Der Samariterbund braucht laufend Menschen für Pflege, Rettungsdienst und Betreuung, und zwar solche mit der richtigen Ausbildung. In der Zusammenarbeit mit dem Samariterbund haben wir eine diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegeperson gesucht, und die Stelle ist besetzt. Die Story zeigt, wie wir vorgegangen sind und was andere Organisationen daraus mitnehmen können.
Eine Organisation, deren Dienstpläne nie Pause haben
Der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs wurde 1927 gegründet und arbeitet mit Landesverbänden in allen neun Bundesländern. Laut Wikipedia engagieren sich mehr als 3.700 hauptberufliche und mehr als 8.450 ehrenamtliche Mitarbeitende, dazu jedes Jahr über 1.860 Zivildiener. Das Spektrum reicht vom Rettungs- und Krankentransport über Pflege und Betreuung älterer Menschen bis zur Arbeit mit Geflüchteten und wohnungslosen Menschen.
Jeder dieser Bereiche braucht Personal rund um die Uhr, auch nachts, am Wochenende und in der Urlaubszeit. Hilfsorganisationen, Spitäler und private Anbieter werben um dieselben Menschen, und ohne passende Ausbildung darf in Pflege und Rettungsdienst niemand anfangen.
Bis 2030 braucht Österreich rund 51.000 zusätzliche Pflege- und Betreuungspersonen
Die Pflegepersonalbedarfsprognose der Gesundheit Österreich GmbH geht laut ORF davon aus, dass bis 2030 rund 51.000 zusätzliche Pflege- und Betreuungspersonen nötig sind und bis 2050 fast 200.000. Pro Jahr fehlen demnach 2.000 bis 3.000 Absolventinnen und Absolventen, um den Bedarf zu decken.
Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege, Pflegefachassistenz und Pflegeassistenz stehen auf der bundesweiten Mangelberufsliste 2026. Viele Beschäftigte gehen in den kommenden Jahren in Pension, während die Zahl älterer Menschen steigt. Wer hier Personal gewinnen will, konkurriert um Menschen, die bereits in einem Dienstplan stehen. Sie wechseln nur, wenn ein anderes Angebot im Alltag spürbar besser passt.
Was wir für den Samariterbund umgesetzt haben
Eine Kampagne für alle Berufsgruppen wäre beim Samariterbund die falsche Antwort gewesen. Wir haben deshalb die Zielgruppe eng gefasst und uns auf diplomierte Pflegekräfte konzentriert. Sie interessiert, wie viel Zeit am Menschen bleibt und wie Dienstpläne gestaltet sind, und darauf haben wir die Botschaft gebaut. Vor dem Start haben wir geprüft, ob die Stelle in der Region realistisch besetzbar ist. Erst dann ist Budget in die Kampagne geflossen.
Unser System hat Pflegekräfte im Umkreis der Dienststelle erreicht, die gerade nicht aktiv gesucht haben. Am Telefon hat unser Team Ausbildung, Berechtigungen und die Bereitschaft zu Nacht- und Wochenenddiensten früh geklärt. Die Dienststelle hat so nur mit Menschen gesprochen, bei denen Ausbildung und Dienstzeiten bereits geklärt waren und deren Lebenslauf vorlag.
- AdVentureKI hat die Stelle vorab mit über 100 Datenpunkten geprüft und gerechnet, wie wahrscheinlich und wie schnell sie in der Region zu besetzen ist.
- AdVentory hat Pflegekräfte im Umkreis der Dienststelle erreicht, die nicht aktiv gesucht haben.
- Telefonische Vorqualifizierung durch unser Team hat Ausbildung, Wohnort, Dienstbereitschaft und Gehaltsvorstellung geklärt, bevor die Dienststelle Zeit investiert hat.
- AdVentory OS hat den Verantwortlichen jede Bewerbung und den Stand der Besetzung an einem Ort gezeigt.
Eine DGKP eingestellt
Unser Team hat jeden Kandidaten telefonisch vorqualifiziert. Der Samariterbund hat daraus eine diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegeperson eingestellt.
Für Leitungen, die Dienstpläne schreiben und selbst im Einsatz stehen, heißt das vor allem Zeit. Gespräche, die nach fünf Minuten vorbei sind, weil ein Abschluss fehlt, sind weggefallen. Für eine Organisation dieser Größe ist es ein realistischer Weg, mit einer Berufsgruppe an einem Standort zu starten und den Ablauf danach auf weitere Dienststellen zu übertragen. Diese Erfahrung aus der Pflege können wir gemeinsam weiterverwenden.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Ehemalige Zivildiener und Ehrenamtliche gezielt ansprechen
Sie kennen Abläufe, Teams und Belastung schon aus eigener Erfahrung. Eine eigene Ansprache für diese Gruppe spart Ihnen Einarbeitung und senkt das Risiko, dass jemand nach wenigen Wochen wieder geht.
Das Dienstmodell offen in die Anzeige schreiben
Nachtdienste, Wochenenden und Rhythmus gehören in die Anzeige und nicht erst ins dritte Gespräch. Sie bekommen weniger, aber passendere Bewerbungen.
Ausbildung und Berechtigung im ersten Anruf klären
In Pflege und Rettung entscheidet der Abschluss darüber, ob jemand überhaupt eingesetzt werden darf. Stellen Sie diese Frage, bevor Sie Termine vergeben.



