Die Baumeister Ing. Willibald Rainer Ges.m.b.H., kurz Rainerbau, baut seit 1966 in Oberkärnten. In der Zusammenarbeit mit Rainerbau haben wir einen Polier und einen Facharbeiter gesucht, und beide Stellen sind besetzt. Die Story zeigt, wie wir vorgegangen sind und was Baumeisterbetriebe in dünn besiedelten Regionen daraus mitnehmen können.
Ein Oberkärntner Baumeisterbetrieb braucht Führung und Fachkraft
Rainerbau sitzt in Kolbnitz in der Gemeinde Reißeck und besteht seit 1966. Der Familienbetrieb wird in zweiter Generation geführt. Er baut private Wohnhäuser, übernimmt Um- und Zubauten, Sanierungen, Außenanlagen und Erdarbeiten und arbeitet auch als Generalunternehmer in Oberkärnten.
Der Polier führt die Baustelle, der Facharbeiter setzt die Arbeit um. Beide Rollen verlangen eine Ausbildung am Bau. In einem Tal mit wenigen Einwohnern ist die Auswahl klein. Wer das Handwerk beherrscht, ist in der Regel bereits beschäftigt. Für Rainerbau waren damit zwei Stellen offen, von denen eine die Leitung der Baustelle betrifft.
56 Prozent der Betriebe verlieren Umsatz, weil Personal fehlt
Die bundesweite Mangelberufsliste 2026 umfasst 64 Berufe. Als Mangelberuf gilt ein Beruf, wenn auf eine beim AMS gemeldete offene Stelle weniger als 1,5 Arbeitsuchende kommen. Für einen Betrieb heißt das: Auf ein Inserat allein meldet sich in vielen Berufen kaum jemand, weil es schlicht zu wenige Suchende gibt.
Der WKO Fachkräfte-Radar mit über 2.100 befragten Betrieben zeigt, wie breit das Problem ist. Über drei Viertel der Betriebe spüren den Fachkräftemangel, 56 Prozent stark oder sehr stark. Ebenfalls 56 Prozent melden Umsatzeinbußen, weil Personal fehlt. Für einen Baumeister ist das unmittelbar spürbar. Fehlt der Polier, fehlt die Person, die eine Baustelle führt, und ein Auftrag lässt sich schwer zusagen.
Was wir für Rainerbau umgesetzt haben
Wir haben für Rainerbau zwei Positionen beworben, den Polier und den Facharbeiter. Unser System hat dafür Profile von Polieren, Vorarbeitern und Baufacharbeitern im Umkreis von Reißeck gesucht. Über mehr als 30 Kanäle, die Karriereseite und Empfehlungen haben wir auch Fachkräfte erreicht, die gerade nicht aktiv gesucht haben.
Jeden Interessenten hat unser Team angerufen. Am Telefon haben wir Eignung, Wohnort, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung geklärt. Den Lebenslauf haben wir vorab eingeholt und zusammen mit einer Gesprächsnotiz an Rainerbau übergeben. Die Geschäftsführung konnte sich so auf Gespräche mit Menschen beschränken, die für die Baustelle wirklich in Frage kamen.
- AdVentory hat 850.000 Profile im DACH-Raum nach Polieren, Vorarbeitern und Baufacharbeitern durchsucht, eingegrenzt auf den Umkreis von Reißeck.
- Kurzbewerbung: Interessierte konnten sich in wenigen Klicks melden, ohne Anschreiben.
- Telefonische Vorqualifizierung durch unser Team hat Eignung, Wohnort, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung geklärt.
- AdVentory OS hat Rainerbau alle offenen Stellen und jede Bewerbung an einem Ort gezeigt.
Zwei Stellen besetzt: ein Polier und ein Facharbeiter
Rainerbau hat einen Polier und einen Facharbeiter eingestellt. Damit sind beide Stellen besetzt, die wir gemeinsam gesucht haben.
Für einen Familienbetrieb in zweiter Generation ist vor allem der Polier eine Schlüsselrolle. Mit ihm hat eine weitere Baustelle eine Leitung, und mit dem Facharbeiter kommt die Hand dazu, die die Arbeit umsetzt. Uns war wichtig, dass der Betrieb dafür nicht selbst Unterlagen sortieren musste. Die Gespräche waren vorbereitet, Lebenslauf und Gesprächsnotiz lagen vor, und die Entscheidung blieb dort, wo sie hingehört: bei Rainerbau.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Führungsrollen am Bau gezielt ansprechen
Ein Polier wechselt selten wegen einer Anzeige. Sprechen Sie Vorarbeiter und Poliere im Umkreis direkt an und sagen Sie klar, welche Baustellen und welche Verantwortung warten.
Die Region als Argument nutzen
Wer in Oberkärnten wohnt, möchte meist auch dort arbeiten. Nennen Sie Ihr Einsatzgebiet, damit Fachkräfte sehen, dass der Arbeitsplatz in ihrer Nähe liegt.
Mit Lebenslauf und Notiz ins Gespräch gehen
Lassen Sie sich vor dem ersten Termin Lebenslauf und die wichtigsten Eckdaten geben. Sie sparen Zeit und können im Gespräch über die Baustelle reden statt über Formalitäten.



