Die Pitztaler Gletscherbahn betreibt das Skigebiet am Pitztaler Gletscher und am Rifflsee. In der Zusammenarbeit haben wir einen Elektrotechniker gesucht, über mehr als 30 Kanäle und mit Videomaterial vom Arbeitsplatz, ausgespielt bis Anfang August 2026. Die Story zeigt, wie wir eine Stelle beworben haben, deren größter Nachteil die Lage ist, und warum wir den Arbeitsweg in der Anzeige selbst beantwortet haben.
Stützen und Antriebe auf 3.440 Metern brauchen Fachleute
Laut top.tirol arbeiteten 2025 rund 95 Menschen bei der Pitztaler Gletscherbahn. Das Aushängeschild ist die Wildspitzbahn, die auf 3.440 Meter führt und nach Angaben des Unternehmens die höchste Seilbahn Österreichs ist.
Gesucht war ein Elektrotechniker in Vollzeit mit 38,5 Wochenstunden, der bestehende Anlagen prüft und neue errichtet. Vorausgesetzt wurden eine elektrotechnische Ausbildung, Deutsch und körperliche Fitness, denn gearbeitet wird auch an Stützen und Stationen im hochalpinen Gelände. Der Arbeitsort liegt in Mittelberg am Talschluss. Wer im Inntal wohnt, hat bei einem Elektrobetrieb oder in der Industrie einen deutlich kürzeren Weg. Eine Anzeige, die nur Aufgaben und Anforderungen aufzählt, verliert diesen Vergleich.
Tirol hat die niedrigste Arbeitslosigkeit Österreichs
Im August 2026 lag die Arbeitslosenquote in Tirol bei 3,5 Prozent, dem niedrigsten Wert aller Bundesländer. 13.347 Arbeitslosen standen 7.340 offene Stellen gegenüber. Bei den Lehrstellen ist das Verhältnis noch deutlicher, denn 1.476 offenen Lehrstellen standen nur 500 Suchende gegenüber. Wer in Tirol Fachkräfte braucht, findet kaum freie Leute, sondern muss sie anderen Arbeitgebern abwerben.
Elektrotechnik gehört dabei zu den knappsten Qualifikationen. Techniker für Starkstromtechnik sowie Elektroinstallateure und Elektromonteure stehen auf der bundesweiten Mangelberufsliste 2026. Die Seilbahnbranche braucht viele davon. Laut WKO sichern Österreichs Seilbahnen 17.100 direkte Arbeitsplätze und investieren jährlich rund 500 Millionen Euro in Modernisierung und Beschneiung. Jede neue Anlage braucht Techniker, die sie warten.
Wir haben nicht gegen den Talschluss geworben, sondern mit ihm
Gemeinsam mit der Gletscherbahn haben wir die Zielgruppe eng gefasst: Elektrotechniker, die ihre Freizeit ohnehin am Berg verbringen und für die freies Skifahren mehr zählt als ein kurzer Arbeitsweg. Unsere Anzeigen liefen im Pendelbereich rund um Imst und im Pitztal und haben auch Leute erreicht, die gerade nicht suchen. Die Kampagne war bis 3. August 2026 online.
Die Botschaft haben wir aus den konkreten Benefits gebaut. Freies Skifahren am Pitztaler Gletscher, am Rifflsee, am Kaunertaler Gletscher und in Fendels, auch für Partner und Kinder, die kostenlose Nutzung aller Seilbahnanlagen Österreichs, täglich warmes Mittagessen, Jobrad und Mitarbeiterwohnungen mit Fitnessraum. Den Einwand Arbeitsweg haben wir direkt beantwortet, mit dem Mitarbeiterbus und dem kostenlosen Busticket ab Imst.
Für Bilder und Videos haben wir Aufnahmen vom Arbeitsplatz selbst verwendet: Wildspitzbahn, Bergstation und Gletscherpanorama, dazu ein Elektrotechniker am Verteilerkasten und ein Techniker an einer Seilbahnstütze. So sah jeder sofort, wo und woran er arbeiten würde.
- AdVentureKI hat vorab mit über 100 Datenpunkten gerechnet, wie wahrscheinlich und wie schnell die Stelle am Talschluss zu besetzen ist.
- AdVentory hat unter 850.000 Profilen im DACH-Raum nach Elektrotechnikern gesucht und die Stelle im Pendelbereich über mehr als 30 Kanäle ausgespielt.
- Bild- und Videomaterial: Wir haben den Auftritt mit Motiven von Wildspitzbahn und Bergstation gestaltet.
- Telefonische Vorqualifizierung: Unser Team fragt Ausbildung, Wohnort, Eignung für hochalpines Gelände und Verfügbarkeit ab, bevor jemand zum Gespräch kommt.
Eine Kampagne, die den Arbeitsweg selbst beantwortet
Umgesetzt haben wir die vollständige Suche nach dem Elektrotechniker, vom Konzept bis zur Ausspielung über mehr als 30 Kanäle, online bis 3. August 2026. Die Gletscherbahn hat damit einen Auftritt als Arbeitgeber, der die Lage offen zeigt. Wer die Anzeige gesehen hat, wusste, wo Mittelberg liegt, wie er hinkommt und was er dafür bekommt.
Für einen Betrieb am Talschluss ist ein längerer Vorlauf realistisch als im Inntal. Die Suche lange vor der Wintersaison zu starten und Mitarbeiterwohnung und Bus von Anfang an mitzudenken, war deshalb Teil unseres Vorgehens. Ein Betrieb mit rund 95 Beschäftigten kann eine fehlende Fachkraft in der Elektrotechnik kaum intern ausgleichen, gerade wenn im Winter alle Anlagen gleichzeitig laufen.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Den Arbeitsweg selbst ansprechen
Jeder Bewerber rechnet die Pendelzeit nach. Schreiben Sie Mitarbeiterbus, Busticket oder Wohnung direkt in die Anzeige, bevor die Frage zur Absage wird.
Mit dem werben, was nur Sie bieten
Freies Skifahren für die ganze Familie kann kein Elektrobetrieb im Tal bieten. Stellen Sie den Benefit nach vorne, den die Konkurrenz nicht kopieren kann.
Vor der Saison suchen, nicht mittendrin
Techniker brauchen Einarbeitung an den Anlagen. Starten Sie die Suche Monate vor Saisonbeginn, damit die neue Kraft im Winter schon sicher arbeitet.



