Die Landmetzgerei Hochhauser in Pichl bei Wels schlachtet selbst, zerlegt, produziert Wurst und Speck und beliefert Gewerbekunden. Wir haben für den Betrieb drei Kampagnen umgesetzt: Fleischer Facharbeiter, Fleischer Helfer und Lehrling. In der Zusammenarbeit hat unser Team jeden Kandidaten telefonisch vorqualifiziert.
Ein Handwerk, für das der Nachwuchs fehlt
Seit 1914 führt die Familie Hochhauser ihre Metzgerei, am Standort wird seit 1885 Fleisch verarbeitet. Das Motto des Hauses lautet: ehrlich, kompetent, regional. Zum Betrieb gehören eine eigene Schlachtung mit Lebendviehhandel, die Zerlegung und die Produktion von Speck, Wurst und Leberkäse. Gewerbekunden bekommen Schlachthälften, Teilstücke und Verarbeitungsware nach Maß. Zertifiziert ist der Betrieb nach AMA, Bio und IFS.
Die Arbeit ist körperlich, kühl und beginnt früh. Gelernte Fleischer sind in Oberösterreich kaum noch zu finden, und im Raum Wels zahlt die Industrie gut und holt genau die zupackenden Leute, die eine Metzgerei braucht.
Weniger als 1,5 Arbeitsuchende pro offener Stelle
So ist ein Mangelberuf definiert: Auf eine beim AMS gemeldete offene Stelle kommen weniger als 1,5 Arbeitsuchende. Die bundesweite Mangelberufsliste 2026 führt 64 solche Berufe.
Laut WKO Fachkräfte-Radar, für den über 2.100 Betriebe befragt wurden, spüren mehr als drei Viertel den Fachkräftemangel. 56 Prozent trifft er stark oder sehr stark, 56 Prozent melden Umsatzeinbußen durch fehlendes Personal. Ein Handwerksbetrieb neben einem Industriestandort wie Wels muss deshalb mehr tun, als eine Anzeige zu schalten.
Drei Kampagnen, die wir für Hochhauser geschaltet haben
Wir haben die Suche bewusst in drei Kampagnen geteilt. Ein Facharbeiter will etwas anderes lesen als ein Helfer oder ein Jugendlicher vor der Lehre. Gemeinsam mit Hochhauser haben wir für jede Gruppe beschrieben, was sie erwartet: das ganze Tier, vom Lebendvieh bis zum Leberkäse, in einem Familienbetrieb mit eigener Schlachtung.
Unser System hat im Umkreis von Pichl bei Wels nach Personen mit Fleischerei- und Produktionserfahrung gesucht. Über mehr als 30 Kanäle haben wir das Angebot zu Menschen gebracht, die sonst nie davon gehört hätten. Unser Team hat mit den Bewerbern telefoniert und dabei auch die Arbeitszeiten offen angesprochen. Alle drei Kampagnen liefen bis 9. Juni 2026.
Jede der drei Stellen haben wir vor dem Start einzeln geprüft. Ein Lehrling lässt sich anders und in anderer Zeit finden als ein gelernter Fleischer. Hochhauser wusste dadurch vorab, womit bei welcher Position zu rechnen ist, und konnte alle Bewerbungen in AdVentory OS verfolgen.
- Drei getrennte Kampagnen: Wir haben Facharbeiter, Helfer und Lehrling jeweils eigens beworben.
- AdVentory hat 850.000 Profile im DACH-Raum nach Erfahrung in Fleischerei und Lebensmittelproduktion durchsucht.
- Kurzbewerbung: Wenige Klicks am Handy haben gereicht, ein Anschreiben war nicht nötig.
- Ehrliches Vorgespräch: Unser Team hat Eignung, Wohnort, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung am Telefon geklärt.
- AdVentory OS hat alle Bewerbungen für die drei Positionen an einem Ort gezeigt.
Vorqualifizierte Kandidaten für drei Positionen in der Metzgerei
Über unsere Kampagnen für Fleischer Facharbeiter, Fleischer Helfer und Lehrling kam jede Bewerbung mit Lebenslauf in unser System. Für einen Beruf, für den es kaum noch Nachwuchs gibt, ist jede passende Bewerbung ein Gewinn.
Wer zum Gespräch nach Pichl kam, wusste durch unser Telefonat schon, worauf er sich einlässt: frühe Arbeitszeiten, kühle Räume, körperliche Arbeit. Hochhauser konnte die Gespräche damit auf die Menschen und ihr Können ausrichten.
Die Aufteilung auf drei Kampagnen hat sich bewährt, weil jede Bewerbung von Beginn an der richtigen Stelle zugeordnet war.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Zielgruppen trennen
Fachkraft, Helfer und Lehrling brauchen unterschiedliche Botschaften. Eine Sammelanzeige für alle spricht am Ende niemanden richtig an.
Die Arbeit ehrlich beschreiben
Nennen Sie Beginnzeiten und Bedingungen gleich zu Beginn. Wer danach noch Interesse hat, bleibt meistens auch.
Auch Quereinsteiger zulassen
Wo gelernte Kräfte fehlen, lohnt der Blick auf Menschen aus der Lebensmittelproduktion. Überlegen Sie, was Sie selbst beibringen können.



