PipeSan in der Mariahilfer Straße ist ein Wiener Meisterbetrieb für Gas, Wasser, Heizung, Lüftung und Klima, gegründet 2015 und an 365 Tagen rund um die Uhr erreichbar. Wir haben für PipeSan das Employer Branding umgesetzt. Die Story zeigt, wie wir einen Betrieb mit Notdienst für Installateure attraktiv dargestellt haben, ohne die Bereitschaft zu verschweigen.
In Wien sucht jeder Installationsbetrieb dieselben Monteure
PipeSan saniert Rohre, prüft Gasleitungen, ortet Lecks ohne Stemmarbeiten, baut Bäder um und installiert Photovoltaik. Diese Breite verlangt Installations- und Gebäudetechniker, die selbstständig beim Kunden arbeiten und auch im Notfall sauber entscheiden. Ein Wasserschaden wartet nicht bis Montag.
Der Betrieb braucht deshalb Leute, die Bereitschaft nicht scheuen. In Wien ist genau diese Gruppe fest beschäftigt und wird von vielen Seiten umworben. PipeSan stand vor der Aufgabe, sich von den vielen anderen Installationsbetrieben der Stadt zu unterscheiden.
Drei Viertel der Betriebe spüren den Mangel
Das WKO Fachkräfte-Radar beruht auf den Antworten von über 2.100 Betrieben. Über drei Viertel spüren den Fachkräftemangel, 56 Prozent stark oder sehr stark. 56 Prozent verzeichnen Umsatzeinbußen, weil Personal fehlt. Für einen Notdienst heißt fehlendes Personal, dass dieselben Monteure öfter Bereitschaft haben.
Auf der bundesweiten Mangelberufsliste 2026 stehen 64 Berufe. Die Regel dahinter: weniger als 1,5 Arbeitsuchende je offener Stelle beim AMS. Wer unter solchen Bedingungen Monteure gewinnen will, muss sie überzeugen, solange sie noch woanders arbeiten.
Was wir für PipeSan umgesetzt haben
In der Zusammenarbeit mit PipeSan haben wir uns zuerst das Thema vorgenommen, das Bewerber am meisten beschäftigt, den Notdienst. Wir haben mit der Geschäftsführung festgehalten, wie Bereitschaften verteilt sind und was der Betrieb im Gegenzug bietet. Unser Rat war, das offen in den Auftritt zu schreiben. Wer Bereitschaft ablehnt, soll das vor dem ersten Gespräch wissen.
Den zweiten Schwerpunkt haben wir auf die Technik gelegt. Leckortung ohne Stemmen, Rohrsanierung und Photovoltaik sind Arbeiten, die nicht jeder Installateur aus seinem Alltag kennt. Unser Team hat daraus Botschaften für die Ausspielung über mehr als 30 Kanäle und die Karriereseite gemacht, die sich an Installations- und Gebäudetechniker in Wien richten.
- Klartext zur Bereitschaft: Wir haben den Notdienst an 365 Tagen als Teil der Aufgabe beschrieben und nicht im Kleingedruckten versteckt.
- Technik als Anreiz: Unser Team hat Leckortung, Rohrsanierung und Photovoltaik als Lernfelder herausgestellt.
- Meisterbetrieb: Wir haben den Anspruch an sauberes, selbstständiges Arbeiten beim Kunden in den Auftritt aufgenommen.
- Vorgespräch am Telefon: Für offene Stellen bespricht unser Team Eignung, Wohnort, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung vorab, damit Bereitschaftsdienste kein spätes Thema sind.
- AdVentory OS: Bewerbungen und nächste Schritte lassen sich bei uns an einem Ort verfolgen.
365 Tage erreichbar und jetzt als Arbeitgeber erkennbar
Das Employer Branding für PipeSan ist umgesetzt. Der Betrieb sagt klar, wen er sucht: Installateure mit Nerven, die Abwechslung wollen und Verantwortung übernehmen. Das unterscheidet PipeSan von Inseraten, die in Wien alle ähnlich klingen.
Für die Geschäftsführung bedeutet das weniger Sichten und mehr Einsätze. Wird eine Stelle ausgeschrieben, kann unser System im Umkreis von Wien nach Installateuren und Gebäudetechnikern suchen, und Gespräche finden nur mit Kandidaten statt, bei denen die Eckdaten schon stimmen.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Unangenehmes zuerst sagen
Bereitschaft, Schicht oder Außendienst gehören in den ersten Absatz. Das kostet einige Bewerbungen und spart viele Absagen.
Die Gegenleistung beziffern
Wer Notdienst verlangt, sollte Zulagen und Ausgleich konkret nennen. Vage Formulierungen schrecken eher ab.
Sich in der Großstadt unterscheiden
In Wien lesen Monteure viele gleichlautende Anzeigen. Ein besonderes Verfahren oder Gerät im Betrieb bleibt eher im Kopf als der Hinweis auf ein gutes Klima.



