Lüftner Reisen sucht für den Linienverkehr in Wörgl Buslenker in Vollzeit. In der Zusammenarbeit haben wir dafür die Stelle über mehr als 30 Kanäle ausgespielt und eine Karriereseite gebaut. Die Story zeigt, wie wir den Bewerberkreis um Lkw-Fahrer erweitert haben und welche Fragen unser Team im ersten Telefonat stellt, damit klar ist, ob jemand überhaupt in den Linienbus darf.
Ein Linienbetrieb braucht Fahrer mit genau diesen Scheinen
Lüftner Reisen ist ein Tiroler Familienunternehmen, 1948 mit einer Buslinie zwischen Wörgl und der Wildschönau gegründet. Heute verbindet es Linienverkehr, Reiseveranstaltung und Busvermietung, mit Standorten in Rum, Innsbruck und Wörgl. Den Linienverkehr betreibt die Busreisen Tirol GmbH mit Sitz in Wörgl.
Gesucht sind Buslenker in Vollzeit mit 40 Wochenstunden. Sie lenken Busse im Linienverkehr, reinigen die Fahrzeuge in der eigenen Waschstraße und kontrollieren und verkaufen Tickets. Voraussetzung sind D-Schein, D95 und C-Schein, Erfahrung am Bus oder Lkw sowie gute Deutschkenntnisse. Wer diese Scheine hat, ist meist bereits fest angestellt. Eine klassische Anzeige erreicht deshalb nur einen kleinen Teil der möglichen Fahrer.
Dazu kommt, dass die Arbeit mehr umfasst als das Lenken. Fahrgäste, Ticketverkauf und Pünktlichkeit im Takt verlangen Menschen, die ruhig bleiben und gut Deutsch sprechen.
Transport und Logistik trifft der Mangel am stärksten
Laut WKO Fachkräfte-Radar 2026 ist Transport und Logistik mit 66 Prozent betroffener Betriebe die Branche mit dem stärksten Fachkräftemangel in Österreich. Über alle Branchen sind es 78 Prozent. Der Mangel an Buslenkern beschäftigt die gesamte Branche so sehr, dass die Wirtschaftskammer das Berufsbild neu aufbereitet und ein Kommunikationspaket in acht Sprachen entwickelt hat, um mehr Menschen für den Beruf zu gewinnen.
Laut Salzburger Nachrichten sollten Buslenker schon für 2024 auf die Mangelberufsliste kommen. Das Kriterium dafür sind weniger als 1,5 Arbeitsuchende pro beim AMS gemeldeter offener Stelle. Hinzu kommt die Hürde der Qualifikation. Ohne D-Schein und D95 darf niemand im Linienverkehr fahren. Der Pool an sofort einsetzbaren Fahrern ist also klein, und neue Fahrer brauchen Zeit und Geld bis zum Schein.
Kampagne und Karriereseite: das haben wir für Lüftner umgesetzt
Wir wollten nicht um dieselben wenigen Busfahrer konkurrieren und haben den Kreis deshalb größer gezogen. Unsere Kampagne spricht auch Berufskraftfahrer mit Lkw-Erfahrung und C-Schein an, denn Lüftner finanziert ihnen die Umschulung auf den D-Schein vor. Für einen Lkw-Fahrer heißt das: ein neuer Einsatzbereich, ohne die Ausbildung selbst vorstrecken zu müssen.
Im Auftritt haben wir den echten Fuhrpark gezeigt, Citybusse und Regiobusse, mit der Stellenbezeichnung als größtem Element. Dazu kamen Vorteile, die Fahrer sofort verstehen: Busse, die das ganze Jahr in der Garage stehen, Betriebstankstelle, Waschstraße und Werkstätte, die man auch privat nutzen darf, kostenlose Reifeneinlagerung, ein rabattiertes Tirol Klimaticket und Mitarbeiterrabatte auf Reisen. Die Karriereseite, die wir gebaut haben, bündelt Stelle und Vorteile an einem Ort.
- Ausspielung über mehr als 30 Kanäle: Wir haben den eigenen Fuhrpark gezeigt und die Stelle an Bus- und Lkw-Fahrer im Umkreis von Wörgl ausgespielt.
- Karriereseite: Wir haben eine eigene Seite gebaut, auf der Interessierte Stelle und Vorteile nachlesen.
- Kurzbewerbung: Fahrer melden sich in wenigen Klicks, ohne Anschreiben.
- Telefonische Vorqualifizierung durch unser Team klärt Führerscheinklassen, D95, Jahre am Steuer und Deutschkenntnisse.
- AdVentory OS zeigt Lüftner jede Bewerbung mit Lebenslauf, den Stand der Besetzung und die nächsten Termine.
Kampagne umgesetzt, Karriereseite gebaut: die Suche hat zwei Spuren
Für Lüftner haben wir Kampagne, Karriereseite, Bewerbungsweg und telefonische Abklärung eingerichtet. Am Telefon fragen wir die Punkte ab, an denen eine Einstellung im Linienverkehr scheitern kann: Welche Führerscheinklassen sind vorhanden, ist D95 gültig, wie viele Jahre am Steuer, und reichen die Deutschkenntnisse für den Ticketverkauf?
Die Suche haben wir auf zwei Spuren angelegt. Kurzfristig geht es um Fahrer mit D-Schein, die heute bei einem anderen Unternehmen fahren. Mittelfristig geht es um Lkw-Fahrer, die über die vorfinanzierte Umschulung in den Bus wechseln. Beide Gruppen bekommen von uns eine eigene Botschaft. Für den Betrieb heißt das auch, die Zeit bis zum D-Schein in die Personalplanung aufzunehmen.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Den Bewerberkreis über den Schein erweitern
Wenn fertige Fachkräfte fehlen, suchen Sie bei Menschen mit verwandter Qualifikation. Wer die Umschulung vorfinanziert, macht aus einem Lkw-Fahrer einen möglichen Buslenker. Rechnen Sie die Kosten der Umschulung gegen die Monate, in denen ein Dienst sonst unbesetzt bleibt.
Pflichtqualifikationen im ersten Anruf klären
Führerscheinklassen, D95 und Jahre am Steuer entscheiden, ob jemand überhaupt fahren darf. Fragen Sie das vor jedem Gespräch ab, nicht erst beim Termin im Betrieb. Ein fehlender D95-Nachweis lässt sich am Telefon in einer Minute erkennen.
Vorteile aus dem Fahreralltag nennen
Busse in der Garage, Waschstraße, Werkstätte und Klimaticket sagen einem Fahrer mehr als allgemeine Versprechen. Schreiben Sie die Vorteile hinein, die man im Arbeitsalltag spürt. Ein Fahrer versteht sofort, was eine Garage im Winter bedeutet.



