Das Institut Hartheim begleitet über 700 Menschen mit Beeinträchtigungen an 27 Standorten in Oberösterreich. Gemeinsam mit uns hat der Träger drei Stellen besetzt: eine Regionalleitung für mehrere Wohngruppen und zwei diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen. Die Story zeigt, wie wir in der Zusammenarbeit Wohnortnähe als Argument genutzt haben und worauf es bei der Vorauswahl im Sozialbereich ankommt.
Bei rund 700 Mitarbeitenden ist Personalgewinnung eine Daueraufgabe
Das Institut Hartheim wurde 1965 gegründet und begleitet heute mehr als 700 Menschen mit kognitiven und mehrfachen Beeinträchtigungen. Rund 700 Mitarbeitende arbeiten am Hauptsitz in Alkoven und an 27 Standorten in zehn oberösterreichischen Gemeinden. Das Angebot reicht von Wohnformen über Beschäftigung bis zu einem integrativen Kindergarten und therapeutischen Ambulanzen.
Bei dieser Größe gibt es keinen Zeitpunkt, an dem alle Stellen besetzt sind. Begleitung, Pflege und Therapie brauchen Fachausbildung und die Haltung, jeden Tag verlässlich für andere da zu sein. Wer gut ist, hat in diesem Feld meist eine Stelle und wechselt nur, wenn etwas Konkretes besser ist, etwa der Weg zur Arbeit oder die Dienstzeiten.
Pflegeberufe stehen bundesweit auf der Mangelberufsliste
Auf der bundesweiten Mangelberufsliste 2026, die 64 Berufe umfasst, stehen diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegefachassistenz und Pflegeassistenz. In Oberösterreich sind zusätzlich Fürsorger und Sozialarbeiter als regionale Mangelberufe gelistet. Das Land Oberösterreich hat mit einer eigenen Fachkräftestrategie Pflege reagiert.
Im WKO Fachkräfte-Radar spüren über drei Viertel der Betriebe einen Fachkräftemangel, 56 Prozent stark oder sehr stark. Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen konkurrieren dabei mit Krankenhäusern, Pflegeheimen und mobilen Diensten, die oft mit größeren Namen werben. Für Bewerber wirkt ein Krankenhaus zunächst sicherer, obwohl ein großer Sozialträger mit Hunderten Beschäftigten genauso stabil ist.
Was wir für das Institut Hartheim umgesetzt haben
Wir haben drei Kampagnen aufgesetzt und geschaltet: für die Regionalleitung für mehrere Wohngruppen, für DGKP und für Fachsozialbetreuer. Ein Krankenhaus hat einen Standort, das Institut Hartheim hat 27. Diesen Vorteil haben wir zur Kernbotschaft gemacht und die Stellen im Umkreis der jeweiligen Standorte ausgespielt, damit Pflege- und Betreuungskräfte in der Nähe ihres Wohnorts arbeiten können, statt täglich nach Linz oder Wels zu pendeln.
Für den Auftritt haben wir ein ruhiges Motiv aus Logo und Luftaufnahme des Standorts in Alkoven gestaltet, das als Header und Banner auf Karriereseite, Social Media und Jobportalen eingesetzt wird. Im Telefonat hat unser Team weniger nach Zeugnissen gefragt als nach Dienstzeiten, bisheriger Erfahrung mit Menschen mit Beeinträchtigungen und danach, was jemanden an dieser Arbeit antreibt. Erst danach haben wir Kandidaten an das Institut weitergegeben.
- Drei Recruiting-Kampagnen haben wir für Regionalleitung, DGKP und Fachsozialbetreuer aufgesetzt.
- AdVentory hat die Stellen im Umkreis der Standorte ausgespielt und Pflegekräfte erreicht, die nicht aktiv suchten.
- Header-Bild aus Logo und Luftaufnahme haben wir für Karriereseite, Social Media und Jobportale gestaltet.
- Telefonische Vorqualifizierung durch unser Team hat Dienstzeiten, Wohnort, Erfahrung und Haltung geklärt.
- AdVentory OS hat der Personalabteilung alle offenen Stellen, jede Bewerbung und die nächsten Termine gezeigt.
Drei Stellen besetzt: eine Regionalleitung und zwei DGKP
Das Institut Hartheim hat eine Regionalleitung für mehrere Wohngruppen und zwei diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen eingestellt. Die Kampagne für DGKP haben wir im Juni 2026 beendet. Die Stelle für Fachsozialbetreuer ist seit Juni 2026 ausgeschrieben und in Besetzung.
Bei einem Träger dieser Größe ist Recruiting kein einmaliges Projekt. Die Leitungen vor Ort sparen Zeit, die sie in der Begleitung brauchen, weil sie keine Bewerbungen sortieren müssen. Das einheitliche Motiv sorgt dafür, dass das Institut auf allen Kanälen wiedererkannt wird, auch bei der nächsten Stelle.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Mit dem Arbeitsweg werben
Wer mehrere Standorte hat, sollte jede Stelle im Umkreis des jeweiligen Hauses ausspielen. Ein kürzerer Weg ist für Pflegekräfte im Schichtdienst oft der entscheidende Grund zu wechseln, gerade bei Früh- und Nachtdiensten.
Dienstzeiten im ersten Gespräch klären
Nachtdienste, Wochenenden und Teilzeitwünsche entscheiden im Sozialbereich über Zu- oder Absage. Klären Sie das, bevor Sie über Qualifikation sprechen.
Haltung erfragen, nicht nur Zeugnisse
Fragen Sie, was jemanden an der Arbeit mit Menschen antreibt und wie er mit schwierigen Situationen umgeht. Die Antworten zeigen mehr über die Eignung als ein Lebenslauf und helfen, Quereinsteiger richtig einzuschätzen.



