Klettner Agrardienst aus Mittersill plant, montiert und serviciert Melk-, Kühl-, Fütterungs- und Entmistungstechnik für Milchviehbetriebe. Christian und Katrin Klettner betreuen Höfe im Pinzgau, im Pongau, im Tiroler Unterland und in Osttirol. In der Zusammenarbeit haben wir eine Kampagne umgesetzt, die Techniker anspricht, die Stall und Elektronik verstehen. Die Story zeigt, wie wir diesen kleinen Kreis erreicht haben.
Ein Beruf zwischen Stallgasse und Software
Eine Melkanlage kennt keinen Feiertag. Fällt sie aus, stehen die Kühe trotzdem da. Klettner sorgt dafür, dass das nicht lange dauert: Melktechnik von DeLaval und anderen Marken, Tierüberwachung, Herdenmanagement, Kühlung, Fütterung und Entmistung, dazu Stallplanung und Automatisierung.
Ein Betrieb wie dieser braucht Servicetechniker, die Elektrik, Kältetechnik und Steuerungen beherrschen, weite Wege über Pässe fahren und mit Bauern auf Augenhöhe reden. Diese Mischung lernt man in keiner einzelnen Lehre. Im Oberpinzgau ist der Kreis möglicher Kandidaten entsprechend klein.
Ein enger Markt, in dem der Wohnort mitentscheidet
Das Fachkräfte-Radar der WKO beruht auf den Antworten von über 2.100 Betrieben. Über drei Viertel von ihnen spüren den Mangel an Fachkräften, 56 Prozent in starkem oder sehr starkem Ausmaß. Bei 56 Prozent kostet fehlendes Personal bereits Umsatz. Bei einem Servicebetrieb heißt das, dass ein Techniker zu wenig sofort längere Anfahrten und Wartezeiten für die Höfe bedeutet.
Die bundesweite Mangelberufsliste 2026 umfasst 64 Berufe. Als Mangelberuf gilt ein Beruf, wenn auf eine beim AMS gemeldete offene Stelle weniger als 1,5 Arbeitsuchende kommen. Für Klettner kommt die Geografie dazu: Wer vier Regionen betreut, braucht Leute, die in einer davon zu Hause sind.
So haben wir Techniker gesucht, die auch den Stall mögen
Unser System hat Profile aus Landmaschinen-, Elektro- und Kältetechnik im Umkreis von Mittersill gesucht. Über mehr als 30 Kanäle haben wir auch Fachkräfte angesprochen, die nicht suchen, etwa Techniker mit eigenem Hof im Nebenerwerb. In der Kampagne haben wir den Beruf so beschrieben, wie er ist: Technik, weite Wege und Kunden, die man kennt.
Gemeinsam mit Klettner haben wir festgelegt, was wir vor einem Gespräch wissen müssen. Bei vier Regionen zählt, wo ein Techniker wohnt. Diese Frage haben wir an den Anfang gestellt, zusammen mit Eignung, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung. Unser Team hat den Rückruf übernommen, damit Klettner nicht zwischen zwei Einsätzen telefonieren muss.
- AdVentureKI: Wir haben vorab mit über 100 Datenpunkten gerechnet, wie wahrscheinlich und wie schnell die Stelle zu besetzen ist.
- AdVentory hat 850.000 Profile im DACH-Raum nach Landmaschinen-, Elektro- und Kältetechnik durchsucht.
- Ansprache über mehr als 30 Kanäle: Wir haben auch Techniker mit eigenem Hof im Nebenerwerb erreicht.
- AdVentory OS hat für Klettner den Stand der Suche und die Notizen aus den Telefonaten an einem Ort gebündelt.
Kampagne umgesetzt: Klettner war bei Technikern in vier Regionen zu sehen
Wir haben die Kampagne für Klettner Agrardienst aufgesetzt und geschaltet. Techniker im Pinzgau und in den angrenzenden Regionen haben den Betrieb als Arbeitgeber gesehen, mit einer Beschreibung der Arbeit, die nichts beschönigt.
Bei einem so seltenen Profil kommt es auf einzelne Menschen an, nicht auf Mengen. Die Zielgruppe ist beschrieben, die Fragen für das erste Telefonat stehen, und Klettner kann gezielt entscheiden, wer welches Tal abdecken könnte.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Den Hof als Pluspunkt sehen
Wer selbst Landwirtschaft betreibt, versteht Ihre Kunden. Sprechen Sie Nebenerwerbsbauern mit technischer Ausbildung ausdrücklich an.
Das Einsatzgebiet auf der Karte zeigen
Zeichnen Sie ein, welche Täler zu einer Stelle gehören. Bewerber sehen dann sofort, wie ihr Alltag aussehen würde.
Bereitschaft offen benennen
Wenn Anlagen auch am Feiertag laufen müssen, sagen Sie, wie Bereitschaft bei Ihnen geregelt ist. Das schafft Vertrauen vor dem ersten Gespräch.



