Die Kurt Köhler & Anita Winter GmbH in Schrems vereint seit 1990 zwei Handwerke: Fliese und Naturstein auf der einen Seite, Kachelöfen, Kaminöfen und Herde auf der anderen. Wir haben für den Betrieb eine Arbeitgeberkampagne entwickelt und geschaltet. Die Story beschreibt, was wir in der Zusammenarbeit umgesetzt haben und worauf es im Waldviertel ankommt.
Im Waldviertel ist jeder gute Fliesenleger längst vergeben
Köhler & Winter verlegt Fliesen, Platten und Naturstein, übernimmt Sanierungs- und Pflasterarbeiten und verkauft Kachelöfen, Kaminöfen und Herde. Ein Bad fliesen kann mancher. Eine Natursteinplatte sauber setzen und daneben einen Kachelofen planen, das verlangt deutlich mehr Erfahrung.
Ein Betrieb mit diesem Angebot braucht Fliesenleger, Hafner und verlässliche Helfer. Der Bezirk Gmünd ist dünn besiedelt, und viele Handwerker pendeln in größere Städte oder Richtung Wien. Wer in der Region bleibt, ist beschäftigt und liest keine Stellenanzeigen. Eine Personalabteilung gibt es in einem Betrieb dieser Größe nicht, der Chef steht selbst auf der Baustelle.
Weniger als 1,5 Arbeitsuchende je offene Stelle
So lautet die Schwelle, ab der ein Beruf in Österreich als Mangelberuf gilt. Die bundesweite Liste für 2026 führt 64 Berufe, bei denen auf eine beim AMS gemeldete Stelle so wenige Arbeitsuchende kommen. In einer dünn besiedelten Region verschärft sich das, weil der Kreis möglicher Bewerber von vornherein kleiner ist.
Auch die Betriebe selbst beschreiben die Lage deutlich. Für den Fachkräfte-Radar der WKO wurden über 2.100 Betriebe befragt. Mehr als drei Viertel spüren den Fachkräftemangel, 56 Prozent stark oder sehr stark, und 56 Prozent berichten von Umsatzeinbußen durch fehlendes Personal. Ein Handwerksbetrieb in Schrems steht also nicht allein da, er muss sich aber selbst bemerkbar machen.
Was wir für Köhler & Winter umgesetzt haben
Wir haben mit Köhler & Winter herausgearbeitet, was die Arbeit dort besonders macht: zwei Gewerke unter einem Dach, Aufträge in der Region statt langer Pendelwege und ein Betrieb, den es seit 1990 gibt. Daraus ist unsere Arbeitgeberkampagne entstanden. Sie spricht Handwerker so an, wie man am Feierabend angesprochen werden möchte, kurz und ohne Floskeln.
Geschaltet haben wir die Kampagne im Umkreis von Schrems und nicht im ganzen Land. Wer aus dem Bezirk Gmünd täglich auspendelt, ist für einen Arbeitgeber vor der Haustür am ehesten zu gewinnen. Der Weg zu uns ist bewusst einfach gehalten: ein paar Klicks, kein Anschreiben.
- Arbeitgeberbotschaft: Wir haben die Verbindung von Fliese, Naturstein und Ofenbau zum Kern der Ansprache gemacht.
- Regionale Ausspielung: AdVentory hat die Kampagne im Umkreis von Schrems gezeigt, auch Menschen, die nicht auf Jobsuche sind.
- Kurzbewerbung in wenigen Klicks, damit sich ein Handwerker am Handy melden kann.
- Telefonische Vorqualifizierung: Unser Team fragt bei Interessenten Erfahrung, Wohnort, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung ab.
- AdVentory OS hält alles an einem Ort fest, abrufbar auch zwischen zwei Terminen.
Köhler & Winter ist im Bezirk Gmünd als Arbeitgeber sichtbar
Die Arbeitgeberkampagne ist umgesetzt und wurde von uns in der Region ausgespielt. Köhler & Winter war damit für Fliesenleger, Hafner und Helfer im Waldviertel als Arbeitgeber zu sehen, auch für jene, die bisher jeden Morgen an Schrems vorbeigefahren sind.
Dem Betrieb bleibt ein Auftritt, der weiterverwendet werden kann. Die Botschaft ist formuliert, der Bewerbungsweg steht, und der Ablauf bei uns ist eingerichtet. Kommt eine Anfrage, landet sie aufbereitet beim Chef und nicht als loser Zettel im Büro.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Im Umkreis suchen
Ein Handwerker wechselt selten für eine Stunde Anfahrt. Konzentrieren Sie Ihre Anzeigen auf das Gebiet, aus dem jemand realistisch täglich zu Ihnen kommt.
Pendler direkt ansprechen
Viele Fachkräfte arbeiten weit weg vom Wohnort. Nennen Sie den kurzen Arbeitsweg ausdrücklich, er ist für diese Menschen ein handfestes Argument.
Die Bewerbung einfach machen
Wer tagsüber auf der Baustelle steht, schreibt abends kein Anschreiben. Ein kurzes Formular am Handy senkt die Hürde spürbar.



