Die Schnetzinger Steuerberatung betreut von Breitenfurt bei Wien und Weistrach aus Start-ups, Online-Händler und etablierte Unternehmen. Gemeinsam mit der Kanzlei haben wir eine Employer-Branding-Kampagne umgesetzt, die Schnetzinger als Arbeitgeber für Kanzleikräfte sichtbar macht. Die Story zeigt, wie wir vorgegangen sind und was dabei herausgekommen ist.
Eine Kanzlei zwischen klassischer Arbeit und digitalen Abläufen
Schnetzinger macht Buchhaltung, Jahresabschlüsse, Personalverrechnung und Steuererklärungen. Dazu kommen internationale Steuerberatung, Umgründungen, Betriebsübergaben und die Digitalisierung von Abläufen. Die Mandanten verkaufen über Grenzen oder wachsen in Sprüngen, und die Kanzlei hat sich darauf eingestellt.
Kanzleien wie diese brauchen Buchhalter, Bilanzierer, Personalverrechner und Berufsanwärter. In der ganzen Branche fehlen diese Leute. Rund um Wien werben große Kanzleien mit bekannten Namen um jede Fachkraft, und eine Kanzlei mit zwei Standorten muss erst zeigen, was sie anders macht.
Der Arbeitsmarkt lässt Kanzleien wenig Auswahl
Die bundesweite Mangelberufsliste 2026 umfasst 64 Berufe. Als Mangelberuf gilt ein Beruf dann, wenn auf eine beim AMS gemeldete offene Stelle weniger als 1,5 Arbeitsuchende kommen. Für eine Kanzlei heißt das: Wer Buchhaltung oder Personalverrechnung beherrscht, sitzt in aller Regel schon an einem Schreibtisch und sieht sich keine Stellenanzeigen an.
Für den WKO Fachkräfte-Radar wurden über 2.100 Betriebe befragt. Mehr als drei Viertel spüren den Fachkräftemangel, 56 Prozent stark oder sehr stark. 56 Prozent berichten außerdem von Umsatzeinbußen durch fehlendes Personal.
Was wir für Schnetzinger umgesetzt haben
In der Zusammenarbeit mit Schnetzinger haben wir zuerst geklärt, was der Betrieb als Arbeitgeber zu bieten hat und wen er ansprechen will. Daraus haben wir eine Employer-Branding-Kampagne gebaut und ausgespielt, die Kanzleikräfte dort erreicht, wo sie ihre Zeit verbringen, und nicht erst auf einem Jobportal. Im Mittelpunkt standen die Mandantenstruktur mit Online-Handel und Start-ups und die digitale Arbeitsweise der Kanzlei.
Wer sich angesprochen fühlte, konnte sich über unsere Kurzbewerbung in wenigen Klicks melden, ohne Anschreiben. Unser Team hat die Bewerbungen in AdVentory OS gebündelt und am Telefon nachgefragt: Eignung, Wohnort, Gehaltsvorstellung und Verfügbarkeit. So hatte Schnetzinger jederzeit im Blick, wer sich gemeldet hat und wie der Stand ist.
- Arbeitgeberauftritt: Wir haben mit Schnetzinger herausgearbeitet, was den Betrieb als Arbeitgeber ausmacht, und daraus die Botschaften der Kampagne gemacht.
- AdVentory: Unser System hat 850.000 Profile im DACH-Raum nach Buchhaltung, Bilanzierung und Personalverrechnung durchsucht, im Umkreis der beiden Standorte.
- Ausspielung über mehr als 30 Kanäle: Die Kampagne lief dort, wo Fachkräfte in fester Anstellung erreichbar sind.
- Kurzbewerbung: Wir haben den Einstieg auf wenige Klicks ohne Anschreiben verkürzt.
- Telefonische Vorqualifizierung: Unser Team hat mit Bewerbern Eignung, Wohnort, Gehaltsvorstellung und Verfügbarkeit geklärt.
- AdVentory OS: Schnetzinger hat alle Eingänge und nächsten Schritte an einem Ort gesehen.
Vorqualifizierte Kandidaten: Schnetzinger ist als Arbeitgeber sichtbar
Über die Kampagne kam jede Bewerbung mit Lebenslauf zu uns ins System. Jede davon war für Schnetzinger in AdVentory OS einsehbar, samt Stand und nächstem Schritt. Unser Team hat die Bewerber angerufen und die wichtigsten Punkte vorab geklärt.
Die Kampagne ist inzwischen abgeschlossen. Geblieben ist ein Arbeitgeberauftritt, den wir gemeinsam erarbeitet haben und auf dem Schnetzinger bei der nächsten offenen Stelle aufbauen kann.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Sagen Sie, für wen Sie arbeiten
Ein Bilanzbuchhalter kann sich unter „Steuerberatung“ viel vorstellen. Unter „Online-Händler und Start-ups, auch international“ stellt er sich einen konkreten Arbeitstag vor. Beschreiben Sie Ihre Mandanten, dann melden sich Leute, die genau das reizt.
Digitale Abläufe sind ein Argument
Wer heute in einer Kanzlei mit Papierstapeln arbeitet, wechselt für bessere Werkzeuge. Zeigen Sie, wie bei Ihnen gearbeitet wird, statt nur „modernes Arbeitsumfeld“ zu schreiben.
Machen Sie die Bewerbung leicht
Fachkräfte in fester Stelle schreiben abends kein Anschreiben. Eine Kurzbewerbung senkt die Schwelle, und das Gespräch danach klärt, was ein Lebenslauf nicht zeigt.



