hollu Systemhygiene in Zirl ist als Produkt bekannt, als Arbeitgeber kaum. In der Zusammenarbeit mit hollu haben wir einen LKW-Fahrer gesucht, und die Stelle ist besetzt. Die Story zeigt, warum Tirol dafür ein enger Markt ist, wie wir vorgegangen sind und weshalb man zuerst den Arbeitgeber und dann die Stelle erklärt.
Ein bekanntes Produkt, ein unbekannter Arbeitgeber
hollu wurde 1905 in Innsbruck als kleine Seifensiederei gegründet und ist heute in vierter Generation in Familienbesitz. Seit 1971 sitzt das Unternehmen in Zirl und produziert dort Reinigungs- und Desinfektionsmittel. 2025 erwirtschafteten rund 460 Menschen einen Umsatz von 84,28 Millionen Euro. Kunden sind Hotels, Spitäler, Pflegeheime, Schulen, Industrie und Lebensmittelbetriebe in Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz.
Verkauft werden Systeme aus Mittel, Dosiertechnik, Schulung und Beratung. Damit die Ware bei den Kunden ankommt, braucht hollu Leute in der Logistik, darunter LKW-Fahrer. Viele Menschen in Tirol kennen hollu nur als Namen auf dem Kanister im Hotelflur. Dass dahinter ein Familienunternehmen mit Umweltzeichen und EMAS steht, wissen die wenigsten. Eine Stellenanzeige allein erklärt das nicht.
Tirol konkurriert mit Tourismus, Industrie und Handel um dieselben Leute
Das AMS Tirol meldete für 2025 eine Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent, einen Beschäftigungsrekord mit 360.179 Menschen und im Schnitt 6.772 offene Stellen. Wer in Tirol einstellt, holt Menschen fast immer aus einem anderen Job.
Laut WKO Fachkräfte-Radar spüren in der Industrie 58 Prozent der Betriebe einen Fachkräftemangel, im Tourismus 63 Prozent. Beide Branchen werben im Großraum Innsbruck um dieselben Leute, die hollu für die Logistik braucht. Österreichweit fehlen laut Radar rund 155.000 Fachkräfte.
Was wir für hollu umgesetzt haben
Wir haben in der Ansprache zuerst erzählt, wer hollu ist: Familienunternehmen in vierter Generation, CO2-neutrale Produktion in Zirl, ein Campus, der laufend modernisiert wird. Erst danach kam die offene Stelle. So haben wir aus dem Namen auf dem Kanister einen Arbeitgeber gemacht, den man sich vorstellen kann.
Gerichtet haben wir die Kampagne an Menschen im Großraum Innsbruck, die einen sicheren Arbeitsplatz nahe am Wohnort suchen. Unser System hat dabei auch Fahrer erreicht, die gerade nicht aktiv auf Jobsuche waren. Am Telefon hat unser Team mit jedem Interessenten Arbeitszeitmodell, Anfahrt und Wohnort geklärt. An hollu gingen damit vorqualifizierte Menschen weiter, deren Lebenslauf vor dem ersten Gespräch vorlag und deren Wohnort zur Stelle passt.
- AdVentory hat im Großraum Innsbruck Fachkräfte erreicht, die nicht aktiv gesucht haben.
- Arbeitgeber zuerst: Wir haben in der Ansprache erst das Familienunternehmen vorgestellt und dann die Stelle.
- Telefonische Vorqualifizierung durch unser Team hat Anfahrt, Arbeitszeit und Wohnort geklärt.
- AdVentory OS hat hollu alle offenen Stellen, jede Bewerbung mit Lebenslauf und die nächsten Termine gezeigt.
Eine Einstellung: der LKW-Fahrer ist an Bord
Aus unseren vorqualifizierten Kandidaten hat hollu einen LKW-Fahrer eingestellt.
Für die Führungskräfte in Zirl hieß das weniger Gespräche mit Menschen, die am Ende doch nicht pendeln wollen. Im Portal war jederzeit sichtbar, wo die Stelle steht. In einem Bundesland mit 4,5 Prozent Arbeitslosenquote kommt fast jede neue Kraft aus einem anderen Job. Umso mehr zählt, dass uns die Ansprache über den Arbeitgeber gelungen ist und die Bewerber wussten, bei wem sie sich melden.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Zuerst erklären, wer man ist
Bekannte Produkte machen noch keinen bekannten Arbeitgeber. Beginnen Sie Ihre Anzeige mit zwei Sätzen über Betrieb, Geschichte und Werte, bevor die Aufgaben kommen.
Den Arbeitsweg früh klären
Fragen Sie im ersten Telefonat nach Wohnort und Anfahrt. Wer am Ende doch nicht pendeln will, sollte das vor dem ersten Termin sagen können.
Dort werben, wo die Menschen wohnen
Spielen Sie die Stelle im Umkreis des Standorts aus und sprechen Sie Menschen an, die einen sicheren Arbeitsplatz nahe am Wohnort suchen.



