Mohrenbräu baute in Rankweil eine neue Gastronomie auf und musste dafür rund 30 Stellen besetzen, in einem Bundesland, in dem Hotels und Wirte um dieselben Köche und Servicekräfte werben. Diese Story zeigt, wie das gelang, warum Gastro-Personal in Vorarlberg so knapp ist und welche drei Regeln jeder Gastronom bei der nächsten Suche anwenden kann.
Eine neue Gastronomie braucht auf einen Schlag rund 30 Leute
Die Mohrenbrauerei in Dornbirn ist die älteste Brauerei Vorarlbergs und seit 1834 im Besitz der Familie Huber. Zum Unternehmen gehört ein eigener Gastronomiebereich, am Stammsitz unter anderem mit Restaurant, Braukeller, Dachterrasse und der Biererlebniswelt.
Für den Aufbau einer neuen Gastronomie in Rankweil waren rund 30 Stellen zu besetzen, in Küche, Service und Führung. Bei einer Neueröffnung hängt der Starttermin am Personal. Die Gastro-Gesellschaft verglich deshalb drei Recruiting-Anbieter, zwei davon mit Gastro-Fokus. Den Ausschlag gab das Gesamtpaket, inklusive einer Online-Plattform, auf die mehrere Mitarbeitende gleichzeitig zugreifen konnten. Bei so vielen Stellen auf einmal war das entscheidend, denn Geschäftsführung und operative Leitung mussten denselben Überblick haben.
In Vorarlberg gibt es mehr offene Gastro-Stellen als Arbeitsuchende
Laut AMS Vorarlberg waren Ende April 2025 in Beherbergung und Gastronomie 1.076 Stellen offen, denen 785 arbeitslos vorgemerkte Personen aus diesem Bereich gegenüberstanden. Unter den meistgesuchten Berufen waren Küchenhilfen mit 105 und Köche mit 101 offenen Stellen.
Gaststättenköche stehen auf der bundesweiten Mangelberufsliste 2026, Kellner zählen in Vorarlberg zusätzlich zu den regionalen Mangelberufen. Im Tourismus spüren laut WKO Fachkräfte-Radar 2026 63 Prozent der Unternehmen den Fachkräftemangel. Auch der Nachwuchs ist knapp. Die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft bildete Ende 2025 laut WKO österreichweit 7.149 Lehrlinge aus, 2,0 Prozent weniger als ein Jahr davor. Ein neues Haus konkurriert also mit Hotels in den Skigebieten und etablierten Wirten um Leute, die fast alle schon einen Job haben.
Gastro-Profis werden im Feed erreicht, zwischen zwei Diensten
Köche und Servicekräfte haben selten Zeit, Jobportale zu durchforsten. Ihr Arbeitstag beginnt, wenn andere Feierabend machen. Das System bringt die Stelle deshalb dorthin, wo diese Menschen zwischen zwei Diensten am Handy sind, im Rheintal von Bregenz bis Feldkirch.
Die Botschaft ist ein Name, den in Vorarlberg fast jeder kennt, dazu ein neues Haus, das man von Anfang an mitprägen kann. Für erfahrene Leute ist das ein Wechselgrund, vor allem für Führungsrollen.
Im Telefonat wird geklärt, was in der Gastronomie zählt. Dazu gehören Erfahrung in Küche oder Service und in welcher Art von Betrieb, die Bereitschaft zu Abend-, Wochenend- und Veranstaltungsdiensten, Deutschkenntnisse für den Gästekontakt und der mögliche Starttermin. Die Bewerbungen landeten in der Online-Plattform, in der mehrere Mitarbeitende der Gastro-Gesellschaft gleichzeitig arbeiten konnten.
- AdVentory bringt die Stellen im Umkreis über mehr als 30 Kanäle zu Gastro-Profis, die gerade nicht suchen.
- Kurzbewerbung wenige Klicks am Handy, ohne Anschreiben, auch in der Pause zwischen zwei Diensten.
- Telefonische Vorqualifizierung klärt Erfahrung, Dienstzeiten, Wohnort und Verfügbarkeit, bevor jemand beim Betrieb landet.
- AdVentory OS gab mehreren Mitarbeitenden der Gastro-Gesellschaft gleichzeitig Zugriff auf alle Bewerbungen.
Auswahl statt Notlösungen, auch in der Führung
22 Stellen sind besetzt, darunter Führungspositionen, die in der Gastronomie besonders schwer zu finden sind. Die Geschäftsführung beschreibt, dass im Bewerberpool nicht nur Menge, sondern auch Qualität ankam.
Für den Betrieb zählt vor allem die Führung. Wer eine neue Gastronomie mit eigenen Führungskräften eröffnet statt mit Übergangslösungen, legt den Ton für das ganze Team fest und kann die übrigen Stellen gemeinsam mit diesen Leuten auswählen. Ein Nebeneffekt kam dazu. Die Sichtbarkeit von Mohrenbräu als Arbeitgeber ist mit der Suche gewachsen, und davon profitiert auch die Suche nach den übrigen Mitarbeitenden für das neue Haus.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Führungsrollen zuerst besetzen
Bei einer Neueröffnung prägen Küchenchef und Serviceleitung das Team. Wer diese Rollen früh besetzt, kann die übrigen Stellen gemeinsam mit ihnen auswählen.
Dienstzeiten ehrlich nennen
Abend-, Wochenend- und Veranstaltungsdienste gehören in die Anzeige und ins erste Telefonat. Wer das offen anspricht, spart sich Absagen nach dem Probetag.
Die Bewerbungen im Team teilen
Bei vielen Stellen auf einmal sollten Geschäftsführung und operative Leitung dieselben Bewerbungen sehen. Eine gemeinsame Plattform verhindert, dass gute Leute zwischen zwei Postfächern liegen bleiben.



