Intersport lebt von Beratung, und Beratung braucht Menschen, die Sport selbst betreiben. In der Zusammenarbeit haben wir das Recruiting und die Vorqualifizierung von Fachkräften für den Sporthandel übernommen. Die Story zeigt, warum wir im Umkreis jedes einzelnen Geschäfts suchen, womit wir Sportler ansprechen und welche drei Hebel jeder Händler selbst nutzen kann.
Ein Verbund aus 104 Händlern braucht Personal an jedem einzelnen Standort
Intersport Austria hat seinen Sitz in Wels und ist laut Handelsverband ein Verbund aus 104 selbständigen Händlern mit über 280 Standorten und rund 4.000 Mitarbeitenden. Dazu kommen Flagship-Stores in den größeren Städten und Verleihshops in den Tourismusregionen.
Gesucht werden Verkäuferinnen und Verkäufer, die Ski, Laufschuhe und Bikes aus eigener Erfahrung erklären können. Das Unternehmen betont selbst, dass viele Mitarbeitende aktive Sportler sind. Genau dieses Profil macht die Suche eng. Dazu kommt die Struktur, denn jeder Händler sucht für sein eigenes Geschäft, oft saisonal und kurzfristig. Eine zentrale Anzeige für ganz Österreich erreicht die Skilehrerin aus dem Nachbarort kaum, und klassische Jobportale liefern vor allem Bewerbungen ohne Bezug zum Sport.
Verkaufsberufe gehören zu den meistgesuchten Berufen in Österreich
Laut WKO Fachkräfte-Radar 2026 spüren 78 Prozent der Betriebe in Österreich einen Fachkräftemangel, rund 155.000 Fachkräfte fehlen. Berufe im Handel und Verkauf stehen dort ganz oben auf der Liste der meistgesuchten Berufe. Der Handelsverband meldete schon im Herbst 2021 mehr als 20.000 offene Stellen im Handel, davon 4.800 in Oberösterreich.
Die Fachkräfteverordnung 2026 führt Warenhausverkäufer in Oberösterreich, Salzburg, der Steiermark, Tirol und Vorarlberg als regionalen Mangelberuf. Für die Verleihshops kommt der Tourismus dazu, dort spüren 63 Prozent der Betriebe den Mangel. Im Skigebiet werben Hotels, Seilbahnen und Skischulen im selben Winter um dieselben sportlichen Leute, und wer zu spät sucht, bekommt nur noch, wer übrig bleibt.
Wir haben Sportler gesucht, wo sie ihre Freizeit verbringen
Unsere Zielgruppe waren von Anfang an Menschen, deren Freizeit ohnehin im Sport stattfindet. Die Skilehrerin, die für den Sommer etwas Festes sucht. Der Trainer aus dem Fußballverein. Die Bikerin, die jede Schaltung kennt. Sie lesen keine Jobportale, sind aber täglich am Handy. Deshalb haben wir jedem Standort eine eigene Suche in seinem Pendelumkreis gegeben.
Die Botschaft haben wir am Hobby angesetzt: Das Wissen, das man privat aufgebaut hat, wird hier zum Beruf. In den Städten kommt die Perspektive in einem großen Verbund dazu. Für Verleihshops planen wir den Start so früh, dass die Teams vor dem ersten Schnee stehen. In den Telefonaten fragt unser Team weniger nach Verkaufserfahrung als nach der Sportart, die jemand wirklich beherrscht, nach Samstagen und Saisonspitzen.
- Suche je Standort: Wir spielen jede Stelle im Umkreis des Geschäfts aus und erreichen Sportler, die gar nicht suchen.
- Kurzbewerbung: Ein paar Klicks vom Handy genügen, auch mitten in der Saison.
- Telefonische Vorqualifizierung durch unser Team klärt Sportart, Samstage, Saisonspitzen und den realistischen Arbeitsweg.
- AdVentory OS zeigt jedem Händler seine offenen Stellen und jede Bewerbung mit Lebenslauf.
Vorqualifizierung vor dem Gespräch: das haben wir den Händlern abgenommen
Die Händler vor Ort haben am Samstag keine Zeit, Bewerbungen zu sortieren. Diese Arbeit liegt bei uns. Unser Team klärt Sportart, Verfügbarkeit an Samstagen und Arbeitsweg am Telefon und legt den Lebenslauf vorab ins Portal. Im Gespräch im Geschäft bleibt dann die Frage, ob jemand ins Team passt.
In einem Verbund dieser Größe beginnen wir bei den Standorten, an denen der Druck am höchsten ist, etwa bei Verleihshops vor der Wintersaison. Dort zeigt sich schnell, welche Botschaft im jeweiligen Umkreis zieht. Das Muster übertragen wir danach auf weitere Händler, jeweils mit eigenem Umkreis und eigenen Bildern.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Mit dem Hobby werben, nicht mit dem Jobtitel
Wer Sportartikel verkauft, findet die besten Leute in Vereinen, Skischulen und Laufgruppen. Eine Anzeige, die fragt, welchen Sport jemand liebt, zieht dort mehr als eine Liste von Verkaufsaufgaben.
Saisonpersonal vor der Saison suchen
Für Winterstandorte beginnt die Suche im Spätsommer, nicht im November. Wer wartet, konkurriert mit Hotels und Seilbahnen um die letzten freien Leute.
Jeden Standort einzeln ausschreiben
Ein Geschäft im Skigebiet und eines in der Innenstadt brauchen verschiedene Anzeigen im jeweiligen Pendelumkreis. Menschen bewerben sich dort, wo sie wohnen, nicht bei einer Zentrale.



