Polleres Plastic in Rohrbach bei Mattersburg fertigt seit 1970 Tiefziehteile für Lebensmittel, Garten und Industrie und verarbeitet dabei ausschließlich Recyclingkunststoff. In der Zusammenarbeit haben wir das Employer Branding des Betriebs umgesetzt. Die Story zeigt, wie wir ein Produktionsteam von rund 20 Leuten für Kunststofftechniker und Maschinenführer im Burgenland sichtbar gemacht haben.
Kunststofftechnik ist im Burgenland ein seltener Beruf
Am Anfang stand eine Halle, die für den Malerbetrieb nicht passte. Johann Polleres machte 1970 daraus eine Kunststoffverarbeitung. Heute gehört Polleres Plastic zur Polleres Gruppe mit rund 300 Beschäftigten. Rund 20 Mitarbeiter produzieren Obst- und Gemüseschalen, Eierverpackungen, Pflanztrays, Transporttrays für Elektronik und Automotive, Displays und Klappblister.
Der Betrieb braucht Kunststofftechniker, Maschineneinsteller, Werkzeugbauer und Instandhalter. Im Bezirk Mattersburg ist die Auswahl schmal, und der Wiener Raum zieht Pendler ab. Ein Team dieser Größe kann eine Lücke nicht lange tragen. Zugleich wusste außerhalb der Branche kaum jemand, was in Rohrbach hergestellt wird.
Der Arbeitsmarkt hinter dem Problem
64 Berufe stehen 2026 auf der bundesweiten Mangelberufsliste. Gemeint sind Berufe, bei denen auf eine beim AMS gemeldete offene Stelle weniger als 1,5 Arbeitsuchende kommen.
Das WKO Fachkräfte-Radar, eine Befragung von über 2.100 Betrieben, zeigt die Folgen. Mehr als drei Viertel der Betriebe spüren den Fachkräftemangel, 56 Prozent stark oder sehr stark, und 56 Prozent melden Umsatzeinbußen durch fehlendes Personal. In der Produktion bedeutet eine unbesetzte Stelle an der Maschine, dass eine Schicht dünner besetzt ist oder ein Auftrag später ausgeliefert wird.
Wie wir den Auftritt von Polleres Plastic aufgebaut haben
Wir haben mit Polleres Plastic drei Dinge herausgearbeitet, die für den Betrieb als Arbeitgeber sprechen. Das erste ist das Material: Wer hier arbeitet, verarbeitet ausschließlich Recyclingkunststoff. Das zweite ist die Größe, denn in einem Team von rund 20 Leuten kennt jeder die ganze Fertigung. Das dritte ist die Gruppe im Hintergrund, die mit rund 300 Beschäftigten Stabilität gibt.
Unser Team hat diese Punkte in einen Arbeitgeberauftritt gebracht und für die Ausspielung über mehr als 30 Kanäle und die Karriereseite aufbereitet. Wir haben die Produkte bewusst gezeigt, von der Eierverpackung bis zum Transporttray, damit auch jemand aus einer anderen Branche versteht, woran er arbeiten würde. Gemeinsam mit dem Betrieb haben wir den Auftritt auf den Raum Mattersburg und auf Auspendler nach Wien ausgerichtet.
- Recycling als Botschaft: Wir haben das Material zum Kern des Auftritts gemacht.
- Produkte zum Anfassen: Unser Team hat gezeigt, welche Teile in Rohrbach entstehen und wo sie im Alltag landen.
- Kleines Team, große Gruppe: Wir haben die Arbeit im überschaubaren Betrieb mit der Sicherheit der Polleres Gruppe verbunden.
- Suche nach Verfahrenserfahrung: Für einzelne Stellen kann AdVentory 850.000 Profile im DACH-Raum nach Kunststoff- und Produktionshintergrund durchsuchen.
Rund 20 Leute, ein klares Profil: Das Employer Branding ist umgesetzt
Wir haben das Employer Branding für Polleres Plastic umgesetzt. Der Betrieb erklärt jetzt in wenigen Sätzen, was er herstellt, woraus und mit wem. Für Fachkräfte im Bezirk Mattersburg ist Polleres Plastic damit als Arbeitgeber erkennbar.
Die Produktionsleitung hat eine Grundlage, wenn eine Stelle zu besetzen ist. Dann klärt unser Team am Telefon Eignung, Wohnort, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung, bevor im Betrieb ein Gespräch stattfindet. In einem kleinen Team wiegt jede Personalentscheidung schwer, deshalb soll sie auf geprüften Angaben beruhen.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Das Produkt erklären
Viele wissen nicht, was Tiefziehen ist. Zeigen Sie fertige Teile und beschreiben Sie in einem Satz, wie sie entstehen.
Nachhaltigkeit mit Fakten belegen
Ein Satz wie ausschließlich Recyclingkunststoff ist konkret und überprüfbar. Solche Aussagen wirken stärker als allgemeine Bekenntnisse.
Quereinsteiger mitdenken
Wo ein Beruf selten ist, kommen gute Leute oft aus verwandten Branchen. Schreiben Sie dazu, welche Erfahrung Sie anrechnen und was Sie selbst beibringen.



