Der fünfzehnte des Monats kommt immer: Umsatzsteuer, Lohnabgaben, Fristen. Die Kanzlei Monika Kastenhofer-Krammer in Linz kann nicht warten, bis sich jemand bewirbt. In der Zusammenarbeit haben wir die Kanzlei als Arbeitgeberin sichtbar gemacht und die Ansprache auf Fachkräfte im Rechnungswesen ausgerichtet. Die Story zeigt, wie wir das in einer Branche umgesetzt haben, in der man sich kennt.
Wer Lohnverrechnung kann, hat die freie Wahl
Die Kanzlei in der Linzer Franckstraße bietet Steuerberatung, Buchhaltung und Wirtschaftstreuhand, dazu ein Online-Portal für Mandanten. Der Engpass ist derselbe wie in der ganzen Branche: qualifizierte Sachbearbeiter.
Kanzleien wie diese brauchen Buchhalter, Lohnverrechner, Bilanzierer und Berufsanwärter. In Linz sitzen viele Kanzleien und große Konzerne mit eigenen Finanzabteilungen. Beide wollen dieselben geprüften Fachkräfte, und kaum eine davon schaut aktiv in Stellenbörsen.
Auch im Büro fehlen die Fachkräfte
Wie eng der Arbeitsmarkt ist, zeigt die bundesweite Mangelberufsliste 2026 mit 64 Berufen. Mangelberuf bedeutet, dass auf eine beim AMS gemeldete offene Stelle weniger als 1,5 Arbeitsuchende kommen.
Über 2.100 Betriebe haben am WKO Fachkräfte-Radar teilgenommen. Mehr als drei Viertel melden Fachkräftemangel, bei 56 Prozent ist er stark oder sehr stark. Bei 56 Prozent kostet das fehlende Personal bereits Umsatz. In einer Kanzlei lässt sich fehlendes Personal nicht aufschieben, weil die Fristen der Mandanten unabhängig von der Besetzung laufen.
So haben wir die Kanzlei diskret ins Gespräch gebracht
Gemeinsam mit der Kanzleileitung haben wir zuerst den Ton festgelegt. In einer Branche, in der viele einander kennen, wirkt eine laute Kampagne schnell unpassend. Wir haben deshalb ruhig formuliert und gezeigt, was den Arbeitsalltag in der Kanzlei ausmacht: überschaubare Strukturen, direkter Kontakt zu Mandanten und ein Online-Portal, das Abläufe erleichtert.
Die Ansprache haben wir über mehr als 30 Kanäle an Fachkräfte gerichtet, die in einer anderen Kanzlei oder in einer Finanzabteilung arbeiten und eigentlich nicht wechseln wollten. Unser System hat dafür gezielt nach Erfahrung in Buchhaltung, Lohn und Bilanzierung gesucht.
- Arbeitgeberbotschaft: Wir haben überschaubare Strukturen, direkten Mandantenkontakt und digitale Abläufe als Argumente ausgearbeitet.
- AdVentory haben wir auf Erfahrung in Buchhaltung, Lohn und Bilanzierung im Umkreis von Linz eingestellt, die Basis sind 850.000 Profile im DACH-Raum.
- Ansprache über mehr als 30 Kanäle: Wir haben die Kanzlei dort gezeigt, wo Fachkräfte in ihrer Freizeit unterwegs sind, und nicht nur auf Stellenbörsen.
- Telefonische Vorqualifizierung: Wir haben mit der Kanzlei festgelegt, was unser Team vor jedem Termin klärt: Eignung, Wohnort, Verfügbarkeit, Gehaltsvorstellung und das gewünschte Stundenausmaß.
- AdVentory OS bündelt für die Kanzlei Bewerbungen und nächste Schritte an einem Ort, den Zugang haben wir eingerichtet und erklärt.
Umgesetzt: die Kanzlei tritt in Linz als Arbeitgeberin auf
Das Employer Branding für die Kanzlei Kastenhofer-Krammer ist umgesetzt. Die Kanzlei zeigt sich Buchhaltern, Lohnverrechnern und Bilanzierern mit einem Auftritt, der zum Berufsstand passt. Die Personalsuche ist so angelegt, dass sie auch in eine Woche mit Abgabefristen passt.
Der Nutzen liegt in der Vorarbeit. Argumente, Zielgruppe und Ablauf sind geklärt und müssen bei der nächsten offenen Stelle nicht neu erfunden werden. Unser Team kann dann direkt mit der Ansprache beginnen.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Den richtigen Ton treffen
In beratenden Berufen wirkt Zurückhaltung überzeugender als Lautstärke. Schreiben Sie sachlich, was Sie bieten, und verzichten Sie auf große Versprechen. Fachkräfte aus dem Rechnungswesen prüfen Aussagen genau.
Teilzeit offen anbieten
Viele gute Leute im Rechnungswesen suchen ein bestimmtes Stundenausmaß. Wenn Sie flexibel sind, sagen Sie es gleich. Sie erreichen damit Fachkräfte, die eine Vollzeitstelle gar nicht erst anklicken.
Digitale Abläufe zeigen
Wer täglich mit Belegen arbeitet, will wissen, wie modern die Kanzlei arbeitet. Erwähnen Sie Portale und Programme, die bei Ihnen im Einsatz sind. Das ist für viele ein Grund, sich zu melden.



