Neudorfer nennt sein Programm Technik zum Wohnen und meint damit alles, was ein Haus warm, trocken und versorgt hält. In der Zusammenarbeit haben wir den Betrieb aus Rutzenmoos als Arbeitgeber sichtbar gemacht und die Ansprache auf Fachkräfte der Haustechnik ausgerichtet. Die Story zeigt, was wir umgesetzt haben und warum ein gutes Arbeitszeitmodell allein noch niemanden zum Wechseln bringt.
Vier Gewerke unter einem Dach verlangen vielseitige Monteure
Neudorfer wurde 1997 gegründet und beschäftigt heute rund 22 Personen. Der Betrieb in der Feuerwehrstraße in Rutzenmoos arbeitet in den Bereichen Wärme, Luft, Wasser und Strom, also Heizung samt Wärmepumpe, Lüftung, Sanitär und Elektro. Neudorfer bildet Lehrlinge aus und bietet abwechselnd Wochen mit vier und fünf Arbeitstagen.
Betriebe wie dieser brauchen Installateure, Elektriker, Servicetechniker und Planer. Im Bezirk Vöcklabruck sitzen große Industriebetriebe, die fertig ausgebildete Fachkräfte gern übernehmen. Wer bei Neudorfer gelernt hat, bekommt also früher oder später ein Angebot von außen.
Haustechniker sind im ganzen Land gefragt
Die bundesweite Mangelberufsliste 2026 umfasst 64 Berufe. Als Mangelberuf gilt ein Beruf, wenn auf eine beim AMS gemeldete offene Stelle weniger als 1,5 Arbeitsuchende kommen.
Für den WKO Fachkräfte-Radar wurden über 2.100 Betriebe befragt. Mehr als drei Viertel spüren den Fachkräftemangel, 56 Prozent stark oder sehr stark. 56 Prozent berichten von Umsatzeinbußen durch fehlendes Personal. Für einen Betrieb mit 22 Leuten wiegt jede unbesetzte Stelle schwer, weil Aufträge in vier Gewerken parallel laufen.
So haben wir Neudorfer als Arbeitgeber aufbereitet
Gemeinsam mit Neudorfer haben wir zuerst gesammelt, was den Betrieb von der Industrie in der Nachbarschaft unterscheidet. Das stärkste Argument lag schon auf dem Tisch: der Wechsel zwischen Wochen mit vier und fünf Arbeitstagen. Dazu kommt die Breite der Arbeit, denn wer hier montiert, sieht ein Haus als Ganzes und nicht nur ein Gewerk.
Diese Punkte haben wir in den Mittelpunkt des Auftritts gestellt und die Ansprache über mehr als 30 Kanäle auf Fachkräfte in der Region ausgerichtet. Unser System sucht dabei nicht nach Menschen ohne Arbeit, sondern nach Beschäftigten, für die ein kürzerer Weg oder ein anderes Arbeitszeitmodell ein Grund zum Nachdenken ist.
- Arbeitgeberbotschaft: Wir haben das Arbeitszeitmodell mit abwechselnd vier und fünf Arbeitstagen und die Arbeit über vier Gewerke als Kern herausgearbeitet.
- AdVentory hat 850.000 Profile im DACH-Raum nach Erfahrung in Heizung, Sanitär, Lüftung und Elektro im Umkreis von Rutzenmoos durchsucht.
- Ansprache über mehr als 30 Kanäle: Wir haben die Inhalte so ausgespielt, dass sie auch Beschäftigte in fester Stelle sehen, die kein Inserat lesen.
- Telefonische Vorqualifizierung: Unser Team hat den Gesprächsleitfaden auf Neudorfer abgestimmt. Geklärt werden Eignung, Wohnort, Verfügbarkeit, Gehaltsvorstellung und die Frage, welches der vier Gewerke jemand beherrscht.
- AdVentory OS steht Neudorfer zur Verfügung: Bewerbungen und nächste Schritte liegen dort an einem Ort statt in Postfächern.
Umgesetzt: Neudorfer tritt im Bezirk Vöcklabruck als Arbeitgeber auf
Das Employer Branding für Neudorfer ist umgesetzt. Der Betrieb zeigt sich Fachkräften heute mit dem, was ihn ausmacht: vier Gewerke in einem Team, Lehrlingsausbildung im Haus und ein Arbeitszeitmodell, das die Industrie in dieser Form selten bietet.
Für Neudorfer heißt das: Die Botschaft steht, die Zielgruppe ist eingegrenzt und der Weg vom ersten Kontakt bis zum Gespräch ist geregelt. Wird eine Stelle frei, beginnen wir nicht bei null, sondern bauen auf dieser Grundlage auf.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Das Arbeitszeitmodell nach vorne stellen
Wenn Sie bei der Arbeitszeit etwas Besonderes bieten, gehört es in die erste Zeile und nicht in die Liste der Benefits. Beschreiben Sie konkret, wie eine Woche aussieht. Fachkräfte vergleichen genau diesen Punkt mit ihrem jetzigen Arbeitgeber.
Breite als Vorteil erklären
Viele Monteure schätzen Abwechslung. Sagen Sie offen, in welchen Gewerken jemand bei Ihnen arbeitet und was er dazulernen kann. Das spricht jene an, denen die immer gleiche Tätigkeit im Großbetrieb zu eng geworden ist.
Lehrlinge früh binden
Wer ausbildet, sollte schon während der Lehre zeigen, wie es danach weitergeht. Sprechen Sie über Aufgaben, Verantwortung und Verdienst nach dem Abschluss, bevor es ein anderer Betrieb tut.



