Lucky Car ist in wenigen Jahren zu einer der größten freien Werkstattketten Österreichs gewachsen, und jede Werkstatt braucht ein vollständiges Team. In der Zusammenarbeit mit Lucky Car haben wir Werkstattpersonal gesucht und zwei Stellen besetzt: einen Kfz-Mechaniker und einen Kfz-Spengler. Die Story zeigt, wie wir dabei vorgegangen sind und warum im Werkstattrecruiting der schnelle Rückruf so viel ausmacht.
Dutzende Werkstätten, die gleichzeitig Personal brauchen
Lucky Car wurde 2008 gegründet und bezeichnet sich als größte unabhängige Werkstattkette Österreichs. Laut Unternehmen arbeiten rund 600 Menschen an 62 Standorten in Österreich und zwei in der Schweiz, 31 Franchisepartner betreiben Standorte im Netzwerk. 2019 kamen neun Wiener Midas-Standorte dazu, 2024 übernahm Lucky Car 24 Standorte von A.T.U in Österreich.
Jeder dieser Standorte braucht ein funktionierendes Team aus Karosseriebau, Lackiererei, Mechanik und Kundenannahme. Eine offene Stelle bedeutet weniger Termine, längere Wartezeiten und Umsatz, der liegen bleibt. Dazu kommt, dass nicht jede Werkstatt eine eigene Personalabteilung hat. Die Suche läuft dort oft neben dem vollen Tagesgeschäft.
Die Kernberufe einer Unfallwerkstatt stehen auf der Mangelberufsliste
Auf der bundesweiten Mangelberufsliste 2026 stehen Kraftfahrzeugmechanikerinnen und Kraftfahrzeugmechaniker, Karosserie- und Kühlerspenglerinnen und -spengler sowie Lackiererinnen und Lackierer. Die Liste umfasst 2026 insgesamt 64 Berufe, und eine Unfallwerkstatt braucht gleich drei davon.
Laut Arbeitskräfteradar 2025 der Wirtschaftskammer finden 78 Prozent der befragten Betriebe nicht genug geeignetes Personal, 57 Prozent müssen deshalb Aufträge ablehnen oder reduzieren. Für eine Werkstatt ist das sehr konkret: Fehlt ein Spengler, stehen Unfallautos länger auf dem Hof. Gute Fachkräfte arbeiten fast immer schon irgendwo und bekommen regelmäßig Angebote von Autohäusern und anderen Werkstätten. Sie wechseln, wenn ein Betrieb schnell, konkret und in ihrer Nähe ein besseres Angebot macht.
Was wir für Lucky Car umgesetzt haben
Wir haben die Suche vom einzelnen Standort aus aufgebaut. Statt einer österreichweiten Sammelanzeige haben wir die Stellen im Einzugsgebiet der jeweiligen Werkstatt ausgespielt, denn ein kurzer Arbeitsweg zieht bei Werkstattpersonal mehr als ein Slogan. Angesprochen haben wir Mechaniker und Spengler, die bereits in einer anderen Werkstatt oder in einem Autohaus arbeiten. Die Botschaft haben wir aus der Arbeit selbst gebaut, von Karosserie über Lack und Mechanik bis zu Glas und Hagelschaden.
Der zweite Punkt war Tempo. Wer Interesse gezeigt hat, wurde von unserem Team innerhalb von 24 Stunden angerufen. In diesen Telefonaten haben wir Fachrichtung, Führerschein, frühesten Eintritt und Gehaltsvorstellung geklärt. Erst danach ging das Profil samt Lebenslauf an die Werkstattleitung, bevor ein anderer Betrieb zum Zug kommen konnte.
- AdVentory hat Mechaniker und Spengler im Umkreis der Werkstätten erreicht, die gerade woanders arbeiten.
- Kurzbewerbung hat die Bewerbung in wenigen Klicks möglich gemacht, ohne Anschreiben. Für Werkstattpersonal ohne aktuellen Lebenslauf war das wichtig.
- Telefonische Vorqualifizierung durch unser Team hat Fachrichtung, Wohnort, frühesten Eintritt und Gehaltsvorstellung geklärt.
- AdVentory OS hat Lucky Car die Bewerbungen und den Stand jeder Besetzung an einem Ort gezeigt.
Zwei Stellen besetzt: ein Kfz-Mechaniker und ein Kfz-Spengler
Aus der Zusammenarbeit sind zwei Einstellungen entstanden. Lucky Car hat einen Kfz-Mechaniker und einen Kfz-Spengler eingestellt, also zwei der Berufe, die auf der Mangelberufsliste stehen und in einer Unfallwerkstatt den Durchsatz bestimmen.
Die Leitung vor Ort hat dabei nur mit Menschen gesprochen, die wir vorher am Telefon geprüft hatten und deren Lebenslauf bereits vorlag. Für eine Kette mit vielen Standorten ist das der eigentliche Wert unseres Ablaufs: Er lässt sich an jeder weiteren Werkstatt in gleicher Form wiederholen, und die Werkstattleitung verliert keine Zeit mit Gesprächen, die fachlich nicht passen.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Innerhalb von 24 Stunden zurückrufen
Gute Werkstattfachkräfte haben mehrere Optionen und entscheiden sich oft für den Betrieb, der sich zuerst meldet. Ein Rückruf am nächsten Tag ist bereits spät, einer nach einer Woche fast immer zu spät.
Pro Werkstatt eine eigene Anzeige
Nennen Sie Ort, Team und Arbeitsweg des konkreten Standorts. Eine Anzeige für alle Filialen wirkt beliebig und erreicht die Leute im Umkreis kaum.
Die Werkstatt vor dem Gespräch zeigen
Fotos oder kurze Videos aus der echten Werkstatt mit dem echten Team sagen einem Spengler mehr als eine Beschreibung und nehmen die Unsicherheit vor dem Wechsel.
Quellen
- Lucky Car: Über uns
- Wikipedia: Lucky Car
- AUTO & Wirtschaft: Lucky Car entwickelt Ex-ATU-Standorte weiter
- WKO Firmen A bis Z: Lucky-Car Franchise & Beteiligungs GmbH
- WKO: Mangelberufsliste 2026
- Work in Austria: Bundesweite Mangelberufe 2026
- WKO: Fachkräftemangel 2025, Arbeitskräfteradar (ibw)



