Horvath Elektro fand Monteure über den eigenen Ruf, scheiterte aber drei Jahre lang an einem Techniker für die Projektleitung. In der Zusammenarbeit mit uns kam die Einstellung. Die Story zeigt, was wir bei der Suche anders gemacht haben und was Elektrobetriebe daraus übernehmen können.
Monteure kamen über den Ruf, der Projektleiter kam drei Jahre lang nicht
Horvath Elektro ist ein Elektroinstallateur mit rund vierzig Mitarbeitern. Monteure konnte der Betrieb über seinen guten Ruf gut nachbesetzen. Eine Stelle blieb trotzdem offen: ein Techniker für die Projektleitung, der Angebote, Material, Baustellen und Bauherren zusammenhält.
Drei Jahre lang versuchte der Betrieb es auf den üblichen Wegen, mit Zeitung, Druckmedien und eigenen Anzeigen auf Social Media. Es kamen kaum Bewerbungen. Wer als Projektleiter in der Elektrotechnik gut ist, hat eine feste Stelle, wird von seinem Arbeitgeber gehalten und liest keine Stellenbörsen. So blieb die Koordination bei der Geschäftsführung und den erfahrenen Monteuren hängen, zusätzlich zur eigenen Arbeit.
Elektrotechnik fehlt auf jeder Ausbildungsstufe
Auf der bundesweiten Mangelberufsliste 2026, die 64 Berufe umfasst, stehen Elektroinstallateure und Elektromonteure, Elektromechaniker sowie Techniker für Starkstromtechnik auf allen Ausbildungsebenen, von der Fachschule über die HTL bis zum Diplomingenieur. Es fehlt also am Monteur genauso wie an den Leuten, die Projekte führen.
Im WKO Fachkräfte-Radar mit über 2.100 befragten Betrieben spüren über drei Viertel einen Fachkräftemangel, im Gewerbe und Handwerk sind es 62 Prozent. Österreichweit fehlen demnach rund 155.000 Fachkräfte. Elektrobetriebe konkurrieren dabei auch mit Industrie, Energieversorgern und großen Gebäudetechnikfirmen, die mit Größe und Bekanntheit werben. Ein mittelgroßer Installateur gewinnt nur, wenn er die richtigen Leute direkt erreicht.
Was wir für Horvath Elektro umgesetzt haben
Wir haben die Suche dort begonnen, wo Projektleiter heute arbeiten. Unsere Zielgruppe waren erfahrene Elektrotechniker, die den nächsten Schritt Richtung Verantwortung gehen wollen, etwa Obermonteure mit Organisationstalent oder HTL-Absolventen mit einigen Jahren Praxis. Wir haben sie dort erreicht, wo sie abends am Handy sind, und nicht auf Jobbörsen. Die Botschaft hat den Schritt vom Ausführen zum Führen angesprochen, in einem Betrieb, der seine Leute kennt.
Den größten Unterschied hat das Telefonat gemacht. Ein Lebenslauf zeigt Abschlüsse, aber nicht, wie jemand eine verspätete Materiallieferung löst oder einem Bauherrn Mehrkosten erklärt. Unser Team hat deshalb nach Projektgrößen und Zahl der geführten Monteure gefragt, nach Sicherheit in Angebot und Kalkulation und nach dem Umgang mit Bauherren und anderen Gewerken, wenn es eng wird.
- AdVentory hat Elektrotechniker angesprochen, die den nächsten Schritt wollten, aber gerade nicht aktiv gesucht haben.
- Kurzbewerbung bewerben in wenigen Klicks, auch ohne ausgefeilten Lebenslauf.
- Telefonische Vorqualifizierung durch unser Team hat Eignung, Wohnort, Verfügbarkeit und Gehalt geklärt, bevor der Betrieb Zeit investiert hat.
Eine Einstellung: aus Mangel wurde Auswahl
Nach drei Jahren ohne Erfolg kamen über unsere Kampagne vorqualifizierte Kandidaten. Horvath Elektro hat einen neuen Techniker eingestellt. Dazu bleibt ein Pool guter, vorqualifizierter Kandidaten für künftigen Bedarf, der Betrieb muss beim nächsten Mal nicht bei null anfangen.
Der Aufwand auf Kundenseite war sehr gering. Ablauf, Kosten und Zeithorizont entsprachen dem, was wir im Erstgespräch zugesagt hatten. Die besetzte Projektleitung schafft Kapazität für neue Projekte, entlastet alle, die die Koordination bisher nebenbei erledigt haben, und gibt Monteuren wie Kunden eine feste Ansprechperson. Die passenden Leute gab es, sie wurden vorher nur nicht erreicht.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Schlüsselrollen nicht mit Anzeigen suchen
Projektleiter lesen keine Stellenbörsen. Wenn eine Anzeige nach einigen Monaten kaum Bewerbungen bringt, liegt es am Kanal und nicht am Beruf. Sprechen Sie Menschen dort an, wo sie heute arbeiten.
Den Aufstieg aus dem eigenen Handwerk anbieten
Obermonteure mit Organisationstalent sind oft die besten Projektleiter. Sagen Sie klar, wie Sie sie in Kalkulation und Bauherrengespräche einarbeiten.
Im Gespräch nach Konfliktfällen fragen
Lassen Sie sich eine verspätete Lieferung oder einen Streit um Mehrkosten schildern. Die Antwort zeigt Ihnen, ob jemand eine Baustelle führen kann.



