Ressenig baut in Villach und im steirischen Kobenz Lkw-Aufbauten, Anhänger und Panzerungen. Fast jeder Beruf, den der Betrieb dafür braucht, steht auf der Mangelberufsliste. In der Zusammenarbeit haben wir für Produktion und Werkstatt gesucht, die Stelle eines Alu-Schweißers ist besetzt. Die Story zeigt, wie wir Metallfachkräfte erreicht haben, die längst woanders arbeiten.
Ein Familienbetrieb in vierter Generation braucht Metallprofis an zwei Standorten
Ressenig blickt auf rund 120 Jahre Geschichte zurück und wird in vierter Generation geführt. Begonnen hat alles als Huf- und Wagenschmiede. Heute entstehen in Villach und im Produktions- und Servicezentrum in Kobenz Aufbauten und Anhänger für Bau, Forst und Kommunen, Panzerungen für Sicherheits- und Militärfahrzeuge, dazu kommen Lohnfertigung und Reparaturservice.
Jeder Aufbau verlangt Menschen, die schweißen, schlossern, lackieren und Hydraulik und Elektrik sauber verbauen. Panzerungen und Kommunalfahrzeuge mit komplexer Hydraulik verzeihen keine Fehler. Solche Leute findet man selten kurzfristig über ein Inserat. Sie sind beschäftigt, werden von vielen Betrieben umworben und schicken oft keinen klassischen Lebenslauf.
Die Kernberufe des Fahrzeugbaus fehlen überall
Die Fachkräfteverordnung 2026 führt bundesweit Schweißer, Schlosser, Bau-, Blech- und Konstruktionsschlosser, Karosseriespengler, Lackierer, Kraftfahrzeugmechaniker und Elektromechaniker als Mangelberufe. Sogar die Huf- und Wagenschmiede, der Ursprungsberuf von Ressenig, steht auf der Liste.
Laut Fachkräfte-Radar der WKO spüren in der Herstellung von Waren 58 Prozent und im Handwerk 62 Prozent der Betriebe einen Fachkräftemangel. 56 Prozent aller befragten Betriebe haben deshalb schon Umsatz verloren. Rund um Villach tritt ein Fahrzeugbauer gegen eine starke Industrie an, im Murtal rund um Kobenz gegen andere Metallbetriebe. Zwei Standorte heißen also zwei Arbeitsmärkte, jeder mit eigenem Pendelradius und eigenen Mitbewerbern.
Was wir für Ressenig umgesetzt haben
Wer gut schweißt, hat genug Angebote. Wir haben uns deshalb zuerst gefragt, was einen Schweißer dazu bringt, sich einen Fahrzeugbauer genauer anzusehen. Gemeinsam mit Ressenig haben wir die Antwort in der Vielfalt der Arbeit gefunden: vom Kipperaufbau für die Baustelle über Forst- und Kommunalfahrzeuge bis zur Panzerung für Sicherheitsfahrzeuge. In unseren Anzeigen stand, an welchen Fahrzeugen jemand arbeiten würde, und nicht bloß ein Stellentitel.
Villach und Kobenz haben wir als zwei getrennte Märkte behandelt, jeweils mit eigenem Ortsbezug. Unser System hat die Suche im Umkreis ausgespielt und auch Leute erreicht, die nicht aktiv suchten. Am Telefon hat unser Team konkret nachgefragt: welche Schweißverfahren sitzen, welche Erfahrung mit Hydraulik und Nutzfahrzeugen besteht, welche Führerscheinklassen vorhanden sind und wo jemand wohnt.
- AdVentory hat Schweißer, Schlosser und Mechaniker im Umkreis der Standorte erreicht, auch jene, die gerade nicht suchten.
- Kurzbewerbung: Die Bewerbung ging in wenigen Klicks ohne Anschreiben, passend für Leute aus der Werkstatt.
- Telefonische Vorqualifizierung durch unser Team hat Schweißverfahren, Hydraulik, Führerscheinklassen und Wohnort geklärt.
- AdVentory OS hat Ressenig die Bewerbungen sortiert nach Standort gezeigt, mit Lebenslauf und nächstem Termin.
Eine Stelle besetzt: der Alu-Schweißer ist an Bord
Ressenig hat einen Alu-Schweißer eingestellt. Werkstatt- und Produktionsleitung haben von uns vorqualifizierte Profile mit Lebenslauf bekommen. Vorauswahl, Durchtelefonieren und das Nachfragen nach Unterlagen haben wir übernommen.
In Mangelberufen zählt, dass die richtigen Leute rechtzeitig am Tisch sitzen, und weniger die Zahl der Bewerbungen. Für einen Familienbetrieb ist gewonnene Zeit der eigentliche Unterschied. Jede Stunde, die nicht in Vorgespräche mit unpassenden Bewerbern fließt, bleibt für Aufträge und Kunden.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Die Arbeit selbst verkaufen
Metallfachkräfte wechseln selten wegen eines Obstkorbs, eher wegen abwechslungsreicherer Arbeit. Schreiben Sie konkrete Projekte wie Kipper, Kommunalfahrzeuge oder Sonderbau in Ihre Anzeige.
Jeden Standort getrennt ausschreiben
Zwei Werke haben zwei Einzugsgebiete und zwei Gruppen von Mitbewerbern. Eine gemeinsame Anzeige für beide Orte erreicht in keinem die richtigen Leute.
Im ersten Anruf das Handwerk abfragen
Schweißverfahren, Hydraulikerfahrung und Führerscheinklassen sagen mehr als ein Zeugnis. Wenn Sie das früh klären, sparen Sie Ihrer Werkstattleitung Probetage mit unpassenden Kandidaten.



