe aufgenommen werden. Gezählt werden die Arbeitsuchenden je offener Stelle, die beim AMS gemeldet ist. 2026 stehen bundesweit 64 Berufe auf dieser Liste.
Laut WKO Fachkräfte-Radar mit über 2.100 befragten Betrieben spüren mehr als drei Viertel den Fachkräftemangel, 56 Prozent stark oder sehr stark. 56 Prozent melden Umsatzeinbußen durch fehlendes Personal. Ein Betrieb mit drei Gewerken spürt das an drei Stellen.
Drei Gewerke, drei Botschaften: was wir umgesetzt haben
Gemeinsam mit Skotnik & Company haben wir entschieden, die Gewerke nicht in einen Topf zu werfen. Ein Glaser liest über eine Dachdeckerstelle hinweg. Wir haben deshalb für jedes Handwerk eigene Inhalte erstellt und darüber einen gemeinsamen Rahmen gelegt: ein Betrieb in Puch, bei dem Dach, Blech und Glas aus einer Hand kommen.
Den Auftritt haben wir über mehr als 30 Kanäle im Umkreis von Puch ausgespielt, getrennt nach Berufen. Unser System erreicht dabei Handwerker, die seit Jahren beim selben Arbeitgeber sind und nicht suchen. Für Rückmeldungen haben wir einen Ablauf eingerichtet, in dem unser Team zuerst telefoniert und der Betrieb je Gewerk sieht, was sich tut.
- Auftritt je Gewerk: Wir haben Dachdecker, Spengler und Glaser mit eigenen Inhalten angesprochen.
- AdVentory durchsucht 850.000 Profile getrennt nach den drei Berufen im Umkreis von Puch.
- Lehrbetrieb als Argument: Wir haben die Eintragung bei der Landesinnung in den Auftritt aufgenommen.
- Telefonische Vorqualifizierung: Unser Team klärt Eignung, Wohnort, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung.
- AdVentory OS ordnet jede Rückmeldung dem passenden Gewerk zu und zeigt alles an einem Ort.
Employer Branding für alle drei Gewerke umgesetzt
Skotnik & Company ist im Tennengau jetzt in drei Berufsgruppen als Arbeitgeber präsent. Ein Spengler sieht Spenglerarbeit, ein Glaser die Flachglasschleiferei, und beide erfahren, dass der Betrieb mehr als ihr eigenes Handwerk unter einem Dach hat.
Den Überblick haben wir mit dem Betrieb so angelegt, dass kein Kontakt verloren geht, auch wenn die Partien auf der Baustelle sind. Vor einem Termin sollen Lebenslauf und Gesprächsnotiz vorliegen.
Auf diesem Fundament lässt sich jede künftige Suche schneller starten. Steht eine Stelle an, rechnet unsere AdVentureKI mit über 100 Datenpunkten, wie wahrscheinlich und wie schnell die Besetzung gelingt. Liegt der Wert bei 85 Prozent oder darüber, schreiben wir die Einstellung als Garantie in den Vertrag. Skotnik & Company beginnt eine Ausschreibung damit nicht bei null, weil der Arbeitgeber in der Zielgruppe bereits ein Bild hinterlassen hat.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Berufe nicht vermischen
Schreiben Sie für jedes Gewerk eine eigene Ansprache. Die Mühe lohnt sich, weil sich jeder Handwerker nur in seinem Beruf wiederfindet.
Die Breite als Chance zeigen
Wer mehrere Gewerke im Haus hat, kann Abwechslung und Weiterbildung bieten. Sagen Sie, welche Wege im Betrieb offenstehen.
Ausbildung sichtbar machen
Ein eingetragener Lehrbetrieb zeigt, dass Wissen weitergegeben wird. Nennen Sie das auch gegenüber fertigen Fachkräften.



