In der Ölmühle von RAPSO in Aschach an der Donau wird Rapsöl gepresst, abgefüllt und verpackt. In der Zusammenarbeit mit uns hat das Unternehmen zwei Stellen in der Technik besetzt, einen Betriebselektriker und einen Maschinenbautechniker. Die Story zeigt, wie wir Techniker erreicht haben, die sonst in den Linzer Zentralraum pendeln, und warum ein bekanntes Produkt dabei unser stärkstes Argument war.
In einer kompakten Ölmühle fällt jede offene Stelle sofort auf
Die RAPSO Österreich GmbH gehört zu 100 Prozent zur Linzer VOG AG. Die Ölmühle in Aschach wurde 1989 errichtet, 1993 übernahm die VOG Gruppe. Laut Wirtschaftsforum arbeiteten 2013 rund 1.200 Vertragslandwirte für RAPSO und 28 Mitarbeitende in der Mühle. Die Exportquote liegt laut Firmendaten bei 72 Prozent.
Pressen, Raffination, Abfüllung und Qualitätssicherung müssen zuverlässig laufen, Standards wie IFS verlangen dokumentierte Abläufe und geschultes Personal. In einem so kompakten Betrieb ist jede Position nur wenige Male besetzt. Fehlt jemand in der Instandhaltung, merkt man es am selben Tag. Eine klassische Stellenanzeige erreicht vor allem Menschen, die ohnehin suchen, und die haben im Zentralraum viele Alternativen.
Elektriker und Maschinenbautechniker sind in Oberösterreich doppelt gefragt
Die bundesweite Mangelberufsliste 2026 umfasst 64 Berufe. Darauf stehen Elektromechaniker, Maschinenschlosser und Techniker für Maschinenbau, die Produktionsanlagen warten. In Oberösterreich sind zusätzlich Elektroberufe als regionale Mangelberufe gelistet.
Im WKO Fachkräfte-Radar mit über 2.100 befragten Betrieben spüren über drei Viertel einen Fachkräftemangel, in der Industrie sind es 58 Prozent. Österreichweit fehlen demnach rund 155.000 Fachkräfte, und 56 Prozent der Betriebe melden Umsatzeinbußen durch fehlendes Personal. Ein Instandhalter aus Eferding oder Grieskirchen kann also zwischen Lebensmittelbetrieb, Metallindustrie und Anlagenbau wählen. Große Industriebetriebe werben mit Bekanntheit und Größe, ein kleiner Betrieb braucht ein anderes Argument.
Was wir für RAPSO umgesetzt haben
Kaum ein Arbeitgeber in Aschach hat ein Produkt, das die Kandidaten schon selbst gekauft haben. Wir haben die Ansprache deshalb gemeinsam mit RAPSO um die Ölmühle gebaut, in der Rapsöl aus österreichischem Vertragsanbau gentechnikfrei gepresst und abgefüllt wird. Stolz auf das Produkt, kurze Wege und ein kleines Team haben wir als Gegenposition zur Anonymität im Großkonzern erzählt.
Die Zielgruppe haben wir breiter gefasst, als es auf den ersten Blick nötig scheint: Elektromechaniker und Maschinenschlosser für die Instandhaltung, dazu Menschen mit technischem Geschick aus Eferding, Grieskirchen und Linz-Land. Erreicht haben wir sie über mehr als 30 Kanäle im Umkreis der Mühle. Im Telefonat hat unser Team Arbeitszeiten, Hygieneregeln und dokumentierte Abläufe nach IFS offen besprochen, damit niemand erst am ersten Tag merkt, was Lebensmittelstandards im Alltag bedeuten.
- AdVentory hat Fachkräfte aus Eferding, Grieskirchen und Linz-Land über mehr als 30 Kanäle erreicht, auch wenn sie gerade nicht suchten.
- Kurzbewerbung hat die Bewerbung in wenigen Klicks möglich gemacht, ohne Anschreiben.
- Telefonische Vorqualifizierung durch unser Team hat Arbeitszeiten, Hygieneregeln, Wohnort und Erfahrung in der Instandhaltung geklärt.
- AdVentory OS hat RAPSO jede Bewerbung mit Lebenslauf und Stand an einem Ort gezeigt.
Zwei Stellen besetzt: ein Betriebselektriker und ein Maschinenbautechniker
Unser Team hat jeden Kandidaten telefonisch vorqualifiziert. Wer am Telefon bei den Hygieneregeln gezögert hat, ging nicht an RAPSO weiter. Die Leitung hat Lebensläufe von Menschen bekommen, die über Aufgaben, Arbeitszeiten und Rahmenbedingungen schon Bescheid wussten. RAPSO hat daraus einen Betriebselektriker und einen Maschinenbautechniker eingestellt.
Jede Besetzung zählt in einem kleinen Team doppelt, weil sie sofort Urlaube, Krankenstände und Wartungsfenster entlastet. Wer in der Instandhaltung einmal eingearbeitet ist, kennt jede Presse und jede Abfüllanlage und bleibt in einem kleinen Team oft viele Jahre.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Mit dem eigenen Produkt werben
Wenn Bewerber Ihr Produkt aus dem Alltag kennen, zeigen Sie es in der Anzeige. Wiedererkennung schafft Vertrauen, das ein unbekannter Konzernname nicht hat.
Hygieneregeln früh ansprechen
Kleidung, Schmuckverbot und Dokumentation schrecken manche ab. Wenn Sie das im ersten Anruf klären, sparen Sie sich Abbrüche in der ersten Woche.
Instandhaltung breiter denken
Elektromechaniker oder Schlosser aus anderen Branchen lassen sich in Lebensmittelanlagen einarbeiten. Suchen Sie nach Handwerk und Haltung und planen Sie eine Einschulung zu Hygiene und Dokumentation ein.



