Die meisten Baufirmen machen vieles. KLEVETA Kamin macht eines: Kamine. Für den Betrieb aus Stockerau haben wir die Stelle Kaminsanierer ausgeschrieben, unsere Kampagne ist seit 24. September 2026 geschaltet. In den ersten Wochen kamen die ersten Bewerbungen mit Lebenslauf. Die Story zeigt, wie wir in der Zusammenarbeit für einen Beruf gesucht haben, den kaum jemand gelernt hat.
Für Kaminsanierer gibt es keinen eigenen Arbeitsmarkt
Gegründet wurde der Betrieb 1976 von einem Rauchfangkehrer. 2007 übernahm David Kleveta, seit 2017 trägt die Firma seinen Namen. Vom Sitz in Stockerau und den Zweigstellen in Wien und Böheimkirchen aus werden Rauchfänge saniert und neu gebaut.
Kaminsanierung ist Arbeit am Dach und im Schacht, oft in bewohnten Wiener Altbauten. Gefragt sind schwindelfreie Monteure mit Bau- oder Spenglererfahrung, Rauchfangkehrer, die wechseln wollen, und Techniker für Aufmaß und Angebot. Kaum jemand hat genau diesen Beruf gelernt. Gesucht wird also nach verwandtem Können.
Handwerk im Engpass: die Zahlen dazu
Auf der bundesweiten Mangelberufsliste 2026 stehen 64 Berufe. Das Kriterium: weniger als 1,5 Arbeitsuchende pro offener Stelle, die beim AMS gemeldet ist. Ein Spezialgewerk trifft das doppelt, weil es seine Leute aus anderen Bauberufen holen muss, die selbst knapp sind.
Im WKO Fachkräfte-Radar sagen mehr als drei Viertel der über 2.100 befragten Betriebe, dass sie den Fachkräftemangel spüren. 56 Prozent spüren ihn stark oder sehr stark, 56 Prozent verzeichnen Umsatzeinbußen durch fehlendes Personal.
So haben wir Leute mit dem passenden Hintergrund gesucht
Gemeinsam mit KLEVETA haben wir zuerst festgelegt, wen wir eigentlich ansprechen. Weil es den fertigen Kaminsanierer am Markt fast nicht gibt, richtet sich unsere Kampagne an Menschen mit Erfahrung in Bau, Spenglerei oder Rauchfangkehrerhandwerk rund um Stockerau und Wien. Wir sagen in der Anzeige klar, dass der Rest im Betrieb gelernt wird.
Am 24. September 2026 sind wir gestartet. Die Bewerbung dauert wenige Klicks. Danach ruft unser Team an und stellt die Frage, auf die es bei einem Nischenberuf ankommt: Wer bringt genug mit, um den Rest zu lernen. Die Antwort steht in der Gesprächsnotiz, die wir mit dem Lebenslauf übergeben.
- Kampagne Kaminsanierer: Sie läuft seit 24. September 2026.
- Suche nach verwandtem Können: AdVentory hat 850.000 Profile im DACH-Raum nach Bau, Spenglerei und Rauchfangkehrerhandwerk durchsucht.
- Kurzbewerbung: Bewerber haben sich ohne Anschreiben in wenigen Klicks gemeldet.
- Telefonische Vorqualifizierung: Wir haben Eignung, Wohnort, Gehaltsvorstellung und Verfügbarkeit geklärt.
- AdVentory OS: KLEVETA sieht dort jede Bewerbung für Stockerau, Wien und Böheimkirchen.
Erste Bewerbungen in den ersten Wochen, die Stelle ist in Besetzung
Seit dem Start kommt jede Bewerbung mit Lebenslauf in unser System. Für ein Gewerk ohne eigenen Arbeitsmarkt ist das ein deutliches Zeichen, dass die Ansprache über verwandte Berufe funktioniert. KLEVETA bekommt eine geordnete Auswahl und keine lose Sammlung von Zuschriften.
Die Stelle ist in Besetzung, und unsere Kampagne läuft weiter. Wir telefonieren die Bewerber laufend durch und geben jene weiter, bei denen Einsatzgebiet und Vorstellungen zusammenpassen. Für die Standorte Stockerau, Wien und Böheimkirchen ist im AdVentory OS ersichtlich, wer in welchem Gebiet wohnt und ab wann er verfügbar wäre. Damit kann der Betrieb Gespräche führen, ohne zuerst Unterlagen zusammenzusuchen.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Nach Können suchen, nicht nach Titeln
Wenn es Ihren Beruf am Markt kaum gibt, beschreiben Sie, welche Erfahrung als Einstieg reicht. So fühlen sich auch Leute aus Nachbargewerken angesprochen.
Einschulung zusagen
Sagen Sie offen, was im Betrieb gelernt wird und wie lange das dauert. Das nimmt Quereinsteigern die Sorge, nicht zu genügen.
Die entscheidende Frage früh stellen
Schwindelfreiheit, Arbeit im bewohnten Haus, Fahrten ins Einsatzgebiet: Fragen Sie das im ersten Telefonat ab und nicht erst am Probetag.



