Im Wiener Hefewerk von Lallemand liegen beim Material Disponenten Büro, Lager und Export in einer Hand. In der Zusammenarbeit mit Lallemand haben wir diese Stelle über mehr als 30 Kanäle ausgespielt, ergänzt um direkte Ansprache aus AdVentory. Unser Team hat jeden Kandidaten dabei telefonisch vorqualifiziert. Die Story zeigt, wie wir eine Hybridstelle erklärt haben, die in keine Jobbörsen-Kategorie passt.
Ein Disponent, der auch Stapler fährt und Exportpapiere kennt
Im Werk an der Ottakringer Straße entsteht seit über 100 Jahren Harmerhefe für Bäckereien in ganz Österreich. Das Werk gehört zur kanadischen Lallemand-Gruppe, die 1895 gegründet wurde und laut Wikipedia in rund 50 Ländern tätig ist.
Gesucht war ein Material Disponent in Vollzeit mit 38,5 Wochenstunden. Die Aufgabe reicht von der Disposition im ERP-System und der Mitarbeit bei der Einführung von Microsoft Dynamics über Einkauf und Staplerfahren bis zu Versand und Export mit Airway Bills und FDA Prior Notices. Gefordert waren Staplerschein, ERP-Erfahrung, Führerschein B, sehr gutes Deutsch und gutes Englisch. Eine Anzeige mit dem Titel Material Disponent zieht Bürokräfte an, die nie Stapler gefahren sind, und schreckt Lagerprofis ab, die sich mit dem Titel nicht identifizieren.
Wien hat viele Arbeitsuchende, aber kaum solche Kombinationen
Ende August 2026 waren in Wien laut AMS 124.728 Menschen arbeitslos, deutlich mehr als in jedem anderen Bundesland. An Bewerbern im Allgemeinen fehlt es also nicht. Es fehlt an Menschen, die zwei Welten verbinden. Wer im Büro sicher mit ERP und englischsprachigen Exportpapieren arbeitet, fährt selten Stapler. Wer im Lager zuhause ist, kennt selten FDA-Vorgaben.
Die Fachkräfteverordnung 2026 umfasst 64 bundesweite Mangelberufe und regionale Listen für alle Bundesländer mit Ausnahme von Wien. Wiener Arbeitgeber haben damit keine eigene regionale Liste und werben mit vielen Industrie- und Logistikbetrieben der Stadt um dieselben Leute.
Wir haben die Stelle erklärt, bevor wir sie beworben haben
Gemeinsam mit Lallemand haben wir nicht nach einem Jobtitel gesucht, sondern nach Kombinationen: Staplerschein und ERP, Logistik und Englisch, Lagererfahrung und Exportwissen. Angesprochen haben wir Menschen, die in Lager, Einkauf oder Versand arbeiten und mehr Verantwortung wollen.
Für den Auftritt haben wir echte Fotos aus dem Wiener Werk verwendet. Sie zeigen eine Mitarbeiterin am Doppelmonitor und einen Kollegen auf dem Stapler, also beide Seiten der Stelle. Dazu haben wir die Argumente gestellt, die Lallemand selbst bietet: flache Hierarchien und ein greifbares Management, selbstständiges Arbeiten, ein internationales Umfeld und interne Aufstiegschancen. Für den Alltag zählen Mitarbeiterparkplätze, eine Kantine mit gestütztem Mittagessen und Gratis-Kaffee bis 15 Uhr. Die Motive haben wir so gestaltet, dass sie nach dem internationalen Industrieunternehmen aussehen, das der Standort in Ottakring ist.
- Echte Bilder aus dem Werk: Wir haben Büro und Stapler in einem Bild zusammengebracht.
- AdVentory: Unser System hat 850.000 Profile im DACH-Raum nach genau dieser Kombination durchsucht und die Stelle rund um Ottakring ausgespielt.
- Telefonische Vorqualifizierung: Unser Team hat Staplerschein, ERP-Praxis, Englisch im Schriftverkehr und Erfahrung mit Exportdokumenten im ersten Anruf abgefragt.
- AdVentory OS: Lallemand hat jede Bewerbung mit Lebenslauf und den Stand der Besetzung an einem Ort gesehen.
Nur die Passenden für den Material Disponenten
Aus der Kampagne hat unser Team jeden Kandidaten telefonisch vorqualifiziert. Bei einer Stelle, die Lager und Büro verbindet, ist die Menge allein aber nicht der Punkt. Entscheidend war die Vorauswahl: Am Telefon haben unsere Recruiter geklärt, wer wirklich beide Welten mitbringt und wer nur eine davon kennt. Weitergegeben haben wir nur die wenigen Kandidaten, auf die das zutraf. Lallemand musste keine Bewerbungen lesen, das Werk hat mit einer kleinen, geprüften Auswahl gesprochen.
Für das Werk bedeutete das weniger Gespräche, die nach zehn Minuten klar scheitern. Lallemand konnte außerdem trennen, was mitgebracht werden muss und was sich lernen lässt. Eine Fachkraft mit starker Lagerpraxis und ERP-Erfahrung lässt sich bei FDA-Dokumenten und Airway Bills intern einschulen. Der Aufbau unserer Suche lässt sich für weitere Stellen am Standort wiederverwenden, etwa im Lager oder im Einkauf.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Hybridstellen in der Anzeige aufschlüsseln
Ein Titel wie Material Disponent sagt Lagerprofis wenig. Zeigen Sie im ersten Satz, dass Stapler, ERP und Export zur Stelle gehören, am besten mit echten Fotos beider Arbeitsplätze.
Muss und Kann klar trennen
Legen Sie fest, welche Fähigkeit zwingend ist und was Sie einschulen können. Exportpapiere lassen sich lernen, jahrelange Praxis im Lager und im ERP kaum.
Kombinationen im ersten Anruf prüfen
Fragen Sie im ersten Telefonat gezielt nach Staplerschein, ERP-System und Englisch im Schriftverkehr. So fällt früh auf, wer nur eine der beiden Welten kennt.



