SADLER Lichtkuppeln in Traiskirchen suchte eine Person für den Vertriebsinnendienst, nachdem AMS, Jobportale und örtliche Zeitschriften nichts Passendes gebracht hatten. In der Zusammenarbeit mit SADLER haben wir die Stelle in zwei Wochen besetzt. Die Story zeigt, wie wir vorgegangen sind und was kleine Betriebe bei Einzelpositionen anders machen können.
Eine Schlüsselstelle, die ein kleines Team nicht lange überbrücken kann
SADLER wurde 1969 gegründet und beschäftigt laut Wirtschaftskammer 33 Mitarbeitende in Traiskirchen. Das Unternehmen liefert und montiert Lichtkuppelanlagen, darunter durchsturzsichere Lichtkuppeln nach EN 1873 und Rauch- und Wärmeabzugsanlagen nach EN 12101-2, und wartet bestehende Lüftungs- und Rauchklappen.
Im Vertriebsinnendienst laufen Anfragen, Angebote und Aufträge bis zur Montage zusammen. Wer hier arbeitet, braucht kaufmännisches Geschick und technisches Verständnis. Die Geschäftsführung versuchte es über AMS, Jobportale und örtliche Zeitschriften. Die Resonanz war überschaubar, und die Bewerbungen, die kamen, passten nicht. In einem Team mit 33 Leuten bremst eine offene Innendienststelle Angebote und Kundenbetreuung sofort.
Der Mix aus Technik und Kundenkontakt ist am Markt selten
Laut WKO Fachkräfte-Radar 2026 sind 78 Prozent der Unternehmen in Österreich vom Fachkräftemangel betroffen, der Bedarf wird auf rund 155.000 Fachkräfte geschätzt. Vertriebstechniker stehen auf der bundesweiten Mangelberufsliste 2026, ebenso Kunststofftechniker und Kalkulanten.
Rein rechnerisch gibt es genug Arbeitsuchende. In Niederösterreich waren im August 2026 laut AMS 47.682 Menschen arbeitslos vorgemerkt. Für eine Stelle, die Angebote zu Normprodukten verlangt, zählt aber die Kombination. Gesucht war jemand, der Bauprodukte versteht, Angebote rechnen kann und gern mit Kunden telefoniert. Solche Leute arbeiten meist schon im Innendienst eines Baustoffhändlers, bei einem Fenster- oder Fassadenbauer oder in der Auftragsabwicklung eines Technikunternehmens.
Was wir für SADLER umgesetzt haben
Bei einer einzelnen Schlüsselstelle haben wir präzise gesucht und nicht breit gestreut. Wir haben die Stelle im Pendelradius von Traiskirchen ausgespielt, von Baden bis in den Süden Wiens, und dort jene Menschen angesprochen, die heute ähnliche Arbeit machen. Die Stelle erschien über mehr als 30 Kanäle auch bei Leuten, die gar nicht gesucht haben.
Die Botschaft haben wir konkret gehalten: ein kleines Team mit 33 Mitarbeitenden, in dem die eigene Arbeit sofort sichtbar ist, und Produkte, die Tageslicht und Brandschutz verbinden. Am Telefon hat unser Team geprüft, ob kaufmännisches Geschick und technisches Verständnis wirklich zusammenkommen. Dazu haben wir Wohnort, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung geklärt.
- AdVentory hat die Stelle über mehr als 30 Kanäle im Pendelradius von Traiskirchen gezeigt, auch Menschen, die nicht aktiv gesucht haben.
- Kurzbewerbung: Bewerbung in wenigen Klicks, ohne Anschreiben.
- Telefonische Vorqualifizierung durch unser Team hat geprüft, ob kaufmännisches Geschick und technisches Verständnis zusammenkommen.
In zwei Wochen besetzt: knapp 7.000 Menschen erreicht, vorqualifizierte Kandidaten übergeben
Mit unserer Kampagne haben wir in zwei Wochen knapp 7.000 Menschen erreicht. Unser Team hat jeden Kandidaten telefonisch vorqualifiziert. Innerhalb von zwei Wochen war der Vertriebsinnendienst besetzt.
Für einen Betrieb mit 33 Leuten heißt das vor allem Entlastung. Anfragen und Angebote haben wieder eine feste Zuständigkeit, Kunden bekommen eine klare Ansprechperson, und die Geschäftsführung ist frei für ihre eigentliche Arbeit. Wo AMS, Jobportale und Zeitschriften kaum passende Bewerbungen gebracht hatten, lag nach zwei Wochen eine echte Auswahl vor. Die Lücke war geschlossen, bevor sie den Alltag nachhaltig bremsen konnte.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Dort suchen, wo die Tätigkeit schon gemacht wird
Für eine Innendienststelle mit Technikbezug sind Baustoffhandel, Fenster- und Fassadenbau oder Auftragsabwicklung naheliegende Herkunftsbranchen. Formulieren Sie Ihre Anzeige für genau diese Leute.
Die Kombination im Gespräch prüfen
Kaufmännisch stark oder technisch stark finden Sie leichter als beides zusammen. Ein kurzer Praxisfall im Telefonat, etwa eine typische Kundenanfrage, zeigt schnell, ob beides da ist.
Die Größe des Teams als Vorteil nennen
In einem kleinen Betrieb sieht man die Wirkung der eigenen Arbeit sofort. Sagen Sie das Menschen aus großen Strukturen, für sie ist es ein handfester Grund zu wechseln.
Quellen
- WKO Firmen A bis Z: SADLER-LICHTKUPPELN Kunststoffverarbeitungs GmbH
- Wirtschaftszeit: Sadler-Lichtkuppeln Kunststoffverarbeitungs-GmbH
- SADLER Lichtkuppeln (Website)
- WKO Niederösterreich: Mangelberufsliste 2026 (bundesweit und regional)
- WKO Fachkräfte-Radar 2026
- AMS: Übersicht über den Arbeitsmarkt, August 2026



