SAR Elektroanlagenbau ist seit 2018 schnell gewachsen und arbeitet von Wien, St. Florian und Klagenfurt aus. Jeder neue Auftrag hängt daran, ob genug Monteure da sind. In der Zusammenarbeit mit SAR haben wir Elektrotechniker gesucht, und zwei sind eingestellt. Die Story zeigt, wie wir vorgegangen sind und was Elektrobetriebe daraus lernen können.
Ein junger Elektroanlagenbauer wächst schneller als sein Team
Die SAR Elektroanlagenbau GmbH wurde im Jänner 2018 gegründet, hat ihren Sitz in Wien und Niederlassungen in St. Florian in Oberösterreich und in Klagenfurt. Je nach Projektlage arbeiten dort rund 70 bis über 100 Fachkräfte. Das Spektrum reicht von Mittel- und Niederspannung über Brandschutz, Notbeleuchtung, USV und Netzwerktechnik bis zu Photovoltaik, Ladestationen und Smart Home.
Das Geschäftsmodell hängt an verfügbaren Monteuren und Projektleitern. Neue Aufträge lassen sich nur annehmen, wenn die Teams dafür stehen. Gesucht waren Elektrotechniker mit Lehrabschluss und Erfahrung auf Baustellen und in Anlagen. Eine Anzeige für ganz Österreich erreicht diese Leute kaum, denn Baustellen und Bewerber sind regional.
Um Elektriker konkurrieren Netzbetreiber, Industrie und PV-Branche
Elektroinstallateure und Elektromonteure, Techniker für Starkstromtechnik sowie Techniker für Schwachstrom- und Nachrichtentechnik stehen auf der bundesweiten Mangelberufsliste 2026. In Oberösterreich sind Elektroberufe zusätzlich regional gelistet. Im Arbeitskräfteradar 2025 der Wirtschaftskammer lagen Elektro- und Energietechniker mit 77 Nennungen unter den meistgesuchten Berufen.
Die Energiewende verschärft das. Photovoltaik, Ladeinfrastruktur und Gebäudeautomation brauchen dieselben Fachkräfte wie Industrie, Netzbetreiber und Installationsbetriebe. 57 Prozent der befragten Betriebe mussten laut Arbeitskräfteradar wegen fehlender Leute Aufträge ablehnen oder einschränken. Für SAR bedeutet das drei Märkte mit eigenen Regeln: große Installationsfirmen in Wien, regionaler Mangel rund um St. Florian und ein überschaubarer Kreis erfahrener Monteure in Kärnten.
Was wir für SAR umgesetzt haben
Wir haben die Suche je Standort geplant. Mit AdVentureKI haben wir vorab gerechnet, wie wahrscheinlich und wie schnell eine Stelle in Wien, St. Florian oder Klagenfurt besetzbar ist. Danach hat unser System Elektriker im Umkreis angesprochen, die gerade nicht gesucht haben. Die Botschaft haben wir auf die Abwechslung gebaut: Mittelspannung, Brandschutz, Notbeleuchtung, USV, Photovoltaik und Smart Home unter einem Dach, in einem jungen Unternehmen, das Leute sucht, die mitwachsen wollen.
Am Telefon hat unser Team vier Dinge geklärt: Lehrabschluss und Erfahrung, welche Gewerke jemand kennt, ob Projektleitung ein Ziel ist oder die Arbeit an der Anlage im Vordergrund steht, und ob Führerschein und Bereitschaft für wechselnde Baustellen passen. Dazu haben wir geklärt, an welchem der drei Standorte jemand am besten eingesetzt ist.
- AdVentureKI hat je Standort vorab gerechnet, wie wahrscheinlich und wie schnell die Besetzung ist.
- AdVentory hat Elektriker im Umkreis der Standorte erreicht, auch jene ohne aktive Jobsuche.
- Telefonische Vorqualifizierung durch unser Team hat Lehrabschluss, Gewerke, Führerschein und Bereitschaft für wechselnde Baustellen geklärt.
- AdVentory OS hat SAR alle offenen Stellen, Bewerbungen und Termine über die drei Standorte hinweg gezeigt.
Zwei Elektrotechniker eingestellt
Jede Bewerbung kam mit Lebenslauf in unser System. SAR hat daraus zwei Stellen besetzt, beide mit Elektrotechnikern. Der Wert unserer Arbeit lag in der Auswahl. Wir haben die Bewerber angerufen, am Telefon vorqualifiziert und nur die Besten an SAR übergeben. Die Projektleitung musste keine Bewerbungen durchsehen, sie hat mit einer Handvoll geprüfter Kandidaten gesprochen.
Für ein Unternehmen, das seit 2018 schnell gewachsen ist, zählt jeder zusätzliche Monteur doppelt, weil an ihm die Frage hängt, ob ein Auftrag personell machbar ist. Bewerber mit Interesse an Projektleitung lassen sich außerdem gezielt als Nachwuchs für diese Rolle aufbauen.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Je Standort suchen
Elektriker wechseln selten für einen längeren Arbeitsweg. Schreiben Sie je Niederlassung mit Ort und realistischem Umkreis aus. Rund 30 Minuten Fahrzeit sind dafür ein guter Richtwert.
Gewerke konkret nennen
Mittelspannung, Brandschutz oder Photovoltaik in der Anzeige zeigen, was jemand dazulernen kann. Für erfahrene Monteure ist Abwechslung oft ein stärkerer Grund als ein Bonus.
Den Karriereweg im ersten Gespräch klären
Manche Monteure wollen Projektleiter werden, andere bewusst an der Anlage bleiben. Fragen Sie das früh, dann besetzen Sie beide Rollen passender.



