Das Medizinische Zentrallaboratorium hat seinen Hauptsitz in der Carinagasse in Feldkirch und fünf weitere Standorte in Vorarlberg. Für das Labor haben wir Recruiting-Kampagnen für zwei offene Stellen umgesetzt, beide sind in Besetzung. Die Story zeigt, wie wir in einem Grenzland suchen, in dem die Schweiz und Liechtenstein wenige Minuten entfernt liegen.
Ein kleiner Beruf in einem Grenzland
Hinter fast jeder Diagnose steht ein Laborwert. In Vorarlberg kommt er oft aus Feldkirch oder von einem der Standorte in Bregenz, Dornbirn, Hohenems, Rankweil und Bludenz. Zum Aufgabenfeld gehören Präanalytik, Laboranalysen in mehreren Fachabteilungen, ein Blutdepot, Probenarchivierung und die Beratung von Ärzten. Das Labor betreut auch Bachelor- und Masterarbeiten.
Die Ausbildung für Laborberufe ist klein, und jenseits der Grenze wird ebenfalls gesucht. Wer im Labor arbeitet, ist in aller Regel fest angestellt. Bei sechs Standorten kam für die Laborleitung die Frage dazu, welcher Standort gerade welche Bewerber im Gespräch hat. Ohne gemeinsame Übersicht geht dabei leicht jemand verloren.
Fachkräfte fehlen, und das kostet
Mehr als 2.100 Betriebe hat die WKO für ihr Fachkräfte-Radar befragt. Über drei Viertel spüren den Fachkräftemangel, 56 Prozent stark oder sehr stark. 56 Prozent geben an, wegen fehlenden Personals Umsatz zu verlieren. Der Engpass zieht sich durch alle Branchen.
Auf der bundesweiten Mangelberufsliste 2026 finden sich 64 Berufe. Die Schwelle liegt bei weniger als 1,5 Arbeitsuchenden je offener Stelle, die beim AMS gemeldet ist. In einer Grenzregion verschärft sich das, weil ein Teil der Fachkräfte im Nachbarland arbeitet.
Wie wir für das Labor gesucht haben
Wir sind der Qualifikation gefolgt. Unser System hat Profile mit Laborausbildung und Erfahrung im Umkreis der Standorte herausgesucht und direkt angesprochen. Für jede der beiden Stellen haben wir eine eigene Kampagne aufgesetzt und geschaltet. Dabei haben wir auch Menschen erreicht, die heute über die Grenze pendeln.
In der Zusammenarbeit mit dem Labor haben wir herausgestellt, was die Arbeit dort bietet: mehrere Fachabteilungen, sechs Standorte im Land und die Nähe zum Wohnort. Unser Team telefoniert mit jedem Bewerber. Erst wenn Lebenslauf und Gesprächsnotiz vorliegen, führt die Laborleitung ein Gespräch.
- Vorabprüfung: Unsere AdVentureKI hat beide Stellen bewertet und gerechnet, wie wahrscheinlich und wie schnell sie zu besetzen sind.
- Suche nach Qualifikation: Unser AdVentory hat 850.000 Profile im DACH-Raum nach Laborausbildung und Erfahrung durchsucht.
- Zwei Kampagnen: Wir haben sie im Umkreis der Standorte geschaltet, beide laufen.
- Telefonische Vorqualifizierung: Unser Team hat Eignung, Wohnort, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung geklärt.
- AdVentory OS: Dort ist sichtbar, welcher Standort gerade welche Kandidaten im Gespräch hat.
Zwei Stellen in Besetzung, beide Kampagnen laufen
Beide Stellen sind in Besetzung, die Kampagnen laufen. Das Labor erreicht damit Fachkräfte in Vorarlberg, die in Anstellung sind und von selbst nicht gesucht hätten. Jede Bewerbung kommt mit Lebenslauf und Gesprächsnotiz. Die Laborleitung kann sich damit auf das fachliche Gespräch vorbereiten.
Sechs Standorte, eine Übersicht: Das war dem Labor wichtig, und so haben wir es eingerichtet. Die Leitung sieht in AdVentory OS beide Stellen und jede Bewerbung an einem Ort. Die Vorgespräche liegen bei uns, die fachliche Entscheidung beim Labor.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Die Nähe zum Wohnort betonen
Wer täglich über die Grenze pendelt, kennt den Preis dafür. Zeigen Sie, wie kurz der Weg zu Ihrem Standort ist und was das im Alltag bedeutet.
Standorte gemeinsam führen
Bei mehreren Standorten bewerben sich Menschen oft für den falschen. Eine gemeinsame Übersicht verhindert, dass gute Bewerber zwischen zwei Häusern verloren gehen.
Fachliche Breite zeigen
Fachkräfte wollen wissen, was sie lernen können. Beschreiben Sie die Abteilungen und Verfahren, mit denen die neue Person arbeiten wird.



