Reidl ist seit 2000 die Adresse für alles rund ums Auto in Bürmoos, eine freie Werkstatt mit Fahrzeughandel und sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. In der Zusammenarbeit haben wir das Employer Branding des Betriebs umgesetzt. Die Story zeigt, wie wir aus einer mehrfach ausgezeichneten Werkstatt einen Arbeitgeber gemacht haben, den Kfz-Techniker im Flachgau auch als solchen wahrnehmen.
Eine freie Werkstatt braucht Generalisten
Reidl in der Stierlingwaldstraße repariert und wartet alle Marken, macht die Pickerl-Überprüfung bis 3,5 Tonnen, tauscht Scheiben, wartet Klimaanlagen, vermisst Achsen in 3D und kümmert sich um Autoelektrik. Dazu kommen An- und Verkauf, Abschlepp- und Pannendienst, Reifeneinlagerung und ein Leihwagen während der Reparatur. Der Betrieb wurde mehrfach als Werkstatt des Jahres ausgezeichnet.
Wer dort arbeitet, muss Diagnose und Mechanik gleichermaßen beherrschen. In einem Team von sieben Personen fällt jeder Einzelne auf, im Guten wie im Schlechten. Kunden kannten Reidl längst als gute Werkstatt. Als Arbeitgeber war der Betrieb dagegen kaum beschrieben, und im Salzburger Flachgau ziehen Markenhäuser in der Stadt Salzburg und Betriebe in Bayern dieselben Leute an.
Der Mangel trifft kleine Betriebe direkt im Umsatz
Für das WKO Fachkräfte-Radar wurden über 2.100 Betriebe befragt. Mehr als drei Viertel spüren den Fachkräftemangel, 56 Prozent stark oder sehr stark. Ebenfalls 56 Prozent melden Umsatzeinbußen, weil Personal fehlt. In einer Werkstatt heißt das: Die Hebebühne ist frei, aber der Termin kann erst in drei Wochen vergeben werden.
Die bundesweite Mangelberufsliste 2026 führt 64 Berufe. Ein Beruf gilt als Mangelberuf, wenn auf eine beim AMS gemeldete offene Stelle weniger als 1,5 Arbeitsuchende kommen. Gute Techniker sind in so einem Markt fast immer beschäftigt. Sie wechseln nur, wenn sie einen Betrieb schon kennen und ihm etwas zutrauen.
Wie wir Reidl als Arbeitgeber sichtbar gemacht haben
Am Anfang stand bei uns die Frage, warum ein Kfz-Techniker gerade nach Bürmoos kommen sollte. Gemeinsam mit Werner Reidl haben wir die Antworten gesammelt: alle Marken statt immer derselben Modellreihe, moderne Ausstattung wie die 3D-Achsvermessung, ein kleines Team mit kurzen Wegen zum Chef und Auszeichnungen, die für saubere Arbeit stehen. Das sind Argumente, die in keinem Kundenprospekt stehen, weil sie sich an Kollegen richten.
Daraus haben wir den Arbeitgeberauftritt gebaut. Unser Team hat die Botschaften so formuliert, wie man in der Werkstatt redet, und sie dorthin gebracht, wo Techniker aus der Umgebung sie sehen: über mehr als 30 Kanäle und auf die Karriereseite. Wir haben bewusst nicht den größten Betrieb gespielt, sondern den genauesten.
- Arbeitgeberprofil: Wir haben mit dem Inhaber herausgearbeitet, was die Arbeit bei Reidl von der in einem Markenhaus unterscheidet.
- Botschaften für Techniker: Unser Team hat Markenvielfalt, Ausstattung und Teamgröße in klare Aussagen übersetzt.
- Sichtbarkeit im Flachgau: Wir haben den Auftritt auf die Ausspielung über mehr als 30 Kanäle und die Karriereseite ausgerichtet, damit ihn auch Techniker sehen, die nicht aktiv suchen.
- Anschluss an unser System: Für eine offene Stelle stehen AdVentory mit 850.000 Profilen im DACH-Raum und die telefonische Vorqualifizierung durch unser Team bereit.
Sieben Leute, ein klares Bild: Der Arbeitgeberauftritt von Reidl steht
Das Employer Branding für Reidl ist umgesetzt. Der Betrieb hat heute eine Beschreibung von sich als Arbeitgeber, die zu den Auszeichnungen als Werkstatt passt. Wer als Techniker im Raum Bürmoos über einen Wechsel nachdenkt, findet konkrete Gründe und nicht nur eine Adresse.
Für den Inhaber ändert sich vor allem der Ausgangspunkt. Wenn eine Stelle zu besetzen ist, beginnen wir nicht bei null. Die Argumente liegen vor, und unser System kann darauf aufsetzen, mit Kurzbewerbung ohne Anschreiben und einem Vorgespräch am Telefon, bevor der Chef die Hebebühne verlässt.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Auszeichnungen auch Bewerbern zeigen
Ein Preis wie die Werkstatt des Jahres sagt Kunden etwas über Qualität. Sagen Sie dazu, was er für das Team bedeutet, etwa gute Ausstattung und Zeit für saubere Arbeit.
Die Breite als Vorteil erklären
Alle Marken zu betreuen ist anspruchsvoll und für viele Techniker reizvoll. Beschreiben Sie, welche Arbeiten in einer normalen Woche anfallen.
Das kleine Team ehrlich beschreiben
Sieben Leute heißt Verantwortung und kurze Wege. Wer das offen schreibt, zieht jene an, die genau das suchen, und erspart sich Gespräche mit den anderen.



