Die iSi Group fertigt in Wien Floridsdorf Druckgaskapseln für Medizintechnik und Rettungsausrüstung. In der Zusammenarbeit mit uns hat das Unternehmen zwei Stellen besetzt: einen E-Commerce Performance Manager und einen Global Marketing und Social Media Manager. Die Story zeigt, wie wir erfahrene Spezialisten erreicht haben, die in Wien kaum auf Anzeigen reagieren.
Ein Familienunternehmen seit 1867 sucht Spezialisten, die heute woanders arbeiten
iSi wurde 1867 in Wien gegründet und wird in fünfter Generation geführt. Der Hauptsitz liegt in Floridsdorf, die Produkte gehen laut Vienna Region in mehr als 90 Länder. iSi Components fertigt Einweg-Druckgaskapseln mit CO₂, N₂O, Argon oder Helium, unter anderem für Medizintechnik, Rettungs- und Sicherheitstechnik.
Wer in mehr als 90 Länder verkauft, braucht Menschen für E-Commerce, Marketing und Social Media. Wer das kann, hat in Wien meist einen sicheren Job in einem anderen Unternehmen. Eine klassische Anzeige erreicht nur die wenigen, die gerade aktiv wechseln wollen, und das sind in dieser Gruppe selten die Erfahrensten.
Der Wiener Arbeitsmarkt: viele Betriebe, dieselben Köpfe
Die Fachkräfteverordnung 2026 enthält 64 bundesweite Mangelberufe. Darunter sind Techniker mit höherer Ausbildung für Maschinenbau, Fräser, Dreher, Schlosser, Maschinenschlosser, Elektromechaniker und Kunststofftechniker, also fast alle Berufe, die eine industrielle Fertigung trägt. Ein Industriebetrieb wie iSi steht damit auf mehreren Seiten gleichzeitig im Wettbewerb um Personal.
Laut WKO Fachkräfte-Radar 2026 spüren 58 Prozent der Industriebetriebe den Mangel, österreichweit fehlen rund 155.000 Fachkräfte, und 56 Prozent der Betriebe berichten von Umsatzeinbußen durch fehlendes Personal. In Wien kommt die Dichte dazu. Viele Unternehmen liegen auf engem Raum und werben um dieselben Leute, oft mit ähnlichen Gehältern. Wer hier gewinnt, gewinnt über die Aufgabe und das Unternehmen.
Was wir für iSi umgesetzt haben
Die Zielgruppe waren Fachkräfte mit Erfahrung in E-Commerce, Marketing und Social Media in Wien und im angrenzenden Umland. Weil diese Menschen nicht suchen, haben wir nicht auf Bewerbungen gewartet. Unser System hat passende Profile direkt angesprochen. Die Botschaft haben wir aus dem gebaut, was iSi besonders macht: ein Familienbetrieb in fünfter Generation, Produkte in mehr als 90 Ländern und Technik, bei der Qualität zählt, weil Druckgas keine Fehler verzeiht.
Im Telefonat hat unser Team geklärt, was im Lebenslauf fehlt. Welche Erfahrung bringt jemand mit, was hat die Person schon selbst verantwortet, welche Gehaltsvorstellung ist realistisch? Erst danach ging ein Lebenslauf an die Personalabteilung. Neben dem Recruiting betreuen wir für iSi auch Social Media.
- AdVentureKI hat die Stellen vorab mit über 100 Datenpunkten geprüft und gerechnet, wie wahrscheinlich und wie schnell sie zu besetzen sind.
- AdVentory hat 850.000 Profile im DACH-Raum durchsucht und Fachkräfte angesprochen, die gerade nicht suchten.
- Telefonische Vorqualifizierung durch unser Team hat Ausbildung, Erfahrung und Gehaltsvorstellung geklärt.
- AdVentory OS hat der Personalabteilung Bewerbungen und nächste Schritte an einem Ort gezeigt.
- Social Media Betreuung haben wir als zusätzliche Leistung für iSi übernommen.
Zwei Stellen besetzt: E-Commerce Performance Manager und Global Marketing und Social Media Manager
Jede Bewerbung kam mit Lebenslauf in unser System. Unsere Recruiter haben diese Bewerber telefonisch vorqualifiziert. An die Personalabteilung ging nur eine Handvoll Kandidaten weiter: jene, deren Ausbildung, Erfahrung und Erwartungen am besten zu den beiden Rollen passten. Die übrigen Bewerbungen musste bei iSi niemand lesen. iSi hat daraus einen E-Commerce Performance Manager und einen Global Marketing und Social Media Manager eingestellt.
Darunter waren Menschen, die auf eine klassische Anzeige nicht reagiert hätten, weil sie erst wechseln, wenn jemand konkret fragt. Für die Personalabteilung hieß das weniger Sichtung und mehr Gespräche mit Aussicht. Die Zusammenarbeit läuft in der Social Media Betreuung weiter.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Nach der Praxis fragen, nicht nach dem Abschluss
Ein Abschluss sagt wenig darüber, was jemand im Alltag umgesetzt hat. Fragen Sie im ersten Gespräch konkret nach Aufgaben, die jemand schon selbst verantwortet hat.
Das Produkt erklären, das am Ende herauskommt
Fachkräfte wechseln selten wegen eines Jobtitels, eher wegen einer Aufgabe, die Sinn ergibt. Zeigen Sie, wo Ihre Produkte im Einsatz sind, statt nur Anforderungen aufzuzählen.
Beschäftigte Fachkräfte aktiv ansprechen
Erfahrene Fachkräfte sind fest angestellt und lesen keine Jobportale. Mit direkter Ansprache und einer Ausspielung über viele Kanäle erreichen Sie sie dort, wo sie abends ohnehin sind.



