Holz Profil fertigt in Bramberg am Wildkogel seit 1976 Leistenprofile aus Massivholz, führt seit 2002 eine Tischlerei für Maßeinrichtungen und baut seit 2014 eine eigene Relaxliege. In der Zusammenarbeit haben wir für den Betrieb eine Arbeitgeberkampagne aufgesetzt und geschaltet. Die Story zeigt, wie wir einen Holzbetrieb mit drei Standbeinen im Oberpinzgau als Arbeitgeber gezeigt haben.
Serienfertigung und Maßarbeit unter einem Dach
Eine Leiste fällt erst auf, wenn sie nicht passt. Bei Holz Profil stehen dafür Hobelanlagen, Bandsägen, Schleifmaschinen, Kreissägen und Furnierpressen in der Produktion. Daneben entsteht in der Tischlerei Innenausbau nach Maß. Die beiden Bereiche verlangen unterschiedliche Talente: hier das Auge für die Maschine und den gleichmäßigen Lauf, dort das Gespür für ein Einzelstück.
Im Oberpinzgau ist der Weg zum nächsten größeren Arbeitsmarkt weit. Gleichzeitig zieht der Tourismus viele Arbeitskräfte an. Wer mit Holz umgehen kann, ist im Tal bekannt und selten frei. Ein Betrieb in dieser Lage muss sich als Arbeitgeber zeigen, bevor eine Stelle dringend wird.
64 Mangelberufe und ein Tal mit wenig Auswahl
Die bundesweite Mangelberufsliste 2026 umfasst 64 Berufe. Als Mangelberuf gilt ein Beruf, wenn auf eine beim AMS gemeldete offene Stelle weniger als 1,5 Arbeitsuchende kommen. In einem Tal mit überschaubarer Einwohnerzahl ist diese Rechnung im Alltag noch enger als im Bundesschnitt.
Im WKO Fachkräfte-Radar mit über 2.100 befragten Betrieben geben über drei Viertel an, den Fachkräftemangel zu spüren, 56 Prozent davon stark oder sehr stark. Ebenfalls 56 Prozent melden Umsatzeinbußen, weil Personal fehlt. Für eine Produktion heißt das: Eine Maschine, die niemand bedient, bringt keinen Umsatz.
Was wir für Holz Profil umgesetzt haben
Gemeinsam mit Holz Profil haben wir zuerst festgehalten, was den Betrieb als Arbeitgeber ausmacht: ein ganzjähriger Arbeitsplatz im Tal, die Wahl zwischen Serienfertigung und Maßtischlerei und ein Produkt, das man angreifen kann. Darauf haben wir die Arbeitgeberkampagne aufgebaut und sie im Umkreis von Bramberg geschaltet.
Unser Ziel war, dass auch jene Menschen den Betrieb wahrnehmen, die gerade bei einem anderen Arbeitgeber oder im Tourismus arbeiten und keine Stellenanzeigen lesen. Deshalb haben wir die Kampagne über mehr als 30 Kanäle ausgespielt und nicht auf ein einzelnes Inserat gesetzt. Unser Team hat den Ablauf dahinter eingerichtet, sodass Anfragen an einer Stelle zusammenlaufen.
- Arbeitgeberkampagne: Wir haben Holz Profil mit Produktion, Tischlerei und Relaxliege als Arbeitgeber im Oberpinzgau gezeigt.
- AdVentory hat die Kampagne an Menschen im Umkreis von Bramberg ausgespielt, auch an jene, die nicht aktiv suchen.
- Kurzbewerbung: Interessierte können sich in wenigen Klicks melden, ein Anschreiben ist nicht nötig.
- AdVentory OS bündelt für den Betrieb Anfragen und nächste Schritte an einem Ort.
Die Kampagne ist umgesetzt, der Betrieb im Tal als Arbeitgeber sichtbar
Holz Profil ist im Oberpinzgau jetzt nicht mehr nur als Hersteller von Leisten und Möbeln bekannt, sondern auch als Arbeitgeber. Die Kampagne hat gezeigt, welche Arbeit in Bramberg wartet und für wen sie passt.
Für den Betrieb bleibt daraus eine Grundlage, auf die wir bei einer konkreten Stellensuche aufbauen können: Die Botschaften stehen, das Einzugsgebiet ist bekannt, und der Weg von der Anfrage bis zum Gespräch ist eingerichtet. Im Pinzgau ist der Wohnort oft die entscheidende Frage, deshalb haben wir die Ausspielung von Anfang an auf das Tal konzentriert.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Beide Arbeitswelten zeigen
Wenn Ihr Betrieb Serienfertigung und Maßarbeit vereint, sprechen Sie beide Gruppen getrennt an. Ein Maschinenführer und ein Möbeltischler achten auf verschiedene Dinge.
Ganzjahresarbeit ausdrücklich nennen
In einer Tourismusregion ist ein Arbeitsplatz ohne Saisonende ein Vorteil. Schreiben Sie ihn in die erste Zeile, statt ihn vorauszusetzen.
Sichtbar sein, bevor es eilt
Wer erst wirbt, wenn eine Stelle frei ist, beginnt bei null. Zeigen Sie Ihren Betrieb laufend, dann kennt man Sie, wenn es darauf ankommt.



