Ein Hotel im Stubaital muss fertig sein, bevor die Saison beginnt. Dazwischen liegen Hanglagen, enge Zufahrten und ein Winter, der früh kommt. Das Bauunternehmen Josef Pfurtscheller aus Gasteig kennt diese Bedingungen seit über 30 Jahren. In der Zusammenarbeit haben wir für den Betrieb eine Recruiting-Kampagne aufgesetzt und geschaltet. Jede Bewerbung kam dabei mit Lebenslauf in unser System.
Ein Tal hat nur einen Eingang, auch für Fachkräfte
Der Betrieb deckt Tourismusbau, Hochbau, Tiefbau, Erdbau, Abbruch sowie Transporte und Logistik ab, für Private, Gewerbe und öffentliche Auftraggeber. Lehrlinge werden ausgebildet. Bauunternehmen mit dieser Breite brauchen Maurer, Poliere, Baggerfahrer, Lkw-Fahrer und Bauleiter.
Wer im Stubaital arbeiten soll, wohnt idealerweise im Tal oder im Raum Innsbruck. Der Kreis verfügbarer Fachkräfte ist damit von Natur aus begrenzt. Dort werben außerdem Seilbahnen, Hotellerie und große Baufirmen um dieselben Leute. Und die Bausaison ist kurz, jede unbesetzte Stelle fehlt in genau den Monaten, in denen gebaut werden kann.
Knappheit ist die Regel
Die bundesweite Mangelberufsliste 2026 hat 64 Einträge. Maßstab ist das Verhältnis von Arbeitsuchenden zu offenen Stellen: Liegt es unter 1,5 je beim AMS gemeldeter Stelle, gilt der Beruf als Mangelberuf. In einem Tal mit einem einzigen Zugang wird aus Knappheit schnell ein echtes Hindernis.
Laut WKO Fachkräfte-Radar spüren über drei Viertel der mehr als 2.100 befragten Betriebe den Fachkräftemangel, 56 Prozent stark oder sehr stark. 56 Prozent berichten von Umsatzeinbußen wegen fehlenden Personals. Im Tourismusbau kommt dazu ein Fertigstellungstermin, der sich nicht verschieben lässt.
Was wir für Pfurtscheller umgesetzt haben
Wir haben die Suche am Anfahrtsweg ausgerichtet. Mit dem Betrieb haben wir festgelegt, dass die Kampagne im Stubaital und im Raum Innsbruck laufen soll, weil ein Bewerber von weiter weg selten bleibt. Inhaltlich haben wir gezeigt, was das Unternehmen ausmacht: Arbeit im eigenen Tal, Baustellen vom Hotel bis zum Erdbau und ein Betrieb, der selbst ausbildet.
Unser System hat Menschen mit Bau- und Maschinenerfahrung im Umkreis von Neustift gesucht und ihnen die Kampagne gezeigt. Unser Team hat bei den Bewerbungen zuerst den Wohnort geklärt, damit niemand umsonst zum Gespräch ins Tal fährt. Die Kampagne ist inzwischen beendet.
- Umkreis Stubaital und Innsbruck: AdVentory hat 850.000 Profile im DACH-Raum nach Bau- und Maschinenerfahrung im Umkreis von Neustift durchsucht.
- Fachkräfte in Anstellung: Wir haben die Kampagne über mehr als 30 Kanäle ausgespielt, damit sie auch jene sehen, die nicht suchen.
- Kurzbewerbung: Wenige Klicks ohne Anschreiben haben für die Bewerbung genügt.
- Telefonische Vorqualifizierung: Unser Team hat Eignung, Wohnort, Gehaltsvorstellung und Verfügbarkeit festgehalten.
- AdVentory OS: Der Betrieb hat alle Bewerbungen und nächsten Schritte an einem Ort gesehen.
Kampagne im Stubaital umgesetzt, jeder Kandidat vorqualifiziert
Jede Bewerbung über unsere Kampagne für das Bauunternehmen Josef Pfurtscheller kam mit Lebenslauf in unser System. In einem Tal mit begrenztem Einzugsgebiet ist das der Kreis, aus dem ein Betrieb realistisch schöpfen kann. Bei jeder Bewerbung waren Wohnort und Erfahrung geklärt, bevor der Betrieb Zeit investiert hat.
Die Bausaison ist dadurch nicht für Vorstellungsgespräche draufgegangen. Der Betrieb war während der Laufzeit bei Bauleuten im Tal und im Raum Innsbruck als Arbeitgeber zu sehen. Die Botschaft steht für die nächste Saison bereit.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Die Suche am Wohnort ausrichten
In einem Tal entscheidet der Anfahrtsweg, ob jemand bleibt. Begrenzen Sie die Suche auf einen Umkreis, der im Winter jeden Tag zu schaffen ist.
Die Saison einplanen
Wer im Frühjahr beginnt zu suchen, hat im Sommer niemanden. Starten Sie die Suche, bevor die Baustellen öffnen.
Die eigene Ausbildung herzeigen
Ein Betrieb, der Lehrlinge ausbildet, zeigt, dass er langfristig plant. Erwähnen Sie das auch dann, wenn Sie gerade Fachkräfte mit Erfahrung suchen.



