Reha Wels ist seit 2022 von zwei auf sieben Fachbereiche gewachsen und braucht dafür Therapeuten, Ärzte und weitere Gesundheitsberufe. In der Zusammenarbeit haben wir die Personalsuche für das Zentrum aufgebaut, mit einer Botschaft, die ambulante Reha von Spital und Kassenpraxis abhebt. Die Story zeigt, wie wir dabei vorgegangen sind und was Gesundheitseinrichtungen daraus mitnehmen können.
Mehr Fachbereiche brauchen mehr und andere Fachkräfte
Reha Wels ist ein Zentrum für ambulante medizinische Rehabilitation in Wels, betrieben von der PKA Private Krankenanstalt Wels und Mitglied im Verband der Privatkrankenanstalten. Seit September 2022 deckt das Zentrum sieben Fachbereiche ab. Zu Kardiologie und Pulmologie kamen Orthopädie, Stoffwechsel, Onkologie, Neurologie und Psychiatrie. Die Reha dauert bis zu sechs Wochen, danach folgt eine Nachsorge über sechs bis neun Monate.
Jede neue Indikation stellt eigene Anforderungen an Therapie und Betreuung. Getragen wird das Angebot von Ärzten, Therapeuten, Diätologie, Psychologie und Sozialarbeit. Jede offene Stelle begrenzt direkt, wie viele Patientinnen und Patienten aufgenommen werden können. Die passenden Fachkräfte arbeiten meist bereits in Spitälern, Kassenpraxen oder als Wahltherapeuten und suchen nicht aktiv.
Das Leitbild lautet Hilfe zur Selbsthilfe. Für Fachkräfte heißt das, Patienten über Wochen zu begleiten und ihre Fortschritte zu sehen, statt sie nach wenigen Tagen wieder abzugeben.
Die Wartezeiten steigen, die Fachkräfte fehlen
Die Fachkräfteverordnung 2026 führt Gesundheitsberufe bundesweit als Mangelberufe, darunter Ärzte, diplomiertes Gesundheits- und Krankenpflegepersonal sowie medizinisch-technische Fachkräfte. In Oberösterreich stehen zusätzlich Masseure auf der regionalen Liste.
Gleichzeitig wächst der Bedarf. Laut der Österreichischen Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation stieg die mittlere Wartezeit auf Leistungen der physikalischen Medizin von 8 Tagen im Jahr 2012 auf 39 Tage im Jahr 2024. Als Gründe werden unter anderem eine alternde Bevölkerung und mehr chronische Erkrankungen genannt. Für Einrichtungen wie Reha Wels heißt das: Mehr Menschen warten auf Therapie, und Spitäler, Kassenpraxen und Wahltherapeuten werben um dieselben Fachkräfte. Wer Personal gewinnen will, muss erklären, warum die Arbeit hier anders ist.
Zeit für den einzelnen Patienten: darauf haben wir die Suche gebaut
Gemeinsam mit Reha Wels haben wir zuerst festgelegt, wen wir ansprechen: Therapeutinnen, Diätologen und weitere Fachkräfte, die ihren Beruf gewählt haben, um Menschen weiterzubringen, und im Spitalsalltag dafür kaum Zeit finden. Ihnen bietet ambulante Rehabilitation planbare Therapiezeiten statt Schichtbetrieb, Patienten, die aktiv mitarbeiten, und ein Team, in dem alle Berufsgruppen eng zusammenarbeiten. Seit dem Ausbau zählt auch die fachliche Bandbreite von Kardiologie bis Psychiatrie dazu.
Diese Botschaft haben wir im Raum Wels, Linz, Grieskirchen und Eferding über mehr als 30 Kanäle ausgespielt, für ärztliche Stellen ergänzt um direkte Ansprache aus AdVentory. Die Bewerbung haben wir auf wenige Klicks gekürzt, weil viele Therapeutinnen neben der Arbeit keine Zeit für lange Formulare haben. Am Telefon klärt unser Team Berufsberechtigung, gewünschtes Stundenausmaß, Anfahrt und die Frage, welcher Fachbereich jemanden besonders interessiert.
- Ansprache im Umkreis: Wir erreichen Therapeuten und Pflegekräfte rund um Wels, die gerade nicht aktiv suchen.
- Kurzbewerbung: Interessierte melden sich in wenigen Klicks, ohne Anschreiben.
- Telefonische Vorqualifizierung durch unser Team klärt Berufsberechtigung, Stundenausmaß, Wohnort und den gewünschten Fachbereich.
- AdVentory OS zeigt der Leitung jede Bewerbung mit Lebenslauf und den Stand jeder Besetzung über alle Fachbereiche.
Was für Reha Wels steht: eine eigene Ansprache je Fachbereich
Für ein Zentrum mit sieben Fachbereichen haben wir keine große Sammelkampagne gebaut. Jeder Fachbereich braucht eigene Profile und eine eigene Ansprache, und genau so haben wir die Suche angelegt. Die ärztliche und therapeutische Leitung sieht im Portal alle offenen Stellen, jede Bewerbung mit Lebenslauf und die nächsten Termine.
Vor jedem Termin weiß die Leitung damit, ob jemand passt und wofür. Wir nennen in der Ansprache offen, welches Stundenausmaß möglich ist, und erreichen so auch Fachkräfte, die heute mehrere Teilzeitstellen kombinieren. Jede besetzte Stelle bedeutet mehr Plätze in der Reha und Entlastung für ein Team, in dem Ausfälle sonst direkt die Aufnahme bremsen.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Mit dem Arbeitsalltag werben
Planbare Therapiezeiten und Zeit für den einzelnen Patienten sind im Gesundheitswesen ein echtes Argument. Beschreiben Sie konkret, wie ein Arbeitstag bei Ihnen aussieht. Planbare Termine statt Schichtdienst sagen mehr als jedes Leitbild.
Stundenausmaß offen nennen
Viele Fachkräfte suchen eine bestimmte Wochenstundenzahl. Schreiben Sie in die Anzeige, welche Modelle möglich sind, und klären Sie den Wunsch gleich im ersten Telefonat. Wer heute mehrere Teilzeitstellen kombiniert, sucht oft genau so ein Angebot.
Berufsberechtigung vorab prüfen
In Gesundheitsberufen entscheidet die Berechtigung, ob jemand überhaupt arbeiten darf. Prüfen Sie Ausbildung und Eintragung, bevor die Leitung einen Termin vergibt. Das erspart der Leitung Gespräche, die am Ende an einer fehlenden Berechtigung scheitern.



