Möbel Freudling in Fügen stattet seit 1924 Räume im High-End-Bereich aus und suchte gleichzeitig Monteure, Planer und Innenarchitekten. In der Zusammenarbeit haben wir zwei Kampagnen parallel aufgesetzt, jede Bewerbung am Telefon geprüft und eine Konkurrenzanalyse erstellt. Drei Stellen sind besetzt: zwei Montagetischler und ein Junior-Innenarchitekt.
Ein Familienbetrieb braucht Monteure, Planer und Innenarchitekten zugleich
Möbel Freudling ist ein Einrichtungshaus im Zillertal und besteht seit 1924. Der Familienbetrieb hat sich auf die hochwertige Gesamtausstattung von Innenräumen spezialisiert, von der Planung über die Innenarchitektur bis zur Montage beim Kunden in Tirol, Salzburg und Süddeutschland.
Gesucht wurden drei Montagetischler mit Tischlerlehre oder ähnlichem Handwerksberuf und Führerschein B, CAD-Techniker mit AutoCAD und SketchUp sowie Innenarchitekten, jeweils als Senior und Junior. Ein Montagetischler achtet auf andere Dinge als eine Innenarchitektin, und beide erreicht man über andere Argumente. Eine gemeinsame Anzeige hätte keinen der Berufe wirklich angesprochen, und die guten Leute im Tal arbeiten ohnehin schon bei einem Mitbewerber.
Tischler und technische Zeichner sind in Tirol regionale Mangelberufe
Bau- und Möbeltischler stehen auf der bundesweiten Mangelberufsliste 2026, die 64 Berufe umfasst. In Tirol sind zusätzlich Möbeltischler und technische Zeichner als regionale Mangelberufe gelistet. Innenarchitekten stehen nicht auf der Liste, sind aber in einem Seitental ebenso schwer zu finden, weil die meisten Büros in den Städten sitzen.
Im WKO Fachkräfte-Radar spüren im Gewerbe und Handwerk 62 Prozent der Betriebe einen Fachkräftemangel, und die Hälfte der befragten Lehrbetriebe würde mehr Lehrlinge ausbilden, wenn es geeignete Bewerber gäbe. Im Zillertal und im Tiroler Unterland werben mehrere Einrichtungshäuser und Tischlereien um dieselben Fachkräfte.
Was wir für Möbel Freudling umgesetzt haben
Begonnen haben wir mit einer Konkurrenzanalyse der Arbeitgeber, die in der Region um Innenarchitekten und Montagetischler werben. Dazu haben wir erhoben, wo der Nachwuchs ausgebildet wird, etwa an der HTL Imst, der HTL Hallein, in Saalfelden sowie in Studiengängen in Rosenheim und St. Pölten. So wussten wir, gegen wen Freudling antritt und wo die Junior-Kräfte herkommen.
Darauf haben wir zwei Kampagnen parallel aufgesetzt und geschaltet, eine für Möbel-Monteure und eine für Innenarchitekten und Junior-Innenarchitekten, jede mit eigener Botschaft. Für Monteure haben wir Mitsprache bei Fahrzeugen, Maschinen und Werkzeug betont, High-End-Projekte statt Massenware und den Wechsel aus kurzer und langer Woche ohne Sechstagewoche. Bei Innenarchitekten stand die Nähe zu Kundschaft mit hohem Anspruch im Vordergrund, in einem Haus ohne starre Hierarchien. Die Bild- und Videoinhalte und die eigenen Kanäle hat Freudling selbst betreut, wir haben für Reichweite, Vorauswahl und Überblick gesorgt.
- Konkurrenzanalyse: Wir haben die Mitbewerber um Monteure und Innenarchitekten in der Region und die Ausbildungsorte erhoben.
- Parallele Kampagnen: Über AdVentory haben wir Monteure und Innenarchitekten getrennt angesprochen, auch jene, die nicht aktiv suchten.
- Kurzbewerbung: Monteure konnten sich in wenigen Klicks melden, ohne Anschreiben.
- Telefonische Vorqualifikation durch unser Team hat Führerschein, Montagebereitschaft und Softwarekenntnisse vor jedem Termin geklärt.
- Bewerber-Dashboard: In AdVentory OS hat Freudling beide Suchen und den Stand jeder Bewerbung an einem Ort gesehen.
Drei Stellen besetzt: zwei Montagetischler und ein Junior-Innenarchitekt
Möbel Freudling hat aus unseren Kampagnen zwei Montagetischler und einen Junior-Innenarchitekten eingestellt. Jede Bewerbung war am Telefon vorqualifiziert, bevor sie im Dashboard auftauchte. Das Team hat gesehen, wo jede Kandidatur in welchem Beruf steht, ohne selbst zu sortieren.
Beide Kampagnen laufen weiter, weitere Stellen sind in Besetzung. Die Konkurrenzanalyse bleibt dabei nützlich, weil sie zeigt, mit welchen Argumenten Mitbewerber werben und wo Freudling sich klar abheben kann.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Pro Beruf eine eigene Anzeige
Monteure und Innenarchitekten lesen Stellenanzeigen mit anderen Augen. Getrennte Botschaften mit eigenen Argumenten bringen Ihnen passendere Bewerbungen als eine Sammelanzeige für alle.
Wissen, wo der Nachwuchs lernt
Erheben Sie, an welchen Schulen und Hochschulen Ihre Berufe ausgebildet werden. Dort finden Sie Junior-Kräfte, bevor die Konkurrenz sie anspricht, etwa über Praktika oder Abschlussprojekte.
Monteure bei Werkzeug mitreden lassen
Mitsprache bei Fahrzeug und Maschinen kostet wenig und zeigt Wertschätzung. Für Handwerker ist das oft ein stärkeres Argument als ein Obstkorb.



