Wild hat Saison, und Frische duldet keinen Aufschub. Huber Wildgroßhandel in Wels kühlt das Wildbret nach der Jagd rasch, verarbeitet es zügig und verpackt es speziell. Für den Familienbetrieb suchen wir Metzger für die Wildfleischzerlegung. Die Story zeigt, was wir in der Zusammenarbeit umgesetzt haben: eine Kampagne im Inland, eine zweite auf Ungarisch und vorqualifizierte Kandidaten im System.
Ein Handwerk, das kaum noch jemand lernt
Den Betrieb gibt es seit rund 1930. Im Sortiment sind Reh, Rotwild, Gams, Wildschwein, Hase, Fasan, Wildente und Rebhuhn, alles aus Oberösterreich. Dafür braucht es Fleischer, Zerleger, Verpacker, Kühlfahrer und Mitarbeiter für Lager und Verkauf.
Der Fleischerberuf verliert seit Jahren Lehrlinge, und Erfahrung mit Wild bringt nur ein Bruchteil mit. Im Raum Wels bieten zudem große Lebensmittelbetriebe und Logistiker viele Alternativen. Wenn im Herbst die Ware kommt, bleibt keine Zeit für lange Auswahlrunden.
Warum das Inserat in der Region nicht mehr reicht
Das WKO Fachkräfte-Radar beruht auf Antworten von über 2.100 Betrieben. Mehr als drei Viertel spüren den Fachkräftemangel, 56 Prozent stark oder sehr stark. 56 Prozent melden Umsatzeinbußen, weil Personal fehlt. In der Verarbeitung von Frischware lässt sich Arbeit nicht aufschieben, der Engpass wirkt dort sofort.
Die bundesweite Mangelberufsliste 2026 enthält 64 Berufe. Als Mangelberuf zählt, wo auf eine beim AMS gemeldete offene Stelle weniger als 1,5 Arbeitsuchende kommen. Für ein seltenes Handwerk liegt es deshalb nahe, den Suchraum zu erweitern.
Was wir für Huber umgesetzt haben
Wir haben zuerst eine Kampagne für Metzger in der Wildfleischzerlegung aufgesetzt und rund um Wels ausgespielt. Sie lief bis 7. September 2026. Unser System hat dafür Profile mit Erfahrung in Fleischverarbeitung gesucht, und unser Team hat jeden Bewerber angerufen. So kannte Huber Verfügbarkeit und Wohnort schon vor dem Kennenlernen.
Aus dieser ersten Phase haben wir gemeinsam mit Huber eine Entscheidung abgeleitet: Wir sprechen zusätzlich Metzger in ihrer Muttersprache an. Seit 16. September 2026 läuft unsere Kampagne auf Ungarisch. Das Handwerk ist dort verbreiteter, und wer die Arbeit am Tier beherrscht, findet sich bei Wild schnell zurecht.
- Erste Kampagne: Wir haben Metzger für die Wildfleischzerlegung im Raum Wels gesucht, die Kampagne lief bis 7. September 2026.
- Kampagne auf Ungarisch: Seit 16. September 2026 sprechen wir Metzger in ihrer Muttersprache an.
- AdVentory: Unser System hat 850.000 Profile im DACH-Raum nach Erfahrung in der Fleischverarbeitung durchsucht.
- Vorgespräch am Telefon: Wir haben Eignung, Wohnort, Gehaltsvorstellung und Verfügbarkeit geklärt.
- AdVentory OS: Lebenslauf und Gesprächsnotiz liegen für Huber an einem Ort.
Vorqualifizierte Kandidaten, die ungarische Kampagne läuft
Aus beiden Kampagnen kam jede Bewerbung mit Lebenslauf in unser System. Jede ist mit Lebenslauf und Notiz aus dem Telefonat hinterlegt. Huber sieht damit auf einen Blick, wer Erfahrung in der Zerlegung hat und wer wann anfangen könnte.
Die Stelle ist in Besetzung. Mit der ungarischen Kampagne haben wir den Kreis möglicher Kandidaten erweitert, rechtzeitig zur Hauptsaison im Herbst. Wir führen die Vorgespräche weiter und übergeben laufend. Für den Familienbetrieb heißt das: Die Auswahl findet statt, während die Verarbeitung weiterläuft. Niemand muss Bewerbungen sortieren, wenn gerade Ware angeliefert wird.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Die Saison in die Planung nehmen
Wenn Ihr Geschäft Spitzen hat, beginnen Sie mit der Suche Monate davor. Wer erst sucht, wenn die Ware da ist, entscheidet unter Druck.
In der Sprache der Bewerber schreiben
Eine Anzeige in der Muttersprache wird gelesen und verstanden. Klären Sie vorher, wer im Betrieb die ersten Wochen sprachlich begleitet.
Aus der ersten Runde lernen
Werten Sie aus, wer sich gemeldet hat und wer gefehlt hat. Daraus ergibt sich, ob Sie Region, Zielgruppe oder Botschaft ändern sollten.



