Kollar in Lilienfeld ist ein Familienunternehmen für Gebäudetechnik, Bad, Heizung, Photovoltaik und Elektrotechnik mit knapp 50 Mitarbeitern. In der Zusammenarbeit haben wir eine Kampagne für Fachkräfte aus Installation, Elektro und Photovoltaik im Traisental umgesetzt. Unser Team hat jeden Kandidaten daraus telefonisch vorqualifiziert. Die Story zeigt, wie wir einen Betrieb mit langer Geschichte bei den Richtigen ins Gespräch gebracht haben.
Die Energiewende braucht Hände, und das Traisental hat wenige
Als Kollar 1980 eine der ersten Solaranlagen Österreichs errichtete, war der Betrieb schon über hundert Jahre alt. Gegründet 1867 von Martin Kollar, wird das Unternehmen seit 2015 von DI Maria Kollar und Franz Kessel geführt. 2025 erhielt der Betrieb den TRIGOS für Unternehmensverantwortung.
Wärmepumpen und Photovoltaik verlangen Installateure und Elektriker, die zusammenarbeiten. Ein Betrieb wie dieser braucht beide Berufe, dazu Servicetechniker für Wartung und Wochenenddienst. Lilienfeld liegt in einem engen Tal. Viele Fachkräfte pendeln nach St. Pölten. Wer bleibt, ist begehrt.
Installateure und Elektriker sind überall gefragt
Für 2026 weist die bundesweite Mangelberufsliste 64 Berufe aus. Ein Beruf zählt dazu, wenn je gemeldeter offener Stelle beim AMS weniger als 1,5 Arbeitsuchende vorgemerkt sind. In der Gebäudetechnik ist die Nachfrage durch Heizungstausch und Photovoltaik zusätzlich gestiegen.
Das Fachkräfte-Radar der WKO beruht auf den Antworten von über 2.100 Betrieben. Über drei Viertel von ihnen spüren den Mangel an Fachkräften, 56 Prozent in starkem oder sehr starkem Ausmaß. Bei 56 Prozent kostet fehlendes Personal bereits Umsatz. Für einen Betrieb in einem Tal mit wenigen Einwohnern ist der Kreis der möglichen Kandidaten von vornherein kleiner als in der Stadt.
So haben wir Gebäudetechniker für das Traisental gesucht
Unser System hat Profile mit Installations-, Elektro- und Photovoltaikerfahrung im Umkreis von Lilienfeld gesucht. Über mehr als 30 Kanäle haben wir auch Fachkräfte angesprochen, die nicht suchen, etwa Pendler mit Wohnsitz im Tal. Kollar hat als Arbeitgeber viel zu erzählen, und genau das haben wir in die Kampagne gelegt: die Geschichte seit 1867, die frühe Solaranlage, die Auszeichnung von 2025.
Gemeinsam mit Kollar haben wir dafür gesorgt, dass vor dem Gespräch feststeht, wer fachlich passt und wer in der Nähe wohnt. Wir haben telefonisch Eignung, Wohnort, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung geklärt und Lebenslauf und Gesprächsnotiz gemeinsam übergeben.
- AdVentory hat 850.000 Profile im DACH-Raum nach Installations-, Elektro- und Photovoltaikerfahrung durchsucht.
- Ansprache von Pendlern: Wir haben über mehr als 30 Kanäle Fachkräfte erreicht, die im Tal wohnen und auswärts arbeiten.
- Telefonische Vorqualifizierung: Unser Team hat Eignung, Wohnort, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung geklärt.
- AdVentory OS hat Kollar alle Bewerbungen an einem Ort gezeigt, getrennt nach Gewerk.
Vorqualifizierte Kandidaten
Jede Bewerbung über die Kampagne kam mit Lebenslauf in unser System. Kollar hat sie nach Gewerk getrennt gesehen, also Installation und Elektrotechnik jeweils für sich, mit Lebenslauf und Notiz aus dem Telefonat.
Für die Geschäftsführung war damit vor jedem Termin klar, wer fachlich in Frage kommt und wie weit jemand zur Arbeit hätte. In einem Betrieb mit Wartung und Wochenenddienst ist der Wohnort keine Nebensache, und wir haben ihn deshalb in jedem Gespräch abgefragt.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Die eigene Geschichte nutzen
Ein Betrieb, der seit Generationen besteht, steht für Sicherheit. Erzählen Sie in zwei Sätzen, woher Sie kommen und was Sie früh anders gemacht haben.
Gewerke getrennt suchen
Ein Elektriker und ein Installateur lesen unterschiedliche Anzeigen. Schreiben Sie für jeden Beruf einen eigenen Text, auch wenn beide im selben Team arbeiten.
Dienste offen ansprechen
Wenn Wochenenddienst dazugehört, nennen Sie Häufigkeit und Abgeltung gleich. Das erspart Absagen nach dem ersten Gespräch.



