rmDATA entwickelt seit 1985 in Pinkafeld Software für Vermessung, Geoinformation und 3D-Daten. Mehr als 1.500 Kunden im DACH-Raum und darüber hinaus arbeiten damit. In der Zusammenarbeit mit rmDATA haben wir eine Kampagne für die Stelle Vertrieb und Customer Success im Vermessungswesen aufgesetzt, die bis 6. Juli 2026 lief. Die Story zeigt, wie wir ein so schmales Profil gesucht haben.
Verkaufen kann man lernen, Vermessung muss man kennen
Über 100 Mitarbeiter arbeiten für rmDATA in Pinkafeld, Wien und Gmünd sowie in Deutschland und der Schweiz. Die Software deckt geodätische Berechnung, CAD, GIS, Infrastruktur- und Grundstücksinformationen sowie Punktwolken ab.
Wer solche Produkte verkauft und Kunden betreut, muss verstehen, wie ein Vermessungsbüro arbeitet. Vertriebsleute gibt es viele, solche mit Vermessungshintergrund kaum. Dazu kommt die Lage: Im Südburgenland wohnen wenige passende Fachkräfte, und Wien und Graz werben um dieselben Köpfe.
Der Mangel trifft auch Softwarehäuser
64 Berufe stehen 2026 auf der bundesweiten Mangelberufsliste. Dort landet ein Beruf, wenn auf eine beim AMS gemeldete offene Stelle weniger als 1,5 Arbeitsuchende kommen. Wie stark das die Betriebe trifft, zeigt das WKO Fachkräfte-Radar mit über 2.100 befragten Unternehmen: Mehr als drei Viertel spüren den Mangel, 56 Prozent stark oder sehr stark. Ebenso viele, nämlich 56 Prozent, verlieren Umsatz, weil Leute fehlen.
Bei einer Stelle an der Schnittstelle von Vertrieb und Fachgebiet ist der Kreis noch kleiner. Hier zählt jede einzelne passende Bewerbung.
So sind wir für rmDATA vorgegangen
Wir haben mit rmDATA zuerst das Profil geschärft. Gesucht war kein klassischer Verkäufer, sondern jemand, der Vermessern auf Augenhöhe begegnet und sie nach dem Kauf weiter begleitet. Unsere Kampagne hat deshalb Menschen aus dem Vermessungswesen und der Geoinformation angesprochen und ihnen eine Aufgabe gezeigt, in der sie ihr Fachwissen behalten und trotzdem etwas Neues machen.
Unser System hat nach passendem Hintergrund im Umkreis der Standorte gesucht. Im Telefonat hat unser Team dann geklärt, wie viel Vermessungspraxis jemand mitbringt, wo er wohnt und welcher Gehaltsrahmen passt. So lagen Lebenslauf und Gesprächsnotiz vor, bevor bei rmDATA jemand Zeit investiert hat.
- AdVentureKI: Wir haben die Stelle vor dem Start mit über 100 Datenpunkten geprüft und die Besetzungswahrscheinlichkeit berechnet.
- Kampagne Vertrieb / Customer Success: Wir haben die Stelle bis 6. Juli 2026 an Fachleute aus Vermessung und Geoinformation ausgespielt.
- AdVentory: Unser System hat 850.000 Profile im DACH-Raum nach Geomatik- und Vertriebshintergrund durchsucht.
- Telefonische Vorqualifizierung: Unser Team hat Fachhintergrund, Wohnort, Gehaltsvorstellung und Verfügbarkeit besprochen.
- AdVentory OS: rmDATA hat jede Bewerbung samt Gesprächsnotiz an einem Ort eingesehen.
Vorqualifizierte Kandidaten für eine Stelle zwischen Vertrieb und Vermessung
Bis zum Ende der Kampagne am 6. Juli 2026 kam jede Bewerbung mit Lebenslauf in unser System. Bei einem Profil, das Vertrieb und Vermessung verbindet, ist die Menge nicht das Ziel. Wichtig war, dass die Fachabteilung über Können sprechen kann, weil Wohnort und Gehaltsrahmen schon geklärt sind.
Für rmDATA war die Kampagne zugleich ein Auftritt als Arbeitgeber in einer Branche, in der man einander kennt. Vermesser, die die Software täglich nutzen, haben das Unternehmen von einer neuen Seite gesehen. Die Bewerbungen liegen samt Notizen weiterhin gebündelt in AdVentory OS.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Das Fachgebiet vor die Funktion stellen
Suchen Sie Vertriebsleute für ein Spezialprodukt, dann sprechen Sie Anwender an. Verkaufen lässt sich leichter lernen als ein Fach.
Eigene Kunden sind ein Bewerbermarkt
Wer Ihr Produkt kennt, kann es glaubwürdig erklären. Zeigen Sie Stellen auch dort, wo Ihre Anwender unterwegs sind.
Rahmenbedingungen vorab klären
Wenn Wohnort und Gehalt vor dem Erstgespräch feststehen, bleibt im Gespräch Zeit für die fachliche Tiefe.



