Multiplast Kunststoffverarbeitung in Moosbrunn fertigt Ventile, Pistolen und Schlauchleitungen und entwickelt Sonderteile im eigenen Haus. In der Zusammenarbeit haben wir eine Recruiting-Kampagne für die Fertigung umgesetzt und jeden Kandidaten telefonisch vorqualifiziert. Die Story zeigt, wie wir einen Mittelständler im Süden von Wien sichtbar gemacht und die Rückmeldungen für den Betrieb handhabbar gehalten haben.
Kleine Teile, hohe Anforderungen
Ein Feuerlöscherschlauch wird vielleicht nie benutzt. Wenn doch, muss er funktionieren. Multiplast fertigt Kunststoffventile, Schlauchleitungen, Pistolen, Feuerlöscherschläuche, Einzel- und Zubehörteile sowie Sonderteile nach Kundenwunsch. Der Betrieb ist nach ISO 9001:2015 zertifiziert.
Dafür braucht es Kunststofftechniker, Maschineneinsteller, Konstrukteure und Mitarbeiter für Montage und Qualitätsprüfung, alle mit Gefühl für Toleranzen. Moosbrunn liegt im Einzugsgebiet großer Arbeitgeber im Süden von Wien. Mit einem Inserat allein fällt ein Mittelständler dort wenig auf.
Produktionsbetriebe spüren den Mangel direkt im Umsatz
Über 2.100 Betriebe hat die WKO für ihren Fachkräfte-Radar befragt. Mehr als drei Viertel spüren den Mangel, bei 56 Prozent ist er stark oder sehr stark. 56 Prozent verlieren Umsatz, weil Personal fehlt.
Die bundesweite Mangelberufsliste 2026 führt 64 Berufe. Ein Beruf gilt als Mangelberuf, wenn auf eine beim AMS gemeldete offene Stelle weniger als 1,5 Arbeitsuchende kommen. Für einen Fertigungsbetrieb bedeutet eine unbesetzte Stelle an der Maschine, dass Aufträge später fertig werden. Umso wichtiger ist es, dass die Suche nicht nur Reichweite bringt, sondern am Ende eine Auswahl, mit der die Fertigungsleitung arbeiten kann.
So haben wir Multiplast sichtbar gemacht
Gemeinsam mit Multiplast haben wir die Kampagne auf Menschen ausgerichtet, deren Erfahrung zur Fertigung passt. Wir haben gezeigt, was in Moosbrunn entsteht und dass der Betrieb selbst entwickelt, statt nur nach Zeichnung zu produzieren.
Unser System hat nach Profilen aus Kunststoffverarbeitung und Konstruktion im Umkreis von Moosbrunn gesucht und die Stelle über mehr als 30 Kanäle an Fachkräfte gebracht, die den Betrieb bisher nicht kannten. Die Vorauswahl war der eigentliche Aufwand, und den haben wir übernommen. Unser Team hat telefonisch Eignung, Wohnort, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung geklärt. Weitergegeben haben wir Lebensläufe nur mit Gesprächsnotiz.
- Technischer Hintergrund: AdVentory hat 850.000 Profile im DACH-Raum nach Kunststoffverarbeitung und Konstruktion durchsucht.
- Stellenprüfung: AdVentureKI hat vorab mit über 100 Datenpunkten gerechnet, wie schnell die Stelle zu besetzen ist.
- Kurzbewerbung: Der Einstieg ohne Anschreiben hat die Hürde für Bewerber aus der Produktion niedrig gehalten.
- Telefonische Klärung: Unser Team hat die Eckdaten vor der Übergabe festgestellt.
- AdVentory OS: Alle Bewerbungen waren für Multiplast an einem Ort sortiert, mit Stand und nächstem Schritt.
Vorqualifizierte Kandidaten
Jede Bewerbung kam mit Lebenslauf in unser System. Die Kampagne ist abgeschlossen. Für einen Mittelständler, der neben großen Arbeitgebern im Süden von Wien sucht, zeigt das Ergebnis vor allem eines: Der Betrieb wird wahrgenommen, sobald er sich gezielt zeigt.
Die Fertigungsleitung musste die Bewerbungen nicht selbst sichten. Sie hat mit Personen gesprochen, bei denen die Eckdaten schon passten, und konnte im AdVentory OS jederzeit nachsehen, wo jede Bewerbung steht.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Menge braucht einen Filter
Bewerbungen helfen nur, wenn jemand sie zeitnah prüft. Legen Sie vorab fest, nach welchen Kriterien sortiert wird und wer zurückruft.
Eigene Entwicklung erwähnen
Fachkräfte in der Fertigung wollen wissen, ob sie mitdenken dürfen. Wenn Sie Sonderteile selbst entwickeln, gehört das in die erste Zeile.
Zertifizierung als Arbeitgeberargument
Eine ISO-Zertifizierung steht für geordnete Abläufe. Das ist auch für Bewerber ein Signal, nicht nur für Kunden.



