Müller Martini Eastern Europe sitzt in Schwechat-Rannersdorf und gehört zur Schweizer Müller Martini Gruppe, die Anlagen für die Druckweiterverarbeitung baut. In der Zusammenarbeit haben wir den Arbeitgeberauftritt der Gesellschaft umgesetzt und die Ansprache auf Technikprofile ausgerichtet. Die Story zeigt, wie wir vorgegangen sind und warum wir dabei über die grafische Branche hinausgeschaut haben.
Eine Spezialmaschine verlangt Spezialwissen
Jedes gebundene Buch und jedes geheftete Magazin ist durch eine Weiterverarbeitungsanlage gelaufen. Wenn so eine Anlage steht, steht die Druckerei. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in der Reinhartsdorfgasse in Schwechat-Rannersdorf und ist den Bereichen Verlag und Medien sowie Papier und Verpackung zugeordnet. Der Name zeigt die Ausrichtung auf Osteuropa.
Gesellschaften wie diese brauchen typischerweise Servicetechniker mit Mechatronik- oder Elektrowissen, Vertriebsingenieure und Innendienst mit Sprachkenntnissen. Die grafische Branche bildet nur noch wenige Leute aus. Wer Erfahrung mit solchen Anlagen hat, ist meist seit Jahren beim selben Arbeitgeber.
Technische Fachkräfte fehlen quer durch die Branchen
Wie eng der Arbeitsmarkt ist, zeigt die bundesweite Mangelberufsliste 2026 mit 64 Berufen. Mangelberuf bedeutet, dass auf eine beim AMS gemeldete offene Stelle weniger als 1,5 Arbeitsuchende kommen.
Über 2.100 Betriebe haben am WKO Fachkräfte-Radar teilgenommen. Mehr als drei Viertel melden Fachkräftemangel, bei 56 Prozent ist er stark oder sehr stark. Bei 56 Prozent kostet das fehlende Personal bereits Umsatz. Für eine Nische wie die Druckweiterverarbeitung ist der Kreis noch enger, weil kaum jemand neu in diese Branche einsteigt.
So haben wir die Ansprache für Müller Martini aufgebaut
Gemeinsam mit Müller Martini Eastern Europe haben wir zuerst geklärt, woher passende Leute überhaupt kommen können. Die Antwort lag außerhalb der eigenen Branche: Techniker aus dem Maschinenbau und der Verpackungsindustrie bringen das nötige Verständnis für Mechanik und Steuerung mit. Auf diese Gruppen haben wir die Suche ausgerichtet.
Im Auftritt haben wir die Zugehörigkeit zu einer Schweizer Gruppe und die Arbeit an Anlagen betont, die man nicht in jedem Betrieb findet. Ausgespielt haben wir die Inhalte über mehr als 30 Kanäle. Unser Team hat dabei besonders auf jene geachtet, die in fester Stelle arbeiten und eine neue technische Aufgabe reizt.
- Arbeitgeberbotschaft: Wir haben die Arbeit an Spezialanlagen und den Rückhalt einer Schweizer Gruppe als Kern des Auftritts formuliert.
- AdVentory haben wir auf Erfahrung in Mechatronik, Maschinenservice und Vertrieb im Umkreis von Schwechat eingestellt, die Basis sind 850.000 Profile im DACH-Raum.
- Ansprache über mehr als 30 Kanäle: Wir haben Müller Martini Eastern Europe dort gezeigt, wo Fachkräfte in ihrer Freizeit unterwegs sind, und nicht nur auf Stellenbörsen.
- Telefonische Vorqualifizierung: Wir haben mit Müller Martini Eastern Europe festgelegt, was unser Team vor jedem Termin klärt: Eignung, Wohnort, Verfügbarkeit, Gehaltsvorstellung und Sprachen und Reisebereitschaft.
- AdVentory OS bündelt für Müller Martini Eastern Europe Bewerbungen und nächste Schritte an einem Ort, den Zugang haben wir eingerichtet und erklärt.
Umgesetzt: ein Arbeitgeberauftritt, der über die Druckbranche hinausreicht
Das Employer Branding für Müller Martini Eastern Europe ist umgesetzt. Die Gesellschaft spricht damit nicht mehr nur den kleinen Kreis an, der die Anlagen schon kennt, sondern auch Techniker aus verwandten Branchen, die sich einarbeiten können.
Der Nutzen liegt in der Vorarbeit. Argumente, Zielgruppe und Ablauf sind geklärt und müssen bei der nächsten offenen Stelle nicht neu erfunden werden. Unser Team kann dann direkt mit der Ansprache beginnen.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Verwandte Branchen mitdenken
Wenn Ihre eigene Branche kaum ausbildet, suchen Sie dort, wo ähnliche Technik im Einsatz ist. Beschreiben Sie, welches Vorwissen zählt und was Sie selbst beibringen. So wird aus einer Nischenstelle ein Angebot für viele gute Techniker.
Reisebereitschaft früh ansprechen
Sagen Sie gleich zu Beginn, wie viel jemand unterwegs ist und wohin. Wer das erst im zweiten Gespräch erfährt, springt oft ab. Wer es von Anfang an weiß und trotzdem interessiert ist, bleibt meist dabei.
Die Gruppe als Sicherheit zeigen
Als Teil eines größeren Unternehmens haben Sie ein Argument, das kleine Betriebe nicht haben. Erklären Sie, was das im Alltag bedeutet, etwa bei Schulungen oder beim Zugang zu Fachwissen aus dem Stammhaus.



